Wie lässt sich „Sportärztliche Untersuchung mit EKG, Lungenfunktion, Pulsoxymetrie und Urintest“ nach GOÄ abrechnen?

Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der hausärztlichen Medizin: Positionen, Voraussetzungen und Dokumentation für „Sportärztliche Untersuchung mit EKG, Lungenfunktion, Pulsoxymetrie und Urintest“.

FachgruppeHausärztliche Medizin
Nur bei ZusatzleistungGOÄ-Nr. 75
PrüfmaßstabLeistungsinhalt, Ausschlüsse und Dokumentation einzeln prüfen
GOÄ-Abrechnung für Sportärztliche Untersuchung mit EKG, Lungenfunktion, Pulsoxymetrie und Urintest

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „Sportärztliche Untersuchung mit EKG, Lungenfunktion, Pulsoxymetrie und Urintest“ in Betracht?

Für „Sportärztliche Untersuchung mit EKG, Lungenfunktion, Pulsoxymetrie und Urintest“ bildet GOÄ-Nr. 1, GOÄ-Nr. 7, GOÄ-Nr. 651, GOÄ-Nr. 605, GOÄ-Nr. 605a, GOÄ-Nr. 602 sowie GOÄ-Nr. 3652 die dokumentierten Kernleistungen. GOÄ-Nr. 75 ist nur bei dem jeweils beschriebenen zusätzlichen oder alternativen Leistungsinhalt zu prüfen.

Im konkreten Fall stehen Sportmedizin, Sporttauglichkeit, EKG, Lungenfunktion im Mittelpunkt. Beratung und körperliche Untersuchung sind von den technischen Messungen zu trennen. Ruhe-, Langzeit- und erweiterte Funktionsdiagnostik benötigen jeweils eine eigene Indikation, vollständige Durchführung und ärztliche Befundung.

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 1KernpositionBeratung – auch mittels Fernsprecher
GOÄ-Nr. 7KernpositionVollständige körperliche Untersuchung mindestens eines der folgenden Organsysteme
GOÄ-Nr. 651KernpositionElektrokardiographische Untersuchung in Ruhe – auch gegebenenfalls nach Belastung – mit Extremitäten- und Brustwandableitungen (mindestens neun Ableitungen)
GOÄ-Nr. 605KernpositionRuhespirographische Untersuchung (im geschlossenen oder offenen System) mit fortlaufend registrierenden Methoden
GOÄ-Nr. 605aKernpositionDarstellung der Flußvolumenkurve bei spirographischen Untersuchungen – einschließlich graphischer Registrierung und Dokumentation
GOÄ-Nr. 602KernpositionOxymetrische Untersuchung(en) (Bestimmung der prozentualen Sauerstoffsättigung im Blut) – gegebenenfalls einschließlich Bestimmung(en) nach Belastung
GOÄ-Nr. 75Bedingt / alternativNur bei eigenständigem ausführlichem Bericht mit erfüllter Leistungslegende.
GOÄ-Nr. 3652KernpositionStreifentest im Urin, auch bei Verwendung eines Mehrfachreagenzträgers, je Untersuchung

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Wann sind die einzelnen Positionen für „Sportärztliche Untersuchung mit EKG, Lungenfunktion, Pulsoxymetrie und Urintest“ berechnungsfähig?

Jede Position ist anhand ihres vollständigen Leistungsinhalts und der konkret hinterlegten Abhängigkeiten zu beurteilen.

GOÄ 1

Kernposition der Kombination

Beratung – auch mittels Fernsprecher

GOÄ 7

Kernposition der Kombination

Vollständige körperliche Untersuchung mindestens eines der folgenden Organsysteme

GOÄ 651

Kernposition der Kombination

Elektrokardiographische Untersuchung in Ruhe – auch gegebenenfalls nach Belastung – mit Extremitäten- und Brustwandableitungen (mindestens neun Ableitungen)

GOÄ 605

Kernposition der Kombination

Ruhespirographische Untersuchung (im geschlossenen oder offenen System) mit fortlaufend registrierenden Methoden

GOÄ 605a

Kernposition der Kombination

Darstellung der Flußvolumenkurve bei spirographischen Untersuchungen – einschließlich graphischer Registrierung und Dokumentation

GOÄ 602

Kernposition der Kombination

Oxymetrische Untersuchung(en) (Bestimmung der prozentualen Sauerstoffsättigung im Blut) – gegebenenfalls einschließlich Bestimmung(en) nach Belastung

GOÄ 75

Bedingte oder alternative Position

Nur bei eigenständigem ausführlichem Bericht mit erfüllter Leistungslegende.

GOÄ 3652

Kernposition der Kombination

Streifentest im Urin, auch bei Verwendung eines Mehrfachreagenzträgers, je Untersuchung

Wie grenzt sich „Sportärztliche Untersuchung mit EKG, Lungenfunktion, Pulsoxymetrie und Urintest“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?

Diese Seite beantwortet ausschließlich die Abrechnungsfrage zu „Sportärztliche Untersuchung mit EKG, Lungenfunktion, Pulsoxymetrie und Urintest“. Fachlich nah, aber nach Leistungsumfang getrennt zu prüfen, sind „EKG, Lungenfunktion und Pulsoxymetrie mit zwei Befundberichten“ und „Lungenfunktion und Pulsoxymetrie mit Befundbericht“. Die eigene Seite jeder Variante verhindert, dass unterschiedliche Indikationen, Verfahren oder Zusatzleistungen zu einer pauschalen Kette vermischt werden.

Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.

Was sollte für die Abrechnung von „Sportärztliche Untersuchung mit EKG, Lungenfunktion, Pulsoxymetrie und Urintest“ dokumentiert werden?

Indikation, Messdauer und Geräteeinsatz, verwertbare Kurven oder Messwerte, ärztliche Auswertung, Befund sowie Konsequenz für Diagnostik oder Therapie.

Klinischer Bezug der Dokumentation: Sportmedizin, Sporttauglichkeit, EKG, Lungenfunktion.

GOÄ-Nr. 1: vollständige Durchführung und patientenbezogene Befunddokumentation.

GOÄ-Nr. 7: vollständige Durchführung und patientenbezogene Befunddokumentation.

GOÄ-Nr. 651: vollständige Durchführung und patientenbezogene Befunddokumentation.

GOÄ-Nr. 605: vollständige Durchführung und patientenbezogene Befunddokumentation.

Nur bei eigenständigem ausführlichem Bericht mit erfüllter Leistungslegende.; ärztliche Bescheinigung.

Behandlungstag, Leistungserbringer und Zuordnung jeder Position zum konkret dokumentierten Leistungsabschnitt.

Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „Sportärztliche Untersuchung mit EKG, Lungenfunktion, Pulsoxymetrie und Urintest“ aussehen?

Dokumentierter Beispielfall

Dokumentierter Beispielfall: Sportärztliche Untersuchung mit EKG, Lungenfunktion, Pulsoxymetrie und Urintest. GOÄ-Nr. 1, GOÄ-Nr. 7, GOÄ-Nr. 651, GOÄ-Nr. 605, GOÄ-Nr. 605a, GOÄ-Nr. 602 sowie GOÄ-Nr. 3652 werden mit dem vollständigen Leistungsinhalt dokumentiert. Für GOÄ-Nr. 75 muss zusätzlich gelten: Nur bei eigenständigem ausführlichem Bericht mit erfüllter Leistungslegende.; ärztliche Bescheinigung.


Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.

Welche Abrechnungsfehler sollten für „Sportärztliche Untersuchung mit EKG, Lungenfunktion, Pulsoxymetrie und Urintest“ vermieden werden?

1.

Prüfpunkt 1

Mehrere technische Verfahren oder Befundberichte werden angesetzt, obwohl nur eine Messung oder keine eigenständige ärztliche Auswertung dokumentiert ist.


2.

Prüfpunkt 2

GOÄ-Nr. 75 wird ergänzt, ohne folgende Voraussetzung zu belegen: Nur bei eigenständigem ausführlichem Bericht mit erfüllter Leistungslegende.; ärztliche Bescheinigung.


3.

Prüfpunkt 3

„Sportärztliche Untersuchung mit EKG, Lungenfunktion, Pulsoxymetrie und Urintest“ wird mit einer fachlich verwandten, aber im Leistungsumfang abweichenden Kombination gleichgesetzt.


4.

Prüfpunkt 4

Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.

Welche Hausärztliche Medizin-Abrechnungskombinationen sind fachlich verwandt?

Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.

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Für „Sportärztliche Untersuchung mit EKG, Lungenfunktion, Pulsoxymetrie und Urintest“ bildet GOÄ-Nr. 1, GOÄ-Nr. 7, GOÄ-Nr. 651, GOÄ-Nr. 605, GOÄ-Nr. 605a, GOÄ-Nr. 602 sowie GOÄ-Nr. 3652 die dokumentierten Kernleistungen. GOÄ-Nr. 75 ist nur bei dem jeweils beschriebenen zusätzlichen oder alternativen Leistungsinhalt zu prüfen.

Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. 1, GOÄ-Nr. 7, GOÄ-Nr. 651, GOÄ-Nr. 605, GOÄ-Nr. 605a, GOÄ-Nr. 602 und GOÄ-Nr. 3652. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.

Diese Seite beantwortet ausschließlich die Abrechnungsfrage zu „Sportärztliche Untersuchung mit EKG, Lungenfunktion, Pulsoxymetrie und Urintest“. Fachlich nah, aber nach Leistungsumfang getrennt zu prüfen, sind „EKG, Lungenfunktion und Pulsoxymetrie mit zwei Befundberichten“ und „Lungenfunktion und Pulsoxymetrie mit Befundbericht“. Die eigene Seite jeder Variante verhindert, dass unterschiedliche Indikationen, Verfahren oder Zusatzleistungen zu einer pauschalen Kette vermischt werden.

Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

Autor des Artikels

Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.



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