Welche GOÄ-Ziffern sind für „Septumdeviation – funktionelle Diagnostik und operative Septumbehandlung“ berechnungsfähig?

Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Fachgruppe HNO-Heilkunde für das Thema „Septumdeviation – funktionelle Diagnostik und operative Septumbehandlung“.

FachgruppeHNO-Heilkunde
ThemenbereichRhinologie und Nasenchirurgie
PrüfmaßstabLeistungsinhalt, Ausschlüsse und Dokumentation einzeln prüfen
GOÄ-Abrechnung für Septumdeviation – funktionelle Diagnostik und operative Septumbehandlung

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „Septumdeviation – funktionelle Diagnostik und operative Septumbehandlung“ in Betracht?

Für „Septumdeviation – funktionelle Diagnostik und operative Septumbehandlung“ führt die Kette GOÄ-Nr. 6, GOÄ-Nr. 1417 und GOÄ-Nr. 1418 als Kernpositionen. GOÄ-Nr. 1, GOÄ-Nr. 1445, GOÄ-Nr. 1446, GOÄ-Nr. 1447 und GOÄ-Nr. 1448 kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.

Bei der Abrechnung von „Septumdeviation – funktionelle Diagnostik und operative Septumbehandlung“ stehen Septumdeviation, Nasenscheidewand, Nasenatmungsbehinderung, Septumplastik, Rhinomanometrie. Für die Abrechnungsentscheidung sind insbesondere betroffene HNO-Region, Seitenbezug, vollständiger Funktions- oder Organstatus, eingesetztes Messverfahren und operative Teilschritte maßgeblich. Der Titel der Behandlung ersetzt keinen dieser Leistungsnachweise.

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 1Bedingt / alternativNur bei eigenständigem Beratungsinhalt; im Behandlungsfall neben Leistungen der Abschnitte C bis O nur einmal berechnungsfähig.
GOÄ-Nr. 6KernpositionNur bei vollständiger HNO-Untersuchung einschließlich Inspektion von Nase/Nasenhöhle, Rachen, beider Ohren/Gehörgänge/Trommelfelle und indirekter Kehlkopfspiegelung; nicht für einen bloßen Teilbefund.
GOÄ-Nr. 1417KernpositionObjektive Funktionsmessung.
GOÄ-Nr. 1418KernpositionRigid oder flexibel; Untersuchung kann die Stimmlippen mit umfassen. Nicht neben Nr. 1466.
GOÄ-Nr. 1445Bedingt / alternativAlternative operative Zielleistung entsprechend tatsächlichem Eingriff.
GOÄ-Nr. 1446Bedingt / alternativNur entsprechend der vollständigen amtlichen Legende; Alternative zu Nr. 1445.
GOÄ-Nr. 1447Bedingt / alternativUmfassende Zielleistung; insbesondere die gegebenenfalls eingeschlossenen Nrn. 1439, 1445, 1446 und 1456 nicht zusätzlich.
GOÄ-Nr. 1448Bedingt / alternativUmfassende Zielleistung; insbesondere die gegebenenfalls eingeschlossenen Nrn. 1439, 1445, 1446 und 1456 nicht zusätzlich.

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Wann sind die einzelnen Positionen für „Septumdeviation – funktionelle Diagnostik und operative Septumbehandlung“ berechnungsfähig?

Jede Position ist anhand ihres vollständigen Leistungsinhalts und der konkret hinterlegten Abhängigkeiten zu beurteilen.

GOÄ 1

Bedingte oder alternative Position

Nur bei eigenständigem Beratungsinhalt; im Behandlungsfall neben Leistungen der Abschnitte C bis O nur einmal berechnungsfähig.

GOÄ 6

Kernposition der Kombination

Nur bei vollständiger HNO-Untersuchung einschließlich Inspektion von Nase/Nasenhöhle, Rachen, beider Ohren/Gehörgänge/Trommelfelle und indirekter Kehlkopfspiegelung; nicht für einen bloßen Teilbefund.

GOÄ 1417

Kernposition der Kombination

Objektive Funktionsmessung.

GOÄ 1418

Kernposition der Kombination

Rigid oder flexibel; Untersuchung kann die Stimmlippen mit umfassen. Nicht neben Nr. 1466.

GOÄ 1445

Bedingte oder alternative Position

Alternative operative Zielleistung entsprechend tatsächlichem Eingriff.

Abrechnungsalternative: septum_operation
GOÄ 1446

Bedingte oder alternative Position

Nur entsprechend der vollständigen amtlichen Legende; Alternative zu Nr. 1445.

Abrechnungsalternative: septum_operation
GOÄ 1447

Bedingte oder alternative Position

Umfassende Zielleistung; insbesondere die gegebenenfalls eingeschlossenen Nrn. 1439, 1445, 1446 und 1456 nicht zusätzlich.

Abrechnungsalternative: septorhinoplasty
GOÄ 1448

Bedingte oder alternative Position

Umfassende Zielleistung; insbesondere die gegebenenfalls eingeschlossenen Nrn. 1439, 1445, 1446 und 1456 nicht zusätzlich.

Abrechnungsalternative: septorhinoplasty

Welche Abrechnungspfade und Sonderregeln gelten für „Septumdeviation – funktionelle Diagnostik und operative Septumbehandlung“?

Besondere Dokumentationsvorgaben

funktionelle Beschwerden
Rhinomanometrie
Endoskopie
Operationsart
eingeschlossene Teilleistungen

Erforderliche Auswahlpositionen

1445
1446
1447
1448

Wie grenzt sich „Septumdeviation – funktionelle Diagnostik und operative Septumbehandlung“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?

Dieser Artikel behandelt gezielt „Septumdeviation – funktionelle Diagnostik und operative Septumbehandlung“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Nasenmuschelhypertrophie – Funktionsdiagnostik und operative Muschelbehandlung“ sowie „Chronische Rhinosinusitis – Endoskopie, Rhinomanometrie und bilaterale Nebenhöhlensonografie“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.

Was sollte für die Abrechnung von „Septumdeviation – funktionelle Diagnostik und operative Septumbehandlung“ dokumentiert werden?

Behandlungsanlass und konkrete fachliche Fragestellung: Septumdeviation, Nasenscheidewand, Nasenatmungsbehinderung, Septumplastik

Seite und Organregion, vollständiger Untersuchungsumfang, Messparameter, Befund und gegebenenfalls Operationstechnik

GOÄ-Nr. 6: Nur bei vollständiger HNO-Untersuchung einschließlich Inspektion von Nase/Nasenhöhle, Rachen, beider Ohren/Gehörgänge/Trommelfelle und indirekter Kehlkopfspiegelung; nicht für einen bloßen Teilbefund.

GOÄ-Nr. 1417: Objektive Funktionsmessung.

GOÄ-Nr. 1418: Rigid oder flexibel; Untersuchung kann die Stimmlippen mit umfassen. Nicht neben Nr. 1466.

funktionelle Beschwerden

Rhinomanometrie

Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „Septumdeviation – funktionelle Diagnostik und operative Septumbehandlung“ aussehen?

Dokumentierter Beispielfall

Der Beispielfall dokumentiert „Septumdeviation – funktionelle Diagnostik und operative Septumbehandlung“. Vollständig erbracht und getrennt dokumentiert werden GOÄ-Nr. 6 (Nur bei vollständiger HNO-Untersuchung einschließlich Inspektion von Nase/Nasenhöhle, Rachen, beider…); GOÄ-Nr. 1417 (Objektive Funktionsmessung); GOÄ-Nr. 1418 (Rigid oder flexibel; Untersuchung kann die Stimmlippen mit umfassen. Nicht neben Nr. 1466). Für die bedingte Position GOÄ-Nr. 1 gilt zusätzlich: Nur bei eigenständigem Beratungsinhalt; im Behandlungsfall neben Leistungen der Abschnitte C bis O nur einmal berechnungsfähig.


Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.

Welche Abrechnungsfehler sollten für „Septumdeviation – funktionelle Diagnostik und operative Septumbehandlung“ vermieden werden?

1.

Prüfpunkt 1

Orientierende Einzelprüfungen erfüllen nicht automatisch den Umfang einer vollständigen HNO-Funktions- oder Organuntersuchung.


2.

Prüfpunkt 2

GOÄ-Nr. 1 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei eigenständigem Beratungsinhalt; im Behandlungsfall neben Leistungen der Abschnitte C bis O nur einmal berechnungsfähig.


3.

Prüfpunkt 3

Bei „Septumdeviation – funktionelle Diagnostik und operative Septumbehandlung“ werden Kern-, Zusatz- und Alternativpositionen nicht getrennt beurteilt.


4.

Prüfpunkt 4

Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.

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Für „Septumdeviation – funktionelle Diagnostik und operative Septumbehandlung“ führt die Kette GOÄ-Nr. 6, GOÄ-Nr. 1417 und GOÄ-Nr. 1418 als Kernpositionen. GOÄ-Nr. 1, GOÄ-Nr. 1445, GOÄ-Nr. 1446, GOÄ-Nr. 1447 und GOÄ-Nr. 1448 kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.

Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. 6, GOÄ-Nr. 1417 und GOÄ-Nr. 1418. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.

Dieser Artikel behandelt gezielt „Septumdeviation – funktionelle Diagnostik und operative Septumbehandlung“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Nasenmuschelhypertrophie – Funktionsdiagnostik und operative Muschelbehandlung“ sowie „Chronische Rhinosinusitis – Endoskopie, Rhinomanometrie und bilaterale Nebenhöhlensonografie“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

Autor des Artikels

Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.



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