Welche GOÄ-Ziffern sind für „Hirsutismus: dermatologische Abklärung und medizinisch indizierte Epilation“ berechnungsfähig?
Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Fachgruppe Dermatologie für das Thema „Hirsutismus: dermatologische Abklärung und medizinisch indizierte Epilation“.

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „Hirsutismus: dermatologische Abklärung und medizinisch indizierte Epilation“ in Betracht?
Für „Hirsutismus: dermatologische Abklärung und medizinisch indizierte Epilation“ führt die Kette GOÄ-Nr. 1 als Kernposition. GOÄ-Nr. 5, GOÄ-Nr. 7, GOÄ-Nr. 250, GOÄ-Nr. 742 und GOÄ-Nr. A2440 sowie weitere Positionen kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.
Bei der Abrechnung von „Hirsutismus: dermatologische Abklärung und medizinisch indizierte Epilation“ stehen Hirsutismus, krankhafter Haarwuchs, Epilation, Elektrokoagulation, Laser-Epilation. Für die Abrechnungsentscheidung sind insbesondere Zahl, Fläche und Lokalisation der Hautveränderungen, diagnostische Methode, Behandlungsverfahren sowie histologische oder allergologische Zusatzleistungen maßgeblich. Der Titel der Behandlung ersetzt keinen dieser Leistungsnachweise.
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 1 | Kernposition | Beratung – auch mittels Fernsprecher |
| GOÄ-Nr. 5 | Bedingt / alternativ | Bei ausschließlich symptombezogener Untersuchung der betroffenen Hautregion. |
| GOÄ-Nr. 7 | Bedingt / alternativ | Nur bei vollständiger Untersuchung des gesamten Hautorgans einschließlich Hautanhangsgebilden und sichtbaren Schleimhäuten. |
| GOÄ-Nr. 250 | Bedingt / alternativ | Venöse Blutentnahme für medizinisch indizierte endokrinologische Labordiagnostik. |
| GOÄ-Nr. 742 | Bedingt / alternativ | Nur bei Epilation von Haaren im Gesicht durch Elektrokoagulation bei generalisiertem krankhaftem Haarwuchs infolge Endokrinopathie, je Sitzung. |
| GOÄ-Nr. A2440 | Bedingt / alternativ | Medizinisch indizierte Laser-Epilation bis 7 cm². |
| GOÄ-Nr. A2885 | Bedingt / alternativ | Laser-Epilation 7 bis 21 cm². |
| GOÄ-Nr. A2886 | Bedingt / alternativ | Laser-Epilation über 21 cm². |
| GOÄ-Nr. 530 | Bedingt / alternativ | Kaltpackung. |
| GOÄ-Nr. 4030 | Bedingt / alternativ | TSH bei medizinisch indizierter endokrinologischer Abklärung tatsächlich bestimmt. |
| GOÄ-Nr. 4038 | Bedingt / alternativ | DHEA-S bei medizinisch indizierter endokrinologischer Abklärung tatsächlich bestimmt. |
| GOÄ-Nr. 4042 | Bedingt / alternativ | Testosteron bei medizinisch indizierter endokrinologischer Abklärung tatsächlich bestimmt. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Wann sind die einzelnen Positionen für „Hirsutismus: dermatologische Abklärung und medizinisch indizierte Epilation“ berechnungsfähig?
Jede Position ist anhand ihres vollständigen Leistungsinhalts und der konkret hinterlegten Abhängigkeiten zu beurteilen.
Kernposition der Kombination
Beratung – auch mittels Fernsprecher
Bedingte oder alternative Position
Bei ausschließlich symptombezogener Untersuchung der betroffenen Hautregion.
Bedingte oder alternative Position
Nur bei vollständiger Untersuchung des gesamten Hautorgans einschließlich Hautanhangsgebilden und sichtbaren Schleimhäuten.
Bedingte oder alternative Position
Venöse Blutentnahme für medizinisch indizierte endokrinologische Labordiagnostik.
Bedingte oder alternative Position
Nur bei Epilation von Haaren im Gesicht durch Elektrokoagulation bei generalisiertem krankhaftem Haarwuchs infolge Endokrinopathie, je Sitzung.
Bedingte oder alternative Position
Medizinisch indizierte Laser-Epilation bis 7 cm².
Bedingte oder alternative Position
Laser-Epilation 7 bis 21 cm².
Bedingte oder alternative Position
Laser-Epilation über 21 cm².
Bedingte oder alternative Position
Kaltpackung.
Bedingte oder alternative Position
TSH bei medizinisch indizierter endokrinologischer Abklärung tatsächlich bestimmt.
Bedingte oder alternative Position
DHEA-S bei medizinisch indizierter endokrinologischer Abklärung tatsächlich bestimmt.
Bedingte oder alternative Position
Testosteron bei medizinisch indizierter endokrinologischer Abklärung tatsächlich bestimmt.
Welche Abrechnungspfade und Sonderregeln gelten für „Hirsutismus: dermatologische Abklärung und medizinisch indizierte Epilation“?
Hinweise zur Kombination
Besondere Dokumentationsvorgaben
Wie grenzt sich „Hirsutismus: dermatologische Abklärung und medizinisch indizierte Epilation“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?
Dieser Artikel behandelt gezielt „Hirsutismus: dermatologische Abklärung und medizinisch indizierte Epilation“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Aknenarben mit medizinisch indizierter Dermabrasion oder Lasertherapie“ sowie „Rosazea mit Teleangiektasien: Hautbeurteilung und gefäßselektive Lasertherapie“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.
Was sollte für die Abrechnung von „Hirsutismus: dermatologische Abklärung und medizinisch indizierte Epilation“ dokumentiert werden?
Behandlungsanlass und konkrete fachliche Fragestellung: Hirsutismus, krankhafter Haarwuchs, Epilation, Elektrokoagulation
Lokalisation, Anzahl oder Fläche, klinischer Befund, Methode und gegebenenfalls Proben- oder Testumfang
GOÄ-Nr. 1: vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 1
Ausmaß und Lokalisation
Hinweise auf Endokrinopathie
Labordiagnostikauftrag
Behandlungstag, eigenständige Leistungsschritte und die Zuordnung jeder Position zur tatsächlichen Dokumentation
Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „Hirsutismus: dermatologische Abklärung und medizinisch indizierte Epilation“ aussehen?
Dokumentierter Beispielfall
Der Beispielfall dokumentiert „Hirsutismus: dermatologische Abklärung und medizinisch indizierte Epilation“. Vollständig erbracht und getrennt dokumentiert werden GOÄ-Nr. 1 (vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 1). Für die bedingte Position GOÄ-Nr. 5 gilt zusätzlich: Bei ausschließlich symptombezogener Untersuchung der betroffenen Hautregion.
Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.
Welche Abrechnungsfehler sollten für „Hirsutismus: dermatologische Abklärung und medizinisch indizierte Epilation“ vermieden werden?
1.
Prüfpunkt 1
Flächen-, Mengen- und Sitzungsgrenzen müssen aus der tatsächlich behandelten Ausdehnung folgen und dürfen nicht aus der Diagnose geschätzt werden.
2.
Prüfpunkt 2
GOÄ-Nr. 5 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Bei ausschließlich symptombezogener Untersuchung der betroffenen Hautregion.
3.
Prüfpunkt 3
Bei „Hirsutismus: dermatologische Abklärung und medizinisch indizierte Epilation“ werden Kern-, Zusatz- und Alternativpositionen nicht getrennt beurteilt.
4.
Prüfpunkt 4
Die ausdrücklich vorgesehene manuelle fachliche Prüfung wird durch eine automatische Übernahme der Kette ersetzt.
5.
Prüfpunkt 5
Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.
Welche Dermatologie-Abrechnungskombinationen sind fachlich verwandt?
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Rosazea mit Teleangiektasien: Hautbeurteilung und gefäßselektive Lasertherapie
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Keloid oder hypertrophe Narbe mit Infiltration und möglicher medizinischer Laser-/Schleifbehandlung
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. 1. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.
Dieser Artikel behandelt gezielt „Hirsutismus: dermatologische Abklärung und medizinisch indizierte Epilation“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Aknenarben mit medizinisch indizierter Dermabrasion oder Lasertherapie“ sowie „Rosazea mit Teleangiektasien: Hautbeurteilung und gefäßselektive Lasertherapie“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
