Rosazea mit Teleangiektasien: Hautbeurteilung und gefäßselektive Lasertherapie

Dermatologie · Akne, Rosazea, Haare und Nägel

FachgruppeDermatologie
ThemenbereichAkne, Rosazea, Haare und Nägel
KernpositionenGOÄ-Nr. 1
Auslagen / Sachkosten1 gesondert zu prüfende Position
PrüfungManuelle fachliche Prüfung erforderlich
GOÄ-Abrechnung für Rosazea mit Teleangiektasien: Hautbeurteilung und gefäßselektive Lasertherapie

Zweck und Anwendbarkeit

Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?

Beurteilt entzündliche Läsionen und mögliche Narbenbildung und kombiniert eine dem Schweregrad angepasste lokale, physikalische oder systemische Behandlung. Die Behandlung umfasst rosazea mit Teleangiektasien: Hautbeurteilung und gefäßselektive Lasertherapie.

Wann ist sie anwendbar?

Bei klinisch gesicherter Akne beziehungsweise Rosazea mit behandlungsbedürftiger Entzündung oder Gefäßzeichnung; Verfahren und Kontrollen richten sich nach Subtyp, Ausdehnung und Vorbehandlung. Bei Varianten gilt: Nur tatsächlich erbrachte und dokumentierte Kernleistungen ansetzen: Rosazea mit Teleangiektasien: Hautbeurteilung und gefäßselektive Lasertherapie.

GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 1KernpositionBeratung – auch mittels Fernsprecher
GOÄ-Nr. 5Bedingt / alternativSymptombezogene Untersuchung. Bei ausschließlich symptombezogener Untersuchung der betroffenen Hautregion.
GOÄ-Nr. 7Bedingt / alternativVollständige körperliche Untersuchung mindestens eines der folgenden Organsysteme. Nur bei vollständiger Untersuchung des gesamten Hautorgans einschließlich Hautanhangsgebilden und sichtbaren Schleimhäuten.
GOÄ-Nr. 750Bedingt / alternativAuflichtmikroskopie der Haut (Dermatoskopie), je Sitzung. Dermatoskopische Differenzialdiagnostik.
GOÄ-Nr. A2440Bedingt / alternativLasertherapie von Teleangiektasen, Warzen und anderen Hautveränderungen mit einer Ausdehnung von bis zu 7 cm², analog Nr. 2440 GOÄ. Bis 7 cm²/kleine Impulszahl.
GOÄ-Nr. A2885Bedingt / alternativLasertherapie von Teleangiektasen, Warzen und anderen Hautveränderungen mit einer Ausdehnung von 7 bis 21 cm², analog Nr. 2885 GOÄ. 7 bis 21 cm²/51 bis 100 Impulse.
GOÄ-Nr. A2886Bedingt / alternativLasertherapie von Teleangiektasen, Warzen und anderen Hautveränderungen mit einer Ausdehnung von mehr als 21 cm², analog Nr. 2886 GOÄ. Über 21 cm²/mehr als 100 Impulse.
GOÄ-Nr. 530Bedingt / alternativKalt- oder Heißpackung(en) oder heiße Rolle, je Sitzung. Kaltpackung.
SACHKOSTENAuslage / SachkostenSachkosten. Verbrauchter Farbstoff bei gepulstem Farbstofflaser.
GOÄ-Nr. 209Bedingt / alternativGroßflächiges Auftragen von Externa (Salben, Cremes etc.) zur Hautbehandlung, mindestens eine Körperregion pro Sitzung. Großflächiges Auftragen eines Externums bei tatsächlich in der Praxis durchgeführter topischer Behandlung.

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Weitere Angaben zu den Positionen

GOÄ 5

Bedingte oder alternative Position

Abrechnungsalternative: clinical_exam
GOÄ 7

Bedingte oder alternative Position

Abrechnungsalternative: clinical_exam
GOÄ A2440

Bedingte oder alternative Position

Analog bewertet zu: 2440
Abrechnungsalternative: laser_extent
GOÄ A2885

Bedingte oder alternative Position

Analog bewertet zu: 2885
Abrechnungsalternative: laser_extent
GOÄ A2886

Bedingte oder alternative Position

Analog bewertet zu: 2886
Abrechnungsalternative: laser_extent

Kombinationsregeln und Alternativen

Hinweise zur Kombination

Bei den dermatologischen Laseranalogien ist der Laser bereits Leistungsinhalt; Nr. 441 nicht zusätzlich ansetzen. Die jeweilige Analogposition höchstens dreimal im Behandlungsfall.
Nr. 441 nicht zusätzlich: Die Laseranwendung ist bereits Bestandteil der dermatologischen Laser-Analogbewertung.
Nr. 444 nicht automatisch ansetzen: Epilation beziehungsweise Teleangiektasienbehandlung ist regelmäßig nicht einer ambulanten Operation nach Art und Begleitumständen gleichwertig.

Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen

Davon abzugrenzen sind „Aknenarben mit medizinisch indizierter Dermabrasion oder Lasertherapie“ sowie „Hirsutismus: dermatologische Abklärung und medizinisch indizierte Epilation“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Dokumentation für diesen Abrechnungsfall

Lokalisation, Anzahl oder Fläche, klinischer Befund, Methode und gegebenenfalls Proben- oder Testumfang

GOÄ-Nr. 1: vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 1

Rosazea-Subtyp und Gefäßbefund

Fläche/Impulszahl

Laserparameter

Tatsächlich verwendete Materialien oder Arzneimittel mit Menge, Kosten und prüffähiger Zuordnung als Auslage

fotografischer Vor-/Nachbefund

Kühlung

gegebenenfalls eingesetztes Externum und behandelte Fläche

Auslagen und Sachkosten

SACHKOSTEN

Sachkosten. Verbrauchter Farbstoff bei gepulstem Farbstofflaser.

Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall

1.

GOÄ-Nr. 5 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Bei ausschließlich symptombezogener Untersuchung der betroffenen Hautregion.

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Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.