Welche GOÄ-Ziffern sind für „Hypermenorrhoe/abnorme uterine Blutung mit Sonographie, Anämiediagnostik und Endometriumabklärung“ berechnungsfähig?
Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Fachgruppe Gynäkologie und Geburtshilfe für das Thema „Hypermenorrhoe/abnorme uterine Blutung mit Sonographie, Anämiediagnostik und Endometriumabklärung“.

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „Hypermenorrhoe/abnorme uterine Blutung mit Sonographie, Anämiediagnostik und Endometriumabklärung“ in Betracht?
Für „Hypermenorrhoe/abnorme uterine Blutung mit Sonographie, Anämiediagnostik und Endometriumabklärung“ führt die Kette GOÄ-Nr. 1, GOÄ-Nr. 7, GOÄ-Nr. 410, GOÄ-Nr. 403, GOÄ-Nr. 250 und GOÄ-Nr. 3550 als Kernpositionen. GOÄ-Nr. 3551, GOÄ-Nr. 3529, GOÄ-Nr. 4024, GOÄ-Nr. 1105 und GOÄ-Nr. 1110 sowie weitere Positionen kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.
Bei der Abrechnung von „Hypermenorrhoe/abnorme uterine Blutung mit Sonographie, Anämiediagnostik und Endometriumabklärung“ stehen Hypermenorrhoe, Menorrhagie, abnorme uterine Blutung, Endometrium, Anämie. Für die Abrechnungsentscheidung sind insbesondere gynäkologischer oder geburtshilflicher Anlass, Schwangerschaftsphase, Organbezug, Untersuchungsweg und eigenständige operative beziehungsweise diagnostische Schritte maßgeblich. Der Titel der Behandlung ersetzt keinen dieser Leistungsnachweise.
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 1 | Kernposition | Beratung – auch mittels Fernsprecher |
| GOÄ-Nr. 7 | Kernposition | Vollständige körperliche Untersuchung mindestens eines der folgenden Organsysteme |
| GOÄ-Nr. 410 | Kernposition | Uterussonographie. |
| GOÄ-Nr. 403 | Kernposition | Zuschlag bei tatsächlich transkavitär durchgeführter Sonographie; setzt eine passende Sonographie-Grundleistung voraus. |
| GOÄ-Nr. 250 | Kernposition | Blutentnahme mittels Spritze, Kanüle oder Katheter aus der Vene |
| GOÄ-Nr. 3550 | Kernposition | Blutbild und Blutbildbestandteile |
| GOÄ-Nr. 3551 | Bedingt / alternativ | Nur zusätzlich zu Nr. 3550. |
| GOÄ-Nr. 3529 | Bedingt / alternativ | Schwangerschaftstest. |
| GOÄ-Nr. 4024 | Bedingt / alternativ | Quantitatives hCG. |
| GOÄ-Nr. 1105 | Bedingt / alternativ | Gewinnung von Zellmaterial aus der Gebärmutterhöhle; originäre GOÄ-Leistung, keine Analogbewertung. |
| GOÄ-Nr. 1110 | Bedingt / alternativ | Rein diagnostische Hysteroskopie. |
| GOÄ-Nr. 1111 | Bedingt / alternativ | Hysteroskopie mit zusätzlicher operativer Intervention. |
| GOÄ-Nr. 1104 | Bedingt / alternativ | Kürettage/Aspiration der Gebärmutterhöhle mit vollständigem Leistungsinhalt. |
| GOÄ-Nr. 75 | Bedingt / alternativ | Eigenständiger ausführlicher Befundbericht. |
| GOÄ-Nr. 420 | Bedingt / alternativ | Je weiteres tatsächlich untersuchtes Organ/Region im Anschluss an genau eine Grundleistung nach Nr. 410–418; insgesamt höchstens dreimal je Sitzung; jedes Organ/Region benennen. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Wann sind die einzelnen Positionen für „Hypermenorrhoe/abnorme uterine Blutung mit Sonographie, Anämiediagnostik und Endometriumabklärung“ berechnungsfähig?
Jede Position ist anhand ihres vollständigen Leistungsinhalts und der konkret hinterlegten Abhängigkeiten zu beurteilen.
Kernposition der Kombination
Beratung – auch mittels Fernsprecher
Kernposition der Kombination
Vollständige körperliche Untersuchung mindestens eines der folgenden Organsysteme
Kernposition der Kombination
Uterussonographie.
Kernposition der Kombination
Zuschlag bei tatsächlich transkavitär durchgeführter Sonographie; setzt eine passende Sonographie-Grundleistung voraus.
Kernposition der Kombination
Blutentnahme mittels Spritze, Kanüle oder Katheter aus der Vene
Kernposition der Kombination
Blutbild und Blutbildbestandteile
Bedingte oder alternative Position
Schwangerschaftstest.
Bedingte oder alternative Position
Gewinnung von Zellmaterial aus der Gebärmutterhöhle; originäre GOÄ-Leistung, keine Analogbewertung.
Bedingte oder alternative Position
Rein diagnostische Hysteroskopie.
Bedingte oder alternative Position
Hysteroskopie mit zusätzlicher operativer Intervention.
Bedingte oder alternative Position
Kürettage/Aspiration der Gebärmutterhöhle mit vollständigem Leistungsinhalt.
Bedingte oder alternative Position
Eigenständiger ausführlicher Befundbericht.
Bedingte oder alternative Position
Je weiteres tatsächlich untersuchtes Organ/Region im Anschluss an genau eine Grundleistung nach Nr. 410–418; insgesamt höchstens dreimal je Sitzung; jedes Organ/Region benennen.
Welche Abrechnungspfade und Sonderregeln gelten für „Hypermenorrhoe/abnorme uterine Blutung mit Sonographie, Anämiediagnostik und Endometriumabklärung“?
Hinweise zur Kombination
Besondere Dokumentationsvorgaben
Wie grenzt sich „Hypermenorrhoe/abnorme uterine Blutung mit Sonographie, Anämiediagnostik und Endometriumabklärung“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?
Dieser Artikel behandelt gezielt „Hypermenorrhoe/abnorme uterine Blutung mit Sonographie, Anämiediagnostik und Endometriumabklärung“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Postmenopausale Blutung mit Kolposkopie, transvaginaler Sonographie und invasiver Endometriumdiagnostik“ sowie „Symptomatisches Uterusmyom mit transvaginaler Sonographie, Duplex und Hysteroskopieoption“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.
Was sollte für die Abrechnung von „Hypermenorrhoe/abnorme uterine Blutung mit Sonographie, Anämiediagnostik und Endometriumabklärung“ dokumentiert werden?
Behandlungsanlass und konkrete fachliche Fragestellung: Hypermenorrhoe, Menorrhagie, abnorme uterine Blutung, Endometrium
Anlass, Schwangerschafts- oder Zyklusbezug, untersuchte Organe, Zugangsweg, Befunde und selbständige Behandlungsschritte
GOÄ-Nr. 1: vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 1
GOÄ-Nr. 7: vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 7
GOÄ-Nr. 410: Uterussonographie.
Blutungsmuster und Kreislauf
gynäkologischer und sonographischer Befund
Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „Hypermenorrhoe/abnorme uterine Blutung mit Sonographie, Anämiediagnostik und Endometriumabklärung“ aussehen?
Dokumentierter Beispielfall
Der Beispielfall dokumentiert „Hypermenorrhoe/abnorme uterine Blutung mit Sonographie, Anämiediagnostik und Endometriumabklärung“. Vollständig erbracht und getrennt dokumentiert werden GOÄ-Nr. 1 (vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 1); GOÄ-Nr. 7 (vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 7); GOÄ-Nr. 410 (Uterussonographie); GOÄ-Nr. 403 (Zuschlag bei tatsächlich transkavitär durchgeführter Sonographie; setzt eine passende Sonographie-Grundleistung…); GOÄ-Nr. 250 (vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 250). Für die bedingte Position GOÄ-Nr. 3551 gilt zusätzlich: Nur zusätzlich zu Nr. 3550.
Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.
Welche Abrechnungsfehler sollten für „Hypermenorrhoe/abnorme uterine Blutung mit Sonographie, Anämiediagnostik und Endometriumabklärung“ vermieden werden?
1.
Prüfpunkt 1
Vorsorge, kurative Diagnostik, Schwangerschaftsbetreuung und operative Leistungen dürfen nicht allein aufgrund desselben Termins zu einem Paket zusammengezogen werden.
2.
Prüfpunkt 2
GOÄ-Nr. 3551 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur zusätzlich zu Nr. 3550.
3.
Prüfpunkt 3
Bei „Hypermenorrhoe/abnorme uterine Blutung mit Sonographie, Anämiediagnostik und Endometriumabklärung“ werden Kern-, Zusatz- und Alternativpositionen nicht getrennt beurteilt.
4.
Prüfpunkt 4
Die ausdrücklich vorgesehene manuelle fachliche Prüfung wird durch eine automatische Übernahme der Kette ersetzt.
5.
Prüfpunkt 5
Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.
Welche Gynäkologie und Geburtshilfe-Abrechnungskombinationen sind fachlich verwandt?
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Intrauterine Pathologie mit Sonographie und diagnostischer oder operativer Hysteroskopie
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. 1, GOÄ-Nr. 7, GOÄ-Nr. 410, GOÄ-Nr. 403, GOÄ-Nr. 250 und GOÄ-Nr. 3550. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.
Dieser Artikel behandelt gezielt „Hypermenorrhoe/abnorme uterine Blutung mit Sonographie, Anämiediagnostik und Endometriumabklärung“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Postmenopausale Blutung mit Kolposkopie, transvaginaler Sonographie und invasiver Endometriumdiagnostik“ sowie „Symptomatisches Uterusmyom mit transvaginaler Sonographie, Duplex und Hysteroskopieoption“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
