Welche GOÄ-Ziffern sind für „Strabismusoperation – gerader Augenmuskel“ berechnungsfähig?
Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Fachgruppe Augenheilkunde für das Thema „Strabismusoperation – gerader Augenmuskel“.

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „Strabismusoperation – gerader Augenmuskel“ in Betracht?
Für „Strabismusoperation – gerader Augenmuskel“ führt die Kette GOÄ-Nr. 1330 als Kernposition. GOÄ-Nr. 1331, GOÄ-Nr. A7019-PRISMENADAPTION und GOÄ-Nr. A7025-FADENOPERATION kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.
Bei der Abrechnung von „Strabismusoperation – gerader Augenmuskel“ stehen Schieloperation, gerader Augenmuskel. Für die Abrechnungsentscheidung sind insbesondere untersuchtes Auge, Ein- oder Beidseitigkeit, Messverfahren, operative Teilschritte und gegenseitige Leistungsausschlüsse maßgeblich. Der Titel der Behandlung ersetzt keinen dieser Leistungsnachweise.
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 1330 | Kernposition | Korrektur einer Schielstellung an einem geraden Augenmuskel |
| GOÄ-Nr. 1331 | Bedingt / alternativ | Nur für jeden weiteren tatsächlich operierten geraden Muskel. |
| GOÄ-Nr. A7019-PRISMENADAPTION | Bedingt / alternativ | Prismenadaptationstest vor Augenmuskeloperationen, je Sitzung |
| GOÄ-Nr. A7025-FADENOPERATION | Bedingt / alternativ | Nur bei tatsächlicher retroäquatorialer Myopexie nach Cüppers. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Wann sind die einzelnen Positionen für „Strabismusoperation – gerader Augenmuskel“ berechnungsfähig?
Jede Position ist anhand ihres vollständigen Leistungsinhalts und der konkret hinterlegten Abhängigkeiten zu beurteilen.
Kernposition der Kombination
Korrektur einer Schielstellung an einem geraden Augenmuskel
Bedingte oder alternative Position
Nur für jeden weiteren tatsächlich operierten geraden Muskel.
Bedingte oder alternative Position
Prismenadaptationstest vor Augenmuskeloperationen, je Sitzung
Bedingte oder alternative Position
Nur bei tatsächlicher retroäquatorialer Myopexie nach Cüppers.
Welche Abrechnungspfade und Sonderregeln gelten für „Strabismusoperation – gerader Augenmuskel“?
Besondere Dokumentationsvorgaben
Wie grenzt sich „Strabismusoperation – gerader Augenmuskel“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?
Dieser Artikel behandelt gezielt „Strabismusoperation – gerader Augenmuskel“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Strabismusoperation – schräger Augenmuskel“ sowie „Zyklotropie oder okuläre Kopfzwangshaltung – Spezialdiagnostik“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.
Was sollte für die Abrechnung von „Strabismusoperation – gerader Augenmuskel“ dokumentiert werden?
Behandlungsanlass und konkrete fachliche Fragestellung: Schieloperation, gerader Augenmuskel
Auge beziehungsweise Seite, Mess- oder Operationstechnik, Befund und Umfang jedes selbständigen Teilschritts
GOÄ-Nr. 1330: Korrektur einer Schielstellung an einem geraden Augenmuskel
präoperativer Schielwinkel
operierte Muskeln
Operationstechnik
Behandlungstag, eigenständige Leistungsschritte und die Zuordnung jeder Position zur tatsächlichen Dokumentation
Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „Strabismusoperation – gerader Augenmuskel“ aussehen?
Dokumentierter Beispielfall
Der Beispielfall dokumentiert „Strabismusoperation – gerader Augenmuskel“. Vollständig erbracht und getrennt dokumentiert werden GOÄ-Nr. 1330 (Korrektur einer Schielstellung an einem geraden Augenmuskel). Für die bedingte Position GOÄ-Nr. 1331 gilt zusätzlich: Nur für jeden weiteren tatsächlich operierten geraden Muskel.
Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.
Welche Abrechnungsfehler sollten für „Strabismusoperation – gerader Augenmuskel“ vermieden werden?
1.
Prüfpunkt 1
Ein- und beidseitige Leistungen sowie alternative ophthalmologische Verfahren dürfen nicht ohne Prüfung der jeweiligen Leistungslegende addiert werden.
2.
Prüfpunkt 2
GOÄ-Nr. 1331 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur für jeden weiteren tatsächlich operierten geraden Muskel.
3.
Prüfpunkt 3
Bei „Strabismusoperation – gerader Augenmuskel“ werden Kern-, Zusatz- und Alternativpositionen nicht getrennt beurteilt.
4.
Prüfpunkt 4
Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.
Welche Augenheilkunde-Abrechnungskombinationen sind fachlich verwandt?
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Strabismusoperation – schräger Augenmuskel
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Zyklotropie oder okuläre Kopfzwangshaltung – Spezialdiagnostik
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Amblyopieverdacht beim Kind – objektive Refraktion und binokulare Diagnostik
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. 1330. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.
Dieser Artikel behandelt gezielt „Strabismusoperation – gerader Augenmuskel“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Strabismusoperation – schräger Augenmuskel“ sowie „Zyklotropie oder okuläre Kopfzwangshaltung – Spezialdiagnostik“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
