Welche GOÄ-Ziffern sind für „Komplexer Wechsel eines eingewachsenen Pessars/Rings mit Sonographie und Wundversorgung“ berechnungsfähig?
Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Fachgruppe Gynäkologie und Geburtshilfe für das Thema „Komplexer Wechsel eines eingewachsenen Pessars/Rings mit Sonographie und Wundversorgung“.

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „Komplexer Wechsel eines eingewachsenen Pessars/Rings mit Sonographie und Wundversorgung“ in Betracht?
Für „Komplexer Wechsel eines eingewachsenen Pessars/Rings mit Sonographie und Wundversorgung“ führt die Kette GOÄ-Nr. 1, GOÄ-Nr. 7, GOÄ-Nr. 410 und GOÄ-Nr. 1089 als Kernpositionen. GOÄ-Nr. 403, GOÄ-Nr. 490, GOÄ-Nr. 491, GOÄ-Nr. 2006 und GOÄ-Nr. 298 sowie weitere Positionen kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.
Bei der Abrechnung von „Komplexer Wechsel eines eingewachsenen Pessars/Rings mit Sonographie und Wundversorgung“ stehen eingewachsenes Pessar, Ring entfernen, Pessarerosion, Vaginalverletzung, Pessarwechsel, Ringwechsel. Für die Abrechnungsentscheidung sind insbesondere gynäkologischer oder geburtshilflicher Anlass, Schwangerschaftsphase, Organbezug, Untersuchungsweg und eigenständige operative beziehungsweise diagnostische Schritte maßgeblich. Der Titel der Behandlung ersetzt keinen dieser Leistungsnachweise.
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 1 | Kernposition | Beratung – auch mittels Fernsprecher |
| GOÄ-Nr. 7 | Kernposition | Vollständige körperliche Untersuchung mindestens eines der folgenden Organsysteme |
| GOÄ-Nr. 410 | Kernposition | Ultraschalluntersuchung eines Organs |
| GOÄ-Nr. 403 | Bedingt / alternativ | Zuschlag bei tatsächlich transkavitär durchgeführter Sonographie; setzt eine passende Sonographie-Grundleistung voraus. |
| GOÄ-Nr. 490 | Bedingt / alternativ | Kleine Infiltrationsanästhesie. |
| GOÄ-Nr. 491 | Bedingt / alternativ | Große Infiltrationsanästhesie. |
| GOÄ-Nr. 2006 | Bedingt / alternativ | Nur bei tatsächlich sekundär heilender oder infizierter Wunde in einer späteren Inanspruchnahme; keine routinemäßige OP-Nachkontrolle. |
| GOÄ-Nr. 298 | Bedingt / alternativ | Mikrobiologischer Abstrich. |
| GOÄ-Nr. 250 | Bedingt / alternativ | Blutentnahme mittels Spritze, Kanüle oder Katheter aus der Vene |
| GOÄ-Nr. 3550 | Bedingt / alternativ | Blutbild und Blutbildbestandteile |
| GOÄ-Nr. 75 | Bedingt / alternativ | Umfassender Bericht mit Anamnese, Befunden, Beurteilung und ggf. Therapie. |
| GOÄ-Nr. 420 | Bedingt / alternativ | Je weiteres tatsächlich untersuchtes Organ/Region im Anschluss an genau eine Grundleistung nach Nr. 410–418; insgesamt höchstens dreimal je Sitzung; jedes Organ/Region benennen. |
| GOÄ-Nr. 1089 | Kernposition | Operative Entfernung eines eingewachsenen Ringes aus der Scheide mit vollständigem Leistungsinhalt. |
| GOÄ-Nr. 1087 | Bedingt / alternativ | Einlegen/Wechseln eines neuen Ringes nur in einer gesonderten, tatsächlich erbrachten Versorgung. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Wann sind die einzelnen Positionen für „Komplexer Wechsel eines eingewachsenen Pessars/Rings mit Sonographie und Wundversorgung“ berechnungsfähig?
Jede Position ist anhand ihres vollständigen Leistungsinhalts und der konkret hinterlegten Abhängigkeiten zu beurteilen.
Kernposition der Kombination
Beratung – auch mittels Fernsprecher
Kernposition der Kombination
Vollständige körperliche Untersuchung mindestens eines der folgenden Organsysteme
Kernposition der Kombination
Ultraschalluntersuchung eines Organs
Bedingte oder alternative Position
Zuschlag bei tatsächlich transkavitär durchgeführter Sonographie; setzt eine passende Sonographie-Grundleistung voraus.
Bedingte oder alternative Position
Kleine Infiltrationsanästhesie.
Bedingte oder alternative Position
Große Infiltrationsanästhesie.
Bedingte oder alternative Position
Nur bei tatsächlich sekundär heilender oder infizierter Wunde in einer späteren Inanspruchnahme; keine routinemäßige OP-Nachkontrolle.
Bedingte oder alternative Position
Mikrobiologischer Abstrich.
Bedingte oder alternative Position
Blutentnahme mittels Spritze, Kanüle oder Katheter aus der Vene
Bedingte oder alternative Position
Blutbild und Blutbildbestandteile
Bedingte oder alternative Position
Umfassender Bericht mit Anamnese, Befunden, Beurteilung und ggf. Therapie.
Bedingte oder alternative Position
Je weiteres tatsächlich untersuchtes Organ/Region im Anschluss an genau eine Grundleistung nach Nr. 410–418; insgesamt höchstens dreimal je Sitzung; jedes Organ/Region benennen.
Kernposition der Kombination
Operative Entfernung eines eingewachsenen Ringes aus der Scheide mit vollständigem Leistungsinhalt.
Bedingte oder alternative Position
Einlegen/Wechseln eines neuen Ringes nur in einer gesonderten, tatsächlich erbrachten Versorgung.
Welche Abrechnungspfade und Sonderregeln gelten für „Komplexer Wechsel eines eingewachsenen Pessars/Rings mit Sonographie und Wundversorgung“?
Hinweise zur Kombination
Besondere Dokumentationsvorgaben
Wie grenzt sich „Komplexer Wechsel eines eingewachsenen Pessars/Rings mit Sonographie und Wundversorgung“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?
Dieser Artikel behandelt gezielt „Komplexer Wechsel eines eingewachsenen Pessars/Rings mit Sonographie und Wundversorgung“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Rezidivierender Harnwegsinfekt mit Becken-/Nierensonographie, Katheterurin und Instillation“ sowie „Harninkontinenz mit gynäkologischer Untersuchung, Restharnsonographie, Katheterismus und Urodynamik“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.
Was sollte für die Abrechnung von „Komplexer Wechsel eines eingewachsenen Pessars/Rings mit Sonographie und Wundversorgung“ dokumentiert werden?
Behandlungsanlass und konkrete fachliche Fragestellung: eingewachsenes Pessar, Ring entfernen, Pessarerosion, Vaginalverletzung
Anlass, Schwangerschafts- oder Zyklusbezug, untersuchte Organe, Zugangsweg, Befunde und selbständige Behandlungsschritte
GOÄ-Nr. 1: vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 1
GOÄ-Nr. 7: vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 7
GOÄ-Nr. 410: vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 410
Pessartyp, Liegedauer und Lokalbefund
Sonographie
Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „Komplexer Wechsel eines eingewachsenen Pessars/Rings mit Sonographie und Wundversorgung“ aussehen?
Dokumentierter Beispielfall
Der Beispielfall dokumentiert „Komplexer Wechsel eines eingewachsenen Pessars/Rings mit Sonographie und Wundversorgung“. Vollständig erbracht und getrennt dokumentiert werden GOÄ-Nr. 1 (vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 1); GOÄ-Nr. 7 (vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 7); GOÄ-Nr. 410 (vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 410); GOÄ-Nr. 1089 (Operative Entfernung eines eingewachsenen Ringes aus der Scheide mit vollständigem Leistungsinhalt). Für die bedingte Position GOÄ-Nr. 403 gilt zusätzlich: Zuschlag bei tatsächlich transkavitär durchgeführter Sonographie; setzt eine passende Sonographie-Grundleistung voraus.
Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.
Welche Abrechnungsfehler sollten für „Komplexer Wechsel eines eingewachsenen Pessars/Rings mit Sonographie und Wundversorgung“ vermieden werden?
1.
Prüfpunkt 1
Vorsorge, kurative Diagnostik, Schwangerschaftsbetreuung und operative Leistungen dürfen nicht allein aufgrund desselben Termins zu einem Paket zusammengezogen werden.
2.
Prüfpunkt 2
GOÄ-Nr. 403 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Zuschlag bei tatsächlich transkavitär durchgeführter Sonographie; setzt eine passende Sonographie-Grundleistung voraus.
3.
Prüfpunkt 3
Bei „Komplexer Wechsel eines eingewachsenen Pessars/Rings mit Sonographie und Wundversorgung“ werden Kern-, Zusatz- und Alternativpositionen nicht getrennt beurteilt.
4.
Prüfpunkt 4
Die ausdrücklich vorgesehene manuelle fachliche Prüfung wird durch eine automatische Übernahme der Kette ersetzt.
5.
Prüfpunkt 5
Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.
Welche Gynäkologie und Geburtshilfe-Abrechnungskombinationen sind fachlich verwandt?
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Rezidivierender Harnwegsinfekt mit Becken-/Nierensonographie, Katheterurin und Instillation
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Postpartale Beckenbodenbeschwerden mit Prolaps-, Restharn- und Wundabklärung
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. 1, GOÄ-Nr. 7, GOÄ-Nr. 410 und GOÄ-Nr. 1089. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.
Dieser Artikel behandelt gezielt „Komplexer Wechsel eines eingewachsenen Pessars/Rings mit Sonographie und Wundversorgung“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Rezidivierender Harnwegsinfekt mit Becken-/Nierensonographie, Katheterurin und Instillation“ sowie „Harninkontinenz mit gynäkologischer Untersuchung, Restharnsonographie, Katheterismus und Urodynamik“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
