Welche GOÄ-Ziffern sind für „Halslymphknoten oder zervikale Raumforderung – HNO-Untersuchung, Sonografie und Punktion“ berechnungsfähig?
Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Fachgruppe HNO-Heilkunde für das Thema „Halslymphknoten oder zervikale Raumforderung – HNO-Untersuchung, Sonografie und Punktion“.

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „Halslymphknoten oder zervikale Raumforderung – HNO-Untersuchung, Sonografie und Punktion“ in Betracht?
Für „Halslymphknoten oder zervikale Raumforderung – HNO-Untersuchung, Sonografie und Punktion“ führt die Kette GOÄ-Nr. 6 und GOÄ-Nr. 410 als Kernpositionen. GOÄ-Nr. 1, GOÄ-Nr. 1418, GOÄ-Nr. 1530, GOÄ-Nr. 420 und GOÄ-Nr. 314 sowie weitere Positionen kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.
Bei der Abrechnung von „Halslymphknoten oder zervikale Raumforderung – HNO-Untersuchung, Sonografie und Punktion“ stehen Halslymphknoten, Halsknoten, Raumforderung, Sonografie, Punktion. Für die Abrechnungsentscheidung sind insbesondere betroffene HNO-Region, Seitenbezug, vollständiger Funktions- oder Organstatus, eingesetztes Messverfahren und operative Teilschritte maßgeblich. Der Titel der Behandlung ersetzt keinen dieser Leistungsnachweise.
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 1 | Bedingt / alternativ | Nur bei eigenständigem Beratungsinhalt; im Behandlungsfall neben Leistungen der Abschnitte C bis O nur einmal berechnungsfähig. |
| GOÄ-Nr. 6 | Kernposition | Nur bei vollständiger HNO-Untersuchung einschließlich Inspektion von Nase/Nasenhöhle, Rachen, beider Ohren/Gehörgänge/Trommelfelle und indirekter Kehlkopfspiegelung; nicht für einen bloßen Teilbefund. |
| GOÄ-Nr. 1418 | Bedingt / alternativ | Rigid oder flexibel; Untersuchung kann die Stimmlippen mit umfassen. Nicht neben Nr. 1466. |
| GOÄ-Nr. 1530 | Bedingt / alternativ | Nur bei vollständiger eigenständiger Kehlkopfuntersuchung. Neben Nr. 1418 nur, wenn der Kehlkopf über die bloße Stimmlippendarstellung hinaus untersucht wird. |
| GOÄ-Nr. 410 | Kernposition | Erstes sonographisch untersuchtes Organ/Körperregion; Organ in der Rechnung benennen. Nrn. 410 bis 418 nicht nebeneinander. |
| GOÄ-Nr. 420 | Bedingt / alternativ | Nur im Anschluss an Nr. 410 bis 418; je weiteres Organ, höchstens dreimal je Sitzung; jedes Organ benennen. |
| GOÄ-Nr. 314 | Bedingt / alternativ | Nur bei tatsächlicher Punktion; die zytologische/histologische Untersuchung eines externen Instituts rechnet dieses selbst ab. |
| GOÄ-Nr. 297 | Bedingt / alternativ | Nur bei tatsächlich angefertigtem zytologischem Abstrich beziehungsweise Präparat. Eine Gewebebiopsie oder histologische Untersuchung ist keine Nr. 297; ein externes Institut rechnet seine Untersuchung selbst ab. |
| GOÄ-Nr. 75 | Bedingt / alternativ | Nur bei eigenständigem ausführlichem Bericht mit Anamnese, Befunden und epikritischer Bewertung; einfacher Befundbericht ist abgegolten. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Wann sind die einzelnen Positionen für „Halslymphknoten oder zervikale Raumforderung – HNO-Untersuchung, Sonografie und Punktion“ berechnungsfähig?
Jede Position ist anhand ihres vollständigen Leistungsinhalts und der konkret hinterlegten Abhängigkeiten zu beurteilen.
Bedingte oder alternative Position
Nur bei eigenständigem Beratungsinhalt; im Behandlungsfall neben Leistungen der Abschnitte C bis O nur einmal berechnungsfähig.
Kernposition der Kombination
Nur bei vollständiger HNO-Untersuchung einschließlich Inspektion von Nase/Nasenhöhle, Rachen, beider Ohren/Gehörgänge/Trommelfelle und indirekter Kehlkopfspiegelung; nicht für einen bloßen Teilbefund.
Bedingte oder alternative Position
Rigid oder flexibel; Untersuchung kann die Stimmlippen mit umfassen. Nicht neben Nr. 1466.
Bedingte oder alternative Position
Nur bei vollständiger eigenständiger Kehlkopfuntersuchung. Neben Nr. 1418 nur, wenn der Kehlkopf über die bloße Stimmlippendarstellung hinaus untersucht wird.
Kernposition der Kombination
Erstes sonographisch untersuchtes Organ/Körperregion; Organ in der Rechnung benennen. Nrn. 410 bis 418 nicht nebeneinander.
Bedingte oder alternative Position
Nur im Anschluss an Nr. 410 bis 418; je weiteres Organ, höchstens dreimal je Sitzung; jedes Organ benennen.
Bedingte oder alternative Position
Nur bei tatsächlicher Punktion; die zytologische/histologische Untersuchung eines externen Instituts rechnet dieses selbst ab.
Bedingte oder alternative Position
Nur bei tatsächlich angefertigtem zytologischem Abstrich beziehungsweise Präparat. Eine Gewebebiopsie oder histologische Untersuchung ist keine Nr. 297; ein externes Institut rechnet seine Untersuchung selbst ab.
Bedingte oder alternative Position
Nur bei eigenständigem ausführlichem Bericht mit Anamnese, Befunden und epikritischer Bewertung; einfacher Befundbericht ist abgegolten.
Welche Abrechnungspfade und Sonderregeln gelten für „Halslymphknoten oder zervikale Raumforderung – HNO-Untersuchung, Sonografie und Punktion“?
Besondere Dokumentationsvorgaben
Wie grenzt sich „Halslymphknoten oder zervikale Raumforderung – HNO-Untersuchung, Sonografie und Punktion“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?
Dieser Artikel behandelt gezielt „Halslymphknoten oder zervikale Raumforderung – HNO-Untersuchung, Sonografie und Punktion“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Kieferhöhlenpunktion mit Spülung und mikrobiologischer Probengewinnung“ sowie „Akute Rhinosinusitis – vollständige HNO-Untersuchung, Nasenendoskopie, NNH-Sonografie und Abstrich“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.
Was sollte für die Abrechnung von „Halslymphknoten oder zervikale Raumforderung – HNO-Untersuchung, Sonografie und Punktion“ dokumentiert werden?
Behandlungsanlass und konkrete fachliche Fragestellung: Halslymphknoten, Halsknoten, Raumforderung, Sonografie
Seite und Organregion, vollständiger Untersuchungsumfang, Messparameter, Befund und gegebenenfalls Operationstechnik
GOÄ-Nr. 6: Nur bei vollständiger HNO-Untersuchung einschließlich Inspektion von Nase/Nasenhöhle, Rachen, beider Ohren/Gehörgänge/Trommelfelle und indirekter Kehlkopfspiegelung; nicht für einen bloßen Teilbefund.
GOÄ-Nr. 410: Erstes sonographisch untersuchtes Organ/Körperregion; Organ in der Rechnung benennen. Nrn. 410 bis 418 nicht nebeneinander.
Lokalisation und Größe
vollständiger HNO-Befund
sonographischer Befund
Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „Halslymphknoten oder zervikale Raumforderung – HNO-Untersuchung, Sonografie und Punktion“ aussehen?
Dokumentierter Beispielfall
Der Beispielfall dokumentiert „Halslymphknoten oder zervikale Raumforderung – HNO-Untersuchung, Sonografie und Punktion“. Vollständig erbracht und getrennt dokumentiert werden GOÄ-Nr. 6 (Nur bei vollständiger HNO-Untersuchung einschließlich Inspektion von Nase/Nasenhöhle, Rachen, beider…); GOÄ-Nr. 410 (Erstes sonographisch untersuchtes Organ/Körperregion; Organ in der Rechnung benennen. Nrn. 410 bis 418 nicht…). Für die bedingte Position GOÄ-Nr. 1 gilt zusätzlich: Nur bei eigenständigem Beratungsinhalt; im Behandlungsfall neben Leistungen der Abschnitte C bis O nur einmal berechnungsfähig.
Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.
Welche Abrechnungsfehler sollten für „Halslymphknoten oder zervikale Raumforderung – HNO-Untersuchung, Sonografie und Punktion“ vermieden werden?
1.
Prüfpunkt 1
Orientierende Einzelprüfungen erfüllen nicht automatisch den Umfang einer vollständigen HNO-Funktions- oder Organuntersuchung.
2.
Prüfpunkt 2
GOÄ-Nr. 1 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei eigenständigem Beratungsinhalt; im Behandlungsfall neben Leistungen der Abschnitte C bis O nur einmal berechnungsfähig.
3.
Prüfpunkt 3
Bei „Halslymphknoten oder zervikale Raumforderung – HNO-Untersuchung, Sonografie und Punktion“ werden Kern-, Zusatz- und Alternativpositionen nicht getrennt beurteilt.
4.
Prüfpunkt 4
Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.
Welche HNO-Heilkunde-Abrechnungskombinationen sind fachlich verwandt?
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Kieferhöhlenpunktion mit Spülung und mikrobiologischer Probengewinnung
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Akute Rhinosinusitis – vollständige HNO-Untersuchung, Nasenendoskopie, NNH-Sonografie und Abstrich
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Riech- und/oder Schmeckstörung – umfassende HNO- und endoskopische Abklärung
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. 6 und GOÄ-Nr. 410. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.
Dieser Artikel behandelt gezielt „Halslymphknoten oder zervikale Raumforderung – HNO-Untersuchung, Sonografie und Punktion“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Kieferhöhlenpunktion mit Spülung und mikrobiologischer Probengewinnung“ sowie „Akute Rhinosinusitis – vollständige HNO-Untersuchung, Nasenendoskopie, NNH-Sonografie und Abstrich“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
