Welche GOÄ-Ziffern sind für „Abdominelles Aortenaneurysma – sonographische Verlaufskontrolle und kardiovaskuläre Risikobeurteilung“ berechnungsfähig?
Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Fachgruppe Kardiologie für das Thema „Abdominelles Aortenaneurysma – sonographische Verlaufskontrolle und kardiovaskuläre Risikobeurteilung“.

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „Abdominelles Aortenaneurysma – sonographische Verlaufskontrolle und kardiovaskuläre Risikobeurteilung“ in Betracht?
Für „Abdominelles Aortenaneurysma – sonographische Verlaufskontrolle und kardiovaskuläre Risikobeurteilung“ führt die Kette GOÄ-Nr. 1, GOÄ-Nr. 7, GOÄ-Nr. 651 und GOÄ-Nr. 410 als Kernpositionen. GOÄ-Nr. 420, GOÄ-Nr. 401, GOÄ-Nr. 404, GOÄ-Nr. 654 und GOÄ-Nr. 602 sowie weitere Positionen kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.
Bei der Abrechnung von „Abdominelles Aortenaneurysma – sonographische Verlaufskontrolle und kardiovaskuläre Risikobeurteilung“ stehen Aortenaneurysma, Aorta abdominalis, AAA, Sonographie, Verlaufskontrolle. Für die Abrechnungsentscheidung sind insbesondere Ruhe- oder Belastungssituation, Ableitungs- und Aufzeichnungsumfang, Messdauer, Auswertung sowie alternative invasive oder nichtinvasive Verfahren maßgeblich. Der Titel der Behandlung ersetzt keinen dieser Leistungsnachweise.
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 1 | Kernposition | Eigenständige Beratung, auch telefonisch möglich. |
| GOÄ-Nr. 7 | Kernposition | Vollständige Untersuchung eines erweiterten Organsystems, hier Thorax/Herz-Kreislauf-System. |
| GOÄ-Nr. 651 | Kernposition | Eigenständiges Ruhe-EKG mit mindestens neun Ableitungen, vollständiger Dokumentation und ärztlicher Auswertung. |
| GOÄ-Nr. 410 | Kernposition | Aorta abdominalis als untersuchtes Organ/Gefäß benennen. |
| GOÄ-Nr. 420 | Bedingt / alternativ | Weitere relevante Gefäße/Organe benennen. |
| GOÄ-Nr. 401 | Bedingt / alternativ | Zusätzliches Duplexverfahren. |
| GOÄ-Nr. 404 | Bedingt / alternativ | Zusätzliche Frequenzspektrumanalyse. |
| GOÄ-Nr. 654 | Bedingt / alternativ | Langzeitblutdruckmessung von mindestens 18 Stunden Dauer – einschließlich Aufzeichnung und Auswertung |
| GOÄ-Nr. 602 | Bedingt / alternativ | Eigenständige Pulsoxymetrie bei gesonderter klinischer Fragestellung; nicht zusätzlich, soweit sie Bestandteil der Spiroergometrie nach Nr. 606 ist. |
| GOÄ-Nr. 250 | Bedingt / alternativ | Venöse Blutentnahme tatsächlich durchgeführt; Laborleistungen nur bei eigener zulässiger Leistungserbringung zusätzlich. |
| GOÄ-Nr. 60 | Bedingt / alternativ | Tatsächliche konsiliarische Erörterung mit einem anderen liquidationsberechtigten Arzt, auch telefonisch; Inhalt und Gesprächspartner dokumentieren. |
| GOÄ-Nr. 75 | Bedingt / alternativ | Nur bei eigenständigem ausführlichem Krankheits- oder Befundbericht mit Anamnese, Befunden und epikritischer Bewertung; ein technischer Kurzbefund genügt nicht. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Wann sind die einzelnen Positionen für „Abdominelles Aortenaneurysma – sonographische Verlaufskontrolle und kardiovaskuläre Risikobeurteilung“ berechnungsfähig?
Jede Position ist anhand ihres vollständigen Leistungsinhalts und der konkret hinterlegten Abhängigkeiten zu beurteilen.
Kernposition der Kombination
Eigenständige Beratung, auch telefonisch möglich.
Kernposition der Kombination
Vollständige Untersuchung eines erweiterten Organsystems, hier Thorax/Herz-Kreislauf-System.
Kernposition der Kombination
Eigenständiges Ruhe-EKG mit mindestens neun Ableitungen, vollständiger Dokumentation und ärztlicher Auswertung.
Kernposition der Kombination
Aorta abdominalis als untersuchtes Organ/Gefäß benennen.
Bedingte oder alternative Position
Weitere relevante Gefäße/Organe benennen.
Bedingte oder alternative Position
Zusätzliches Duplexverfahren.
Bedingte oder alternative Position
Zusätzliche Frequenzspektrumanalyse.
Bedingte oder alternative Position
Langzeitblutdruckmessung von mindestens 18 Stunden Dauer – einschließlich Aufzeichnung und Auswertung
Bedingte oder alternative Position
Eigenständige Pulsoxymetrie bei gesonderter klinischer Fragestellung; nicht zusätzlich, soweit sie Bestandteil der Spiroergometrie nach Nr. 606 ist.
Bedingte oder alternative Position
Venöse Blutentnahme tatsächlich durchgeführt; Laborleistungen nur bei eigener zulässiger Leistungserbringung zusätzlich.
Bedingte oder alternative Position
Tatsächliche konsiliarische Erörterung mit einem anderen liquidationsberechtigten Arzt, auch telefonisch; Inhalt und Gesprächspartner dokumentieren.
Bedingte oder alternative Position
Nur bei eigenständigem ausführlichem Krankheits- oder Befundbericht mit Anamnese, Befunden und epikritischer Bewertung; ein technischer Kurzbefund genügt nicht.
Welche Abrechnungspfade und Sonderregeln gelten für „Abdominelles Aortenaneurysma – sonographische Verlaufskontrolle und kardiovaskuläre Risikobeurteilung“?
Besondere Dokumentationsvorgaben
Wie grenzt sich „Abdominelles Aortenaneurysma – sonographische Verlaufskontrolle und kardiovaskuläre Risikobeurteilung“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?
Dieser Artikel behandelt gezielt „Abdominelles Aortenaneurysma – sonographische Verlaufskontrolle und kardiovaskuläre Risikobeurteilung“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Arterielle Hypertonie – Erstdiagnostik mit Langzeit-Blutdruck und kardialer Organbeurteilung“ sowie „Therapieresistente Hypertonie – erweiterte kardiale und vaskuläre Sekundärdiagnostik“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.
Was sollte für die Abrechnung von „Abdominelles Aortenaneurysma – sonographische Verlaufskontrolle und kardiovaskuläre Risikobeurteilung“ dokumentiert werden?
Behandlungsanlass und konkrete fachliche Fragestellung: Aortenaneurysma, Aorta abdominalis, AAA, Sonographie
Indikation, Ruhe- oder Belastungsprotokoll, Ableitungen beziehungsweise Messdauer, Befund und ärztliche Auswertung
GOÄ-Nr. 1: Eigenständige Beratung, auch telefonisch möglich.
GOÄ-Nr. 7: Vollständige Untersuchung eines erweiterten Organsystems, hier Thorax/Herz-Kreislauf-System.
GOÄ-Nr. 651: Eigenständiges Ruhe-EKG mit mindestens neun Ableitungen, vollständiger Dokumentation und ärztlicher Auswertung.
maximaler Durchmesser und Messmethode
Aneurysmaabschnitt und Verlauf
Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „Abdominelles Aortenaneurysma – sonographische Verlaufskontrolle und kardiovaskuläre Risikobeurteilung“ aussehen?
Dokumentierter Beispielfall
Der Beispielfall dokumentiert „Abdominelles Aortenaneurysma – sonographische Verlaufskontrolle und kardiovaskuläre Risikobeurteilung“. Vollständig erbracht und getrennt dokumentiert werden GOÄ-Nr. 1 (Eigenständige Beratung, auch telefonisch möglich); GOÄ-Nr. 7 (Vollständige Untersuchung eines erweiterten Organsystems, hier Thorax/Herz-Kreislauf-System); GOÄ-Nr. 651 (Eigenständiges Ruhe-EKG mit mindestens neun Ableitungen, vollständiger Dokumentation und ärztlicher Auswertung); GOÄ-Nr. 410 (Aorta abdominalis als untersuchtes Organ/Gefäß benennen). Für die bedingte Position GOÄ-Nr. 420 gilt zusätzlich: Weitere relevante Gefäße/Organe benennen.
Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.
Welche Abrechnungsfehler sollten für „Abdominelles Aortenaneurysma – sonographische Verlaufskontrolle und kardiovaskuläre Risikobeurteilung“ vermieden werden?
1.
Prüfpunkt 1
Ruhe-, Belastungs- und Langzeitverfahren sowie ihre Auswertungen sind nur entsprechend dem tatsächlich eingesetzten Verfahren kombinierbar.
2.
Prüfpunkt 2
GOÄ-Nr. 420 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Weitere relevante Gefäße/Organe benennen.
3.
Prüfpunkt 3
Bei „Abdominelles Aortenaneurysma – sonographische Verlaufskontrolle und kardiovaskuläre Risikobeurteilung“ werden Kern-, Zusatz- und Alternativpositionen nicht getrennt beurteilt.
4.
Prüfpunkt 4
Die ausdrücklich vorgesehene manuelle fachliche Prüfung wird durch eine automatische Übernahme der Kette ersetzt.
5.
Prüfpunkt 5
Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.
Welche Kardiologie-Abrechnungskombinationen sind fachlich verwandt?
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Arterielle Hypertonie – Erstdiagnostik mit Langzeit-Blutdruck und kardialer Organbeurteilung
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Therapieresistente Hypertonie – erweiterte kardiale und vaskuläre Sekundärdiagnostik
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Karotisatherosklerose – vollständige extrakranielle Duplexdiagnostik
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. 1, GOÄ-Nr. 7, GOÄ-Nr. 651 und GOÄ-Nr. 410. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.
Dieser Artikel behandelt gezielt „Abdominelles Aortenaneurysma – sonographische Verlaufskontrolle und kardiovaskuläre Risikobeurteilung“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Arterielle Hypertonie – Erstdiagnostik mit Langzeit-Blutdruck und kardialer Organbeurteilung“ sowie „Therapieresistente Hypertonie – erweiterte kardiale und vaskuläre Sekundärdiagnostik“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
