Welche GOÄ-Ziffern sind für „Rhesusprophylaxe in der Schwangerschaft mit Verlaufskontrolle und Injektion“ berechnungsfähig?
Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Fachgruppe Gynäkologie und Geburtshilfe für das Thema „Rhesusprophylaxe in der Schwangerschaft mit Verlaufskontrolle und Injektion“.

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „Rhesusprophylaxe in der Schwangerschaft mit Verlaufskontrolle und Injektion“ in Betracht?
Für „Rhesusprophylaxe in der Schwangerschaft mit Verlaufskontrolle und Injektion“ führt die Kette GOÄ-Nr. 24 und GOÄ-Nr. 252 als Kernpositionen. GOÄ-Nr. 415, GOÄ-Nr. 250, GOÄ-Nr. 1002, GOÄ-Nr. 3511 und GOÄ-Nr. 3531 sowie weitere Positionen kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht. Zusätzlich ist eine Auslagen- oder Sachkostenposition getrennt nach § 10 GOÄ zu prüfen.
Bei der Abrechnung von „Rhesusprophylaxe in der Schwangerschaft mit Verlaufskontrolle und Injektion“ stehen Rhesusprophylaxe, Anti-D, Rh-negativ, Schwangerschaft, Injektion. Für die Abrechnungsentscheidung sind insbesondere gynäkologischer oder geburtshilflicher Anlass, Schwangerschaftsphase, Organbezug, Untersuchungsweg und eigenständige operative beziehungsweise diagnostische Schritte maßgeblich. Der Titel der Behandlung ersetzt keinen dieser Leistungsnachweise.
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 24 | Kernposition | Untersuchung im Schwangerschaftsverlauf mit vollständigem Leistungsinhalt. |
| GOÄ-Nr. 415 | Bedingt / alternativ | Schwangerschaftssonographie tatsächlich durchgeführt. |
| GOÄ-Nr. 250 | Bedingt / alternativ | Venöse Blutentnahme für zusätzliche, medizinisch erforderliche Labordiagnostik. |
| GOÄ-Nr. 252 | Kernposition | Intramuskuläre/subkutane Injektion des Anti-D-Präparats tatsächlich durchgeführt; Präparat und Dosis dokumentieren. |
| GOÄ-Nr. 1002 | Bedingt / alternativ | Externe Kardiotokographie bei eigenständiger Indikation. |
| GOÄ-Nr. 3511 | Bedingt / alternativ | Urin-Teststreifen tatsächlich durchgeführt. |
| GOÄ-Nr. 3531 | Bedingt / alternativ | Urinsediment bei eigenständiger Indikation. |
| SACHKOSTEN | Auslage / Sachkosten | Anti-D-Präparat nur als tatsächlich entstandene und nach § 10 GOÄ zulässige Auslage. |
| GOÄ-Nr. 75 | Bedingt / alternativ | Eigenständiger ausführlicher Bericht, z. B. bei besonderem Verlauf. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Wann sind die einzelnen Positionen für „Rhesusprophylaxe in der Schwangerschaft mit Verlaufskontrolle und Injektion“ berechnungsfähig?
Jede Position ist anhand ihres vollständigen Leistungsinhalts und der konkret hinterlegten Abhängigkeiten zu beurteilen.
Kernposition der Kombination
Untersuchung im Schwangerschaftsverlauf mit vollständigem Leistungsinhalt.
Bedingte oder alternative Position
Schwangerschaftssonographie tatsächlich durchgeführt.
Bedingte oder alternative Position
Venöse Blutentnahme für zusätzliche, medizinisch erforderliche Labordiagnostik.
Kernposition der Kombination
Intramuskuläre/subkutane Injektion des Anti-D-Präparats tatsächlich durchgeführt; Präparat und Dosis dokumentieren.
Bedingte oder alternative Position
Externe Kardiotokographie bei eigenständiger Indikation.
Bedingte oder alternative Position
Urin-Teststreifen tatsächlich durchgeführt.
Bedingte oder alternative Position
Urinsediment bei eigenständiger Indikation.
Bedingte oder alternative Position
Anti-D-Präparat nur als tatsächlich entstandene und nach § 10 GOÄ zulässige Auslage.
Bedingte oder alternative Position
Eigenständiger ausführlicher Bericht, z. B. bei besonderem Verlauf.
Welche Abrechnungspfade und Sonderregeln gelten für „Rhesusprophylaxe in der Schwangerschaft mit Verlaufskontrolle und Injektion“?
Hinweise zur Kombination
Besondere Dokumentationsvorgaben
Wie grenzt sich „Rhesusprophylaxe in der Schwangerschaft mit Verlaufskontrolle und Injektion“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?
Dieser Artikel behandelt gezielt „Rhesusprophylaxe in der Schwangerschaft mit Verlaufskontrolle und Injektion“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Blutung in der Frühschwangerschaft mit Ultraschall, hCG-Verlauf und Anämieabklärung“ sowie „Gestationsdiabetes-Abklärung mit Schwangerschaftskontrolle, Glukoseprofil und fetaler Überwachung“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.
Was sollte für die Abrechnung von „Rhesusprophylaxe in der Schwangerschaft mit Verlaufskontrolle und Injektion“ dokumentiert werden?
Behandlungsanlass und konkrete fachliche Fragestellung: Rhesusprophylaxe, Anti-D, Rh-negativ, Schwangerschaft
Anlass, Schwangerschafts- oder Zyklusbezug, untersuchte Organe, Zugangsweg, Befunde und selbständige Behandlungsschritte
GOÄ-Nr. 24: Untersuchung im Schwangerschaftsverlauf mit vollständigem Leistungsinhalt.
GOÄ-Nr. 252: Intramuskuläre/subkutane Injektion des Anti-D-Präparats tatsächlich durchgeführt; Präparat und Dosis dokumentieren.
Schwangerschaftswoche und Indikation
Rhesusstatus/Antikörperbefund
Präparat, Dosis, Charge und Applikationsweg
Tatsächlich verwendete Materialien oder Arzneimittel mit Menge, Kosten und prüffähiger Zuordnung als Auslage
Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „Rhesusprophylaxe in der Schwangerschaft mit Verlaufskontrolle und Injektion“ aussehen?
Dokumentierter Beispielfall
Der Beispielfall dokumentiert „Rhesusprophylaxe in der Schwangerschaft mit Verlaufskontrolle und Injektion“. Vollständig erbracht und getrennt dokumentiert werden GOÄ-Nr. 24 (Untersuchung im Schwangerschaftsverlauf mit vollständigem Leistungsinhalt); GOÄ-Nr. 252 (Intramuskuläre/subkutane Injektion des Anti-D-Präparats tatsächlich durchgeführt; Präparat und Dosis dokumentieren). Für die bedingte Position GOÄ-Nr. 415 gilt zusätzlich: Schwangerschaftssonographie tatsächlich durchgeführt. Die verwendete Auslage Sachkosten / Auslage wird separat und nur in tatsächlich zulässiger Höhe geprüft.
Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.
Welche Auslagen oder Sachkosten sind für „Rhesusprophylaxe in der Schwangerschaft mit Verlaufskontrolle und Injektion“ gesondert zu prüfen?
Auslagen sind keine GOÄ-Leistungsziffern. Sie werden getrennt auf ihre tatsächliche Verwendung, Berechnungsfähigkeit und erforderlichen Rechnungsangaben geprüft.
SACHKOSTEN
Anti-D-Präparat nur als tatsächlich entstandene und nach § 10 GOÄ zulässige Auslage.
Welche Abrechnungsfehler sollten für „Rhesusprophylaxe in der Schwangerschaft mit Verlaufskontrolle und Injektion“ vermieden werden?
1.
Prüfpunkt 1
Vorsorge, kurative Diagnostik, Schwangerschaftsbetreuung und operative Leistungen dürfen nicht allein aufgrund desselben Termins zu einem Paket zusammengezogen werden.
2.
Prüfpunkt 2
GOÄ-Nr. 415 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Schwangerschaftssonographie tatsächlich durchgeführt.
3.
Prüfpunkt 3
Bei „Rhesusprophylaxe in der Schwangerschaft mit Verlaufskontrolle und Injektion“ werden Kern-, Zusatz- und Alternativpositionen nicht getrennt beurteilt.
4.
Prüfpunkt 4
Die ausdrücklich vorgesehene manuelle fachliche Prüfung wird durch eine automatische Übernahme der Kette ersetzt.
5.
Prüfpunkt 5
Sachkosten oder Auslagen werden wie eine GOÄ-Ziffer behandelt oder ohne tatsächliche Verwendung und prüffähigen Kostennachweis übernommen.
6.
Prüfpunkt 6
Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.
Welche Gynäkologie und Geburtshilfe-Abrechnungskombinationen sind fachlich verwandt?
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Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. 24 und GOÄ-Nr. 252. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.
Dieser Artikel behandelt gezielt „Rhesusprophylaxe in der Schwangerschaft mit Verlaufskontrolle und Injektion“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Blutung in der Frühschwangerschaft mit Ultraschall, hCG-Verlauf und Anämieabklärung“ sowie „Gestationsdiabetes-Abklärung mit Schwangerschaftskontrolle, Glukoseprofil und fetaler Überwachung“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
