Welche GOÄ-Ziffern sind für „Pulmonale Hypertonie – invasive Rechtsherzkatheterdiagnostik“ berechnungsfähig?

Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Fachgruppe Kardiologie für das Thema „Pulmonale Hypertonie – invasive Rechtsherzkatheterdiagnostik“.

FachgruppeKardiologie
ThemenbereichKlappen- und strukturelle Herzerkrankungen
KernpositionenGOÄ-Nr. 626
PrüfmaßstabManuelle fachliche Prüfung erforderlich
GOÄ-Abrechnung für Pulmonale Hypertonie – invasive Rechtsherzkatheterdiagnostik

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „Pulmonale Hypertonie – invasive Rechtsherzkatheterdiagnostik“ in Betracht?

Für „Pulmonale Hypertonie – invasive Rechtsherzkatheterdiagnostik“ führt die Kette GOÄ-Nr. 626 als Kernposition. GOÄ-Nr. 1, GOÄ-Nr. 7, GOÄ-Nr. 424, GOÄ-Nr. 404 und GOÄ-Nr. 405 sowie weitere Positionen kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.

Bei der Abrechnung von „Pulmonale Hypertonie – invasive Rechtsherzkatheterdiagnostik“ stehen pulmonale Hypertonie, Rechtsherzkatheter, Druckmessung, Oxymetrie, PVR, Shunt. Für die Abrechnungsentscheidung sind insbesondere Ruhe- oder Belastungssituation, Ableitungs- und Aufzeichnungsumfang, Messdauer, Auswertung sowie alternative invasive oder nichtinvasive Verfahren maßgeblich. Der Titel der Behandlung ersetzt keinen dieser Leistungsnachweise.

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 1Bedingt / alternativEigenständige Beratung außerhalb der Eingriffsaufklärung.
GOÄ-Nr. 7Bedingt / alternativEigenständige vollständige klinische Untersuchung.
GOÄ-Nr. 424Bedingt / alternativEigenständige transthorakale Doppler-Echokardiographie in separater diagnostischer Stufe.
GOÄ-Nr. 404Bedingt / alternativZusätzliche Frequenzspektrumanalyse zu einer eigenständigen Echokardiographie.
GOÄ-Nr. 405Bedingt / alternativZusätzlicher cw-Doppler zu Nr. 424.
GOÄ-Nr. 406Bedingt / alternativZusätzliche Farbkodierung zu Nr. 424.
GOÄ-Nr. 626KernpositionRechtsherzkatheterismus einschließlich Druckmessungen, oxymetrischer Untersuchungen sowie fortlaufender EKG- und Röntgenkontrolle; je Sitzung einmal.
GOÄ-Nr. 250Bedingt / alternativSeparate venöse Blutentnahme nur bei eigenständiger Leistung; nicht für im Katheterleistungsinhalt enthaltene oxymetrische Proben.
GOÄ-Nr. 253Bedingt / alternativEigenständige intravenöse Medikamentenapplikation bei tatsächlich durchgeführtem Vasoreagibilitätstest; Präparat und Dosis dokumentieren.
GOÄ-Nr. 60Bedingt / alternativTatsächliche konsiliarische Erörterung mit einem anderen liquidationsberechtigten Arzt, auch telefonisch; Inhalt und Gesprächspartner dokumentieren.
GOÄ-Nr. 75Bedingt / alternativNur eigenständiger ausführlicher Bericht; der routinemäßige Katheterbefund allein genügt nicht.

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Wann sind die einzelnen Positionen für „Pulmonale Hypertonie – invasive Rechtsherzkatheterdiagnostik“ berechnungsfähig?

Jede Position ist anhand ihres vollständigen Leistungsinhalts und der konkret hinterlegten Abhängigkeiten zu beurteilen.

GOÄ 1

Bedingte oder alternative Position

Eigenständige Beratung außerhalb der Eingriffsaufklärung.

GOÄ 7

Bedingte oder alternative Position

Eigenständige vollständige klinische Untersuchung.

GOÄ 424

Bedingte oder alternative Position

Eigenständige transthorakale Doppler-Echokardiographie in separater diagnostischer Stufe.

GOÄ 404

Bedingte oder alternative Position

Zusätzliche Frequenzspektrumanalyse zu einer eigenständigen Echokardiographie.

Höchstzahl pro Sitzung: 1
GOÄ 405

Bedingte oder alternative Position

Zusätzlicher cw-Doppler zu Nr. 424.

Höchstzahl pro Sitzung: 1
GOÄ 406

Bedingte oder alternative Position

Zusätzliche Farbkodierung zu Nr. 424.

Höchstzahl pro Sitzung: 1
GOÄ 626

Kernposition der Kombination

Rechtsherzkatheterismus einschließlich Druckmessungen, oxymetrischer Untersuchungen sowie fortlaufender EKG- und Röntgenkontrolle; je Sitzung einmal.

GOÄ 250

Bedingte oder alternative Position

Separate venöse Blutentnahme nur bei eigenständiger Leistung; nicht für im Katheterleistungsinhalt enthaltene oxymetrische Proben.

GOÄ 253

Bedingte oder alternative Position

Eigenständige intravenöse Medikamentenapplikation bei tatsächlich durchgeführtem Vasoreagibilitätstest; Präparat und Dosis dokumentieren.

GOÄ 60

Bedingte oder alternative Position

Tatsächliche konsiliarische Erörterung mit einem anderen liquidationsberechtigten Arzt, auch telefonisch; Inhalt und Gesprächspartner dokumentieren.

GOÄ 75

Bedingte oder alternative Position

Nur eigenständiger ausführlicher Bericht; der routinemäßige Katheterbefund allein genügt nicht.

Welche Abrechnungspfade und Sonderregeln gelten für „Pulmonale Hypertonie – invasive Rechtsherzkatheterdiagnostik“?

Hinweise zur Kombination

Neben Nr. 626 sind Nrn. 355, 356, 360, 361, 602, 648, 650, 651, 3710 und 5295 nicht berechnungsfähig.
Eine parallele Echokardiographie ist nur als eigenständige Leistung in einer getrennten diagnostischen Stufe anzusetzen.

Besondere Dokumentationsvorgaben

Indikation
Zugang und Katheterverlauf
Druckwerte und oxymetrische Messungen
Herzzeitvolumen/PVR soweit bestimmt
gegebenenfalls Vasoreagibilitätstest
Komplikationen und therapeutische Konsequenz

Wie grenzt sich „Pulmonale Hypertonie – invasive Rechtsherzkatheterdiagnostik“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?

Dieser Artikel behandelt gezielt „Pulmonale Hypertonie – invasive Rechtsherzkatheterdiagnostik“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Angeborener Herzfehler oder Shuntvitium – umfassende Echoabklärung“ sowie „Pulmonale Hypertonie – kardiale und pulmonale Funktionsbeurteilung“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.

Was sollte für die Abrechnung von „Pulmonale Hypertonie – invasive Rechtsherzkatheterdiagnostik“ dokumentiert werden?

Behandlungsanlass und konkrete fachliche Fragestellung: pulmonale Hypertonie, Rechtsherzkatheter, Druckmessung, Oxymetrie

Indikation, Ruhe- oder Belastungsprotokoll, Ableitungen beziehungsweise Messdauer, Befund und ärztliche Auswertung

GOÄ-Nr. 626: Rechtsherzkatheterismus einschließlich Druckmessungen, oxymetrischer Untersuchungen sowie fortlaufender EKG- und Röntgenkontrolle; je Sitzung einmal.

Indikation

Zugang und Katheterverlauf

Druckwerte und oxymetrische Messungen

Behandlungstag, eigenständige Leistungsschritte und die Zuordnung jeder Position zur tatsächlichen Dokumentation

Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „Pulmonale Hypertonie – invasive Rechtsherzkatheterdiagnostik“ aussehen?

Dokumentierter Beispielfall

Der Beispielfall dokumentiert „Pulmonale Hypertonie – invasive Rechtsherzkatheterdiagnostik“. Vollständig erbracht und getrennt dokumentiert werden GOÄ-Nr. 626 (Rechtsherzkatheterismus einschließlich Druckmessungen, oxymetrischer Untersuchungen sowie fortlaufender EKG- und…). Für die bedingte Position GOÄ-Nr. 1 gilt zusätzlich: Eigenständige Beratung außerhalb der Eingriffsaufklärung.


Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.

Welche Abrechnungsfehler sollten für „Pulmonale Hypertonie – invasive Rechtsherzkatheterdiagnostik“ vermieden werden?

1.

Prüfpunkt 1

Ruhe-, Belastungs- und Langzeitverfahren sowie ihre Auswertungen sind nur entsprechend dem tatsächlich eingesetzten Verfahren kombinierbar.


2.

Prüfpunkt 2

GOÄ-Nr. 1 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Eigenständige Beratung außerhalb der Eingriffsaufklärung.


3.

Prüfpunkt 3

Bei „Pulmonale Hypertonie – invasive Rechtsherzkatheterdiagnostik“ werden Kern-, Zusatz- und Alternativpositionen nicht getrennt beurteilt.


4.

Prüfpunkt 4

Die ausdrücklich vorgesehene manuelle fachliche Prüfung wird durch eine automatische Übernahme der Kette ersetzt.


5.

Prüfpunkt 5

Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.

Passende GOÄ-Ziffern direkt aus Ihrer Dokumentation finden

Testen Sie die kostenlose GOÄ-KI und erhalten Sie einen nachvollziehbaren Rechnungsvorschlag.

Kardiologie: GOÄ-Leistungen nachvollziehbar dokumentieren und abrechnen

oder

Kostenlos testen

Für „Pulmonale Hypertonie – invasive Rechtsherzkatheterdiagnostik“ führt die Kette GOÄ-Nr. 626 als Kernposition. GOÄ-Nr. 1, GOÄ-Nr. 7, GOÄ-Nr. 424, GOÄ-Nr. 404 und GOÄ-Nr. 405 sowie weitere Positionen kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.

Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. 626. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.

Dieser Artikel behandelt gezielt „Pulmonale Hypertonie – invasive Rechtsherzkatheterdiagnostik“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Angeborener Herzfehler oder Shuntvitium – umfassende Echoabklärung“ sowie „Pulmonale Hypertonie – kardiale und pulmonale Funktionsbeurteilung“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

Autor des Artikels

Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.



© 2026 AvisCode. Alle Rechte vorbehalten.