Welche GOÄ-Ziffern sind für „Intrauterine Pathologie mit Sonographie und diagnostischer oder operativer Hysteroskopie“ berechnungsfähig?

Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Fachgruppe Gynäkologie und Geburtshilfe für das Thema „Intrauterine Pathologie mit Sonographie und diagnostischer oder operativer Hysteroskopie“.

FachgruppeGynäkologie und Geburtshilfe
ThemenbereichZyklus, Endokrinologie und Fertilität
PrüfmaßstabManuelle fachliche Prüfung erforderlich
GOÄ-Abrechnung für Intrauterine Pathologie mit Sonographie und diagnostischer oder operativer Hysteroskopie

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „Intrauterine Pathologie mit Sonographie und diagnostischer oder operativer Hysteroskopie“ in Betracht?

Für „Intrauterine Pathologie mit Sonographie und diagnostischer oder operativer Hysteroskopie“ führt die Kette GOÄ-Nr. 1, GOÄ-Nr. 7, GOÄ-Nr. 410 und GOÄ-Nr. 403 als Kernpositionen. GOÄ-Nr. 1110, GOÄ-Nr. 1111, GOÄ-Nr. 1096, GOÄ-Nr. 1104 und GOÄ-Nr. 490 sowie weitere Positionen kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.

Bei der Abrechnung von „Intrauterine Pathologie mit Sonographie und diagnostischer oder operativer Hysteroskopie“ stehen Hysteroskopie, Endometriumpolyp, Septum, submuköses Myom, intrauterin. Für die Abrechnungsentscheidung sind insbesondere gynäkologischer oder geburtshilflicher Anlass, Schwangerschaftsphase, Organbezug, Untersuchungsweg und eigenständige operative beziehungsweise diagnostische Schritte maßgeblich. Der Titel der Behandlung ersetzt keinen dieser Leistungsnachweise.

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 1KernpositionBeratung – auch mittels Fernsprecher
GOÄ-Nr. 7KernpositionVollständige körperliche Untersuchung mindestens eines der folgenden Organsysteme
GOÄ-Nr. 410KernpositionUltraschalluntersuchung eines Organs
GOÄ-Nr. 403KernpositionZuschlag bei tatsächlich transkavitär durchgeführter Sonographie; setzt eine passende Sonographie-Grundleistung voraus.
GOÄ-Nr. 1110Bedingt / alternativRein diagnostische Hysteroskopie.
GOÄ-Nr. 1111Bedingt / alternativHysteroskopie mit zusätzlicher operativer Intervention.
GOÄ-Nr. 1096Bedingt / alternativNur bei eigenständig erforderlicher Zervixdilatation und nach Prüfung, ob sie nicht Bestandteil/Ausschluss des gewählten Eingriffs ist.
GOÄ-Nr. 1104Bedingt / alternativKürettage/Aspiration der Gebärmutterhöhle mit vollständigem Leistungsinhalt.
GOÄ-Nr. 490Bedingt / alternativKleine Infiltrationsanästhesie.
GOÄ-Nr. 491Bedingt / alternativGroße Infiltrationsanästhesie.
GOÄ-Nr. 250Bedingt / alternativBlutentnahme mittels Spritze, Kanüle oder Katheter aus der Vene
GOÄ-Nr. 3550Bedingt / alternativBlutbild und Blutbildbestandteile
GOÄ-Nr. 3551Bedingt / alternativNur zusätzlich Nr. 3550.
GOÄ-Nr. 75Bedingt / alternativUmfassender Bericht mit Anamnese, Befunden, Beurteilung und ggf. Therapie.
GOÄ-Nr. 420Bedingt / alternativJe weiteres tatsächlich untersuchtes Organ/Region im Anschluss an genau eine Grundleistung nach Nr. 410–418; insgesamt höchstens dreimal je Sitzung; jedes Organ/Region benennen.

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Wann sind die einzelnen Positionen für „Intrauterine Pathologie mit Sonographie und diagnostischer oder operativer Hysteroskopie“ berechnungsfähig?

Jede Position ist anhand ihres vollständigen Leistungsinhalts und der konkret hinterlegten Abhängigkeiten zu beurteilen.

GOÄ 1

Kernposition der Kombination

Beratung – auch mittels Fernsprecher

GOÄ 7

Kernposition der Kombination

Vollständige körperliche Untersuchung mindestens eines der folgenden Organsysteme

GOÄ 410

Kernposition der Kombination

Ultraschalluntersuchung eines Organs

GOÄ 403

Kernposition der Kombination

Zuschlag bei tatsächlich transkavitär durchgeführter Sonographie; setzt eine passende Sonographie-Grundleistung voraus.

Abhängig von mindestens einer Position:
410
417
418
415
GOÄ 1110

Bedingte oder alternative Position

Rein diagnostische Hysteroskopie.

Abrechnungsalternative: uterine_cavity_procedure
GOÄ 1111

Bedingte oder alternative Position

Hysteroskopie mit zusätzlicher operativer Intervention.

Abrechnungsalternative: uterine_cavity_procedure
GOÄ 1096

Bedingte oder alternative Position

Nur bei eigenständig erforderlicher Zervixdilatation und nach Prüfung, ob sie nicht Bestandteil/Ausschluss des gewählten Eingriffs ist.

GOÄ 1104

Bedingte oder alternative Position

Kürettage/Aspiration der Gebärmutterhöhle mit vollständigem Leistungsinhalt.

Abrechnungsalternative: uterine_cavity_procedure
GOÄ 490

Bedingte oder alternative Position

Kleine Infiltrationsanästhesie.

Abrechnungsalternative: local_anaesthesia
GOÄ 491

Bedingte oder alternative Position

Große Infiltrationsanästhesie.

Abrechnungsalternative: local_anaesthesia
GOÄ 250

Bedingte oder alternative Position

Blutentnahme mittels Spritze, Kanüle oder Katheter aus der Vene

GOÄ 3550

Bedingte oder alternative Position

Blutbild und Blutbildbestandteile

GOÄ 3551

Bedingte oder alternative Position

Nur zusätzlich Nr. 3550.

Abhängig von:
3550
GOÄ 75

Bedingte oder alternative Position

Umfassender Bericht mit Anamnese, Befunden, Beurteilung und ggf. Therapie.

GOÄ 420

Bedingte oder alternative Position

Je weiteres tatsächlich untersuchtes Organ/Region im Anschluss an genau eine Grundleistung nach Nr. 410–418; insgesamt höchstens dreimal je Sitzung; jedes Organ/Region benennen.

Wiederholung:
Max: 3
Abhängig von mindestens einer Position:
410
417
418

Welche Abrechnungspfade und Sonderregeln gelten für „Intrauterine Pathologie mit Sonographie und diagnostischer oder operativer Hysteroskopie“?

Hinweise zur Kombination

1110 und 1111 nicht nebeneinander.
Kombination mit 1096/1104 nur nach exakter Ausschlussprüfung.
Die intrauterinen Verfahren sind nicht als kumulatives Standardpaket zu verstehen; Auswahl/Kombination nur nach konkretem Eingriff und vollständiger Ausschlussprüfung.

Besondere Dokumentationsvorgaben

Indikation und Vorbefund
Uterus/Endometrium sonographisch
Zervixzugang/Dilatation
hysteroskopischer Befund
operative Intervention und Präparate
Blutstillung und Nachsorge

Wie grenzt sich „Intrauterine Pathologie mit Sonographie und diagnostischer oder operativer Hysteroskopie“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?

Dieser Artikel behandelt gezielt „Intrauterine Pathologie mit Sonographie und diagnostischer oder operativer Hysteroskopie“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Postmenopausale Blutung mit Kolposkopie, transvaginaler Sonographie und invasiver Endometriumdiagnostik“ sowie „Symptomatisches Uterusmyom mit transvaginaler Sonographie, Duplex und Hysteroskopieoption“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.

Was sollte für die Abrechnung von „Intrauterine Pathologie mit Sonographie und diagnostischer oder operativer Hysteroskopie“ dokumentiert werden?

Behandlungsanlass und konkrete fachliche Fragestellung: Hysteroskopie, Endometriumpolyp, Septum, submuköses Myom

Anlass, Schwangerschafts- oder Zyklusbezug, untersuchte Organe, Zugangsweg, Befunde und selbständige Behandlungsschritte

GOÄ-Nr. 1: vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 1

GOÄ-Nr. 7: vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 7

GOÄ-Nr. 410: vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 410

Indikation und Vorbefund

Uterus/Endometrium sonographisch

Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „Intrauterine Pathologie mit Sonographie und diagnostischer oder operativer Hysteroskopie“ aussehen?

Dokumentierter Beispielfall

Der Beispielfall dokumentiert „Intrauterine Pathologie mit Sonographie und diagnostischer oder operativer Hysteroskopie“. Vollständig erbracht und getrennt dokumentiert werden GOÄ-Nr. 1 (vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 1); GOÄ-Nr. 7 (vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 7); GOÄ-Nr. 410 (vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 410); GOÄ-Nr. 403 (Zuschlag bei tatsächlich transkavitär durchgeführter Sonographie; setzt eine passende Sonographie-Grundleistung…). Für die bedingte Position GOÄ-Nr. 1110 gilt zusätzlich: Rein diagnostische Hysteroskopie.


Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.

Welche Abrechnungsfehler sollten für „Intrauterine Pathologie mit Sonographie und diagnostischer oder operativer Hysteroskopie“ vermieden werden?

1.

Prüfpunkt 1

Vorsorge, kurative Diagnostik, Schwangerschaftsbetreuung und operative Leistungen dürfen nicht allein aufgrund desselben Termins zu einem Paket zusammengezogen werden.


2.

Prüfpunkt 2

GOÄ-Nr. 1110 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Rein diagnostische Hysteroskopie.


3.

Prüfpunkt 3

Bei „Intrauterine Pathologie mit Sonographie und diagnostischer oder operativer Hysteroskopie“ werden Kern-, Zusatz- und Alternativpositionen nicht getrennt beurteilt.


4.

Prüfpunkt 4

Die ausdrücklich vorgesehene manuelle fachliche Prüfung wird durch eine automatische Übernahme der Kette ersetzt.


5.

Prüfpunkt 5

Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.

Passende GOÄ-Ziffern direkt aus Ihrer Dokumentation finden

Testen Sie die kostenlose GOÄ-KI und erhalten Sie einen nachvollziehbaren Rechnungsvorschlag.

Gynäkologie und Geburtshilfe: GOÄ-Leistungen nachvollziehbar dokumentieren und abrechnen

oder

Kostenlos testen

Für „Intrauterine Pathologie mit Sonographie und diagnostischer oder operativer Hysteroskopie“ führt die Kette GOÄ-Nr. 1, GOÄ-Nr. 7, GOÄ-Nr. 410 und GOÄ-Nr. 403 als Kernpositionen. GOÄ-Nr. 1110, GOÄ-Nr. 1111, GOÄ-Nr. 1096, GOÄ-Nr. 1104 und GOÄ-Nr. 490 sowie weitere Positionen kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.

Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. 1, GOÄ-Nr. 7, GOÄ-Nr. 410 und GOÄ-Nr. 403. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.

Dieser Artikel behandelt gezielt „Intrauterine Pathologie mit Sonographie und diagnostischer oder operativer Hysteroskopie“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Postmenopausale Blutung mit Kolposkopie, transvaginaler Sonographie und invasiver Endometriumdiagnostik“ sowie „Symptomatisches Uterusmyom mit transvaginaler Sonographie, Duplex und Hysteroskopieoption“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

Autor des Artikels

Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.



© 2026 AvisCode. Alle Rechte vorbehalten.