Koronar-CT-Angiographie mit Kontrastmittel und computergestützter Auswertung

Kardiologie · Koronare Herzkrankheit und Ischämiediagnostik

FachgruppeKardiologie
ThemenbereichKoronare Herzkrankheit und Ischämiediagnostik
PrüfungManuelle fachliche Prüfung erforderlich
GOÄ-Abrechnung für Koronar-CT-Angiographie mit Kontrastmittel und computergestützter Auswertung

Zweck und Anwendbarkeit

Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?

Unterscheidet morphologische Koronarstenose, belastungsabhängige Ischämie und Myokardfunktion, damit die weitere konservative oder invasive Strategie gewählt werden kann. Die Bildgebung umfasst kontrastmittelgestützte Koronar-CT-Angiographie mit computergestützter Gefäßauswertung.

Wann ist sie anwendbar?

Bei passender Symptomatik und klinischer Vortestwahrscheinlichkeit, auffälliger Voruntersuchung oder wenn das Ergebnis eine Revaskularisationsentscheidung beeinflusst. Bei Varianten gilt: Nur tatsächlich erbrachte und dokumentierte Kernleistungen ansetzen: Kontrastmittelgestützte Koronar-CT-Angiographie mit computergestützter Gefäßauswertung.

GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 1KernpositionBeratung – auch mittels Fernsprecher. Eigenständige Beratung, auch telefonisch möglich.
GOÄ-Nr. 7KernpositionVollständige körperliche Untersuchung mindestens eines der folgenden Organsysteme. Vollständige Untersuchung eines erweiterten Organsystems, hier Thorax/Herz-Kreislauf-System.
GOÄ-Nr. 651KernpositionElektrokardiographische Untersuchung in Ruhe – auch gegebenenfalls nach Belastung – mit Extremitäten- und Brustwandableitungen (mindestens neun Ableitungen). Eigenständiges Ruhe-EKG mit mindestens neun Ableitungen, vollständiger Dokumentation und ärztlicher Auswertung.
GOÄ-Nr. 5371KernpositionComputergesteuerte Tomographie im Hals- und/oder Thoraxbereich. Computertomographie des Thorax/Herzens gemäß Leistungslegende tatsächlich durchgeführt.
GOÄ-Nr. 5376Bedingt / alternativErgänzende CT mit zusätzlicher Serie (z.B. Xenon, High-Resolution, Kontrastmittel) – zusätzlich zu Nr. 5370-5375. Ergänzende CT-Serie(n) nach Kontrastmittelgabe; unabhängig von der Zahl der zusätzlichen Serien nur einmal je Sitzung.
GOÄ-Nr. 5377Bedingt / alternativZuschlag für computergesteuerte Analyse – einschließlich speziell nachfolgender 3D-Rekonstruktion. Computergesteuerte Analyse einschließlich 3D-Rekonstruktion nur bei tatsächlicher zusätzlicher Analyse; nur mit einfachem Gebührensatz.
GOÄ-Nr. 346Bedingt / alternativIntravenöse Einbringung des Kontrastmittels mittels Hochdruckinjektion. Erste intravenöse Kontrastmitteleinbringung tatsächlich durchgeführt.
GOÄ-Nr. 347Bedingt / alternativErgänzung für jede weitere intravenöse Kontrastmitteleinbringung mittels Hochdruckinjektion bei bestehendem Zugang – im Zusammenhang mit der Leistung nach Nummer 346. Jede weitere intravenöse Kontrastmitteleinbringung nur bei tatsächlich zusätzlicher Gabe.
GOÄ-Nr. 602Bedingt / alternativOxymetrische Untersuchung(en) (Bestimmung der prozentualen Sauerstoffsättigung im Blut) – gegebenenfalls einschließlich Bestimmung(en) nach Belastung. Eigenständige Pulsoxymetrie bei gesonderter klinischer Fragestellung; nicht zusätzlich, soweit sie Bestandteil der Spiroergometrie nach Nr. 606 ist.
GOÄ-Nr. 250Bedingt / alternativBlutentnahme mittels Spritze, Kanüle oder Katheter aus der Vene. Venöse Blutentnahme tatsächlich durchgeführt; Laborleistungen nur bei eigener zulässiger Leistungserbringung zusätzlich.
GOÄ-Nr. 75Bedingt / alternativUmfassender Bericht mit Anamnese, Befunden, Beurteilung und ggf. Therapie. Nur bei eigenständigem ausführlichem Krankheits- oder Befundbericht mit Anamnese, Befunden und epikritischer Bewertung; ein technischer Kurzbefund genügt nicht.

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Weitere Angaben zu den Positionen

GOÄ 5376

Bedingte oder alternative Position

Höchstzahl pro Sitzung: 1
GOÄ 5377

Bedingte oder alternative Position

Faktorregel: nur Einfachsatz
GOÄ 602

Bedingte oder alternative Position

Same session excludes if included by:
606

Kombinationsregeln und Alternativen

Hinweise zur Kombination

Für die Koronar-CT-Angiographie existieren reguläre CT-Ziffern; keine Analogziffer bilden.
Technische Durchführung, persönliche Leistungserbringung und radiologische Qualifikation prüfen.

Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen

Davon abzugrenzen sind „Nachsorge nach koronarer Bypassoperation“ sowie „Nachsorge nach Myokardinfarkt mit Belastungs- und Rehabilitationsplanung“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Dokumentation für diesen Abrechnungsfall

Indikation, Ruhe- oder Belastungsprotokoll, Ableitungen beziehungsweise Messdauer, Befund und ärztliche Auswertung

GOÄ-Nr. 1: Eigenständige Beratung, auch telefonisch möglich.

GOÄ-Nr. 7: Vollständige Untersuchung eines erweiterten Organsystems, hier Thorax/Herz-Kreislauf-System.

GOÄ-Nr. 651: Eigenständiges Ruhe-EKG mit mindestens neun Ableitungen, vollständiger Dokumentation und ärztlicher Auswertung.

Indikation und Strahlenrechtfertigung

Herzfrequenzkontrolle und Protokoll

Kontrastmittel, Menge und Applikation

CT-Serien und Rekonstruktionen

Koronarsegmente, Stenosegrad und Zusatzbefunde

Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall

1.

GOÄ-Nr. 5376 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Ergänzende CT-Serie(n) nach Kontrastmittelgabe; unabhängig von der Zahl der zusätzlichen Serien nur einmal je Sitzung.

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Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.