Entfernung eines Fremdkörpers aus dem Mastdarm
Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Chirurgie: Positionen, Voraussetzungen und Dokumentation für „Entfernung eines Fremdkörpers aus dem Mastdarm“.

Zweck und Anwendbarkeit
Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?
Bergt einen rektalen Fremdkörper möglichst schonend und prüft anschließend Schleimhaut, Sphinkter und Rektum auf Blutung, Perforation oder weitere Verletzungen. Der Eingriff umfasst entfernung von Fremdkörpern aus dem Mastdarm Eine neben der Leistung nach Nummer 3238 erforderliche Rektoskopie ist.
Wann ist sie anwendbar?
Bei klinisch oder bildgebend lokalisiertem Rektumfremdkörper ohne sofortige Laparotomieindikation; Größe, Form, Lage, Einführungsdauer und Perforationszeichen bestimmen analen, endoskopischen oder operativen Zugang. Erforderliche Kernleistung: Entfernung eines Fremdkörpers aus dem Mastdarm; sie muss tatsächlich erbracht und dokumentiert sein.
Fachlicher Kontext
Im konkreten Fall stehen Rektumfremdkörper, Rektumfremdkoerper, Fremdkörper Mastdarm, Fremdkoerper Mastdarm im Mittelpunkt. Für die Auswahl der Wund- oder Eingriffsposition sind Größe, Tiefe, Verschmutzungsgrad, Gewebeschädigung und die konkrete Versorgungstechnik maßgeblich. Anästhesie- oder OP-Zuschläge setzen einen eigenständigen, dokumentierten Leistungsinhalt und die jeweiligen Abrechnungsbedingungen voraus.
GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen
Für „Entfernung eines Fremdkörpers aus dem Mastdarm“ bildet GOÄ-Nr. 3238 die Kernleistung. GOÄ-Nr. 690 ist nur bei dem jeweils beschriebenen zusätzlichen oder alternativen Leistungsinhalt zu prüfen.
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 3238 | Kernposition | Entfernung von Fremdkörpern aus dem Mastdarm Eine neben der Leistung nach Nummer 3238 erforderliche Rektoskopie ist nach Nummer 690 zusätzlich berechnungsfähig. |
| GOÄ-Nr. 690 | Bedingt / alternativ | Rektoskopie – gegebenenfalls einschließlich Probeexzision und/oder Probepunktion. Nur wenn eine Rektoskopie tatsächlich erforderlich und durchgefuehrt wurde; die GOÄ erlaubt sie neben Nr. 3238. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen
Diese Seite beantwortet ausschließlich die Abrechnungsfrage zu „Entfernung eines Fremdkörpers aus dem Mastdarm“. Fachlich nah, aber nach Leistungsumfang getrennt zu prüfen, sind „Operative Entfernung eines tiefsitzenden Fremdkörpers aus Weichteil oder Knochen“ und „Entfernung eines fühlbaren oberflaechlichen Fremdkörpers“. Die eigene Seite jeder Variante verhindert, dass unterschiedliche Indikationen, Verfahren oder Zusatzleistungen zu einer pauschalen Kette vermischt werden.
Dokumentation für diesen Abrechnungsfall
Lokalisation, Ausdehnung und Tiefe des Befunds, Kontaminations- oder Entzündungszeichen, Versorgungstechnik, Anästhesie und Wundverschluss.
Klinischer Bezug der Dokumentation: Rektumfremdkörper, Rektumfremdkoerper, Fremdkörper Mastdarm, Fremdkoerper Mastdarm.
GOÄ-Nr. 3238: vollständige Durchführung und patientenbezogene Befunddokumentation.
Nur wenn eine Rektoskopie tatsächlich erforderlich und durchgefuehrt wurde; die GOÄ erlaubt sie neben Nr. 3238.
Behandlungstag, Leistungserbringer und Zuordnung jeder Position zum konkret dokumentierten Leistungsabschnitt.
Praxisbeispiel
Konkreter Leistungsablauf
Dokumentierter Beispielfall: Entfernung eines Fremdkörpers aus dem Mastdarm. GOÄ-Nr. 3238 wird mit dem vollständigen Leistungsinhalt dokumentiert. Für GOÄ-Nr. 690 muss zusätzlich gelten: Nur wenn eine Rektoskopie tatsächlich erforderlich und durchgefuehrt wurde; die GOÄ erlaubt sie neben Nr. 3238.
Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall
1.
Kleine und große Wunden oder oberflächliche und tiefe Befunde werden ohne dokumentierte Größen- beziehungsweise Tiefenmerkmale gleich eingeordnet.
2.
GOÄ-Nr. 690 wird ergänzt, ohne folgende Voraussetzung zu belegen: Nur wenn eine Rektoskopie tatsächlich erforderlich und durchgefuehrt wurde; die GOÄ erlaubt sie neben Nr. 3238.
3.
„Entfernung eines Fremdkörpers aus dem Mastdarm“ wird mit einer fachlich verwandten, aber im Leistungsumfang abweichenden Kombination gleichgesetzt.
Ähnliche Abrechnungsfälle
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
