Welche GOÄ-Ziffern sind für „Prostataabszess – operative Eröffnung und Infektionsdiagnostik“ berechnungsfähig?
Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Fachgruppe Urologie für das Thema „Prostataabszess – operative Eröffnung und Infektionsdiagnostik“.

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „Prostataabszess – operative Eröffnung und Infektionsdiagnostik“ in Betracht?
Für „Prostataabszess – operative Eröffnung und Infektionsdiagnostik“ führt die Kette GOÄ-Nr. 1776 und GOÄ-Nr. 410 als Kernpositionen. GOÄ-Nr. 403, GOÄ-Nr. 250, GOÄ-Nr. 3550, GOÄ-Nr. 3551 und GOÄ-Nr. 4605 kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.
Bei der Abrechnung von „Prostataabszess – operative Eröffnung und Infektionsdiagnostik“ stehen Prostataabszess, Fieber, Drainage. Für die Abrechnungsentscheidung sind insbesondere betroffenes Organ und Seite, diagnostischer oder operativer Zugangsweg, Endoskopie, Funktionsmessung, Probengewinnung und selbständige Behandlungsschritte maßgeblich. Der Titel der Behandlung ersetzt keinen dieser Leistungsnachweise.
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 1776 | Kernposition | Eröffnung eines Prostataabszesses vom Damm aus |
| GOÄ-Nr. 410 | Kernposition | Ultraschalluntersuchung eines Organs |
| GOÄ-Nr. 403 | Bedingt / alternativ | Nur bei transkavitärer Durchführung zusätzlich zu einer passenden sonographischen Grundleistung abrechenbar; innerhalb dieser Kette nur zusammen mit Nr. 410. |
| GOÄ-Nr. 250 | Bedingt / alternativ | Nur bei tatsächlich durchgeführter venöser Blutentnahme in einer eigenständigen diagnostischen Behandlungsphase. |
| GOÄ-Nr. 3550 | Bedingt / alternativ | Nur bei medizinischer Indikation und zulässiger eigener Laborleistung; echtes Fremdlabor rechnet selbst. |
| GOÄ-Nr. 3551 | Bedingt / alternativ | Nur bei medizinischer Indikation und zulässiger eigener Laborleistung; echtes Fremdlabor rechnet selbst. |
| GOÄ-Nr. 4605 | Bedingt / alternativ | Semiquantitative Keimzahlbestimmung im Urin mittels Eintauchobjektträgerkultur |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Wann sind die einzelnen Positionen für „Prostataabszess – operative Eröffnung und Infektionsdiagnostik“ berechnungsfähig?
Jede Position ist anhand ihres vollständigen Leistungsinhalts und der konkret hinterlegten Abhängigkeiten zu beurteilen.
Kernposition der Kombination
Eröffnung eines Prostataabszesses vom Damm aus
Kernposition der Kombination
Ultraschalluntersuchung eines Organs
Bedingte oder alternative Position
Nur bei transkavitärer Durchführung zusätzlich zu einer passenden sonographischen Grundleistung abrechenbar; innerhalb dieser Kette nur zusammen mit Nr. 410.
Bedingte oder alternative Position
Nur bei tatsächlich durchgeführter venöser Blutentnahme in einer eigenständigen diagnostischen Behandlungsphase.
Bedingte oder alternative Position
Nur bei medizinischer Indikation und zulässiger eigener Laborleistung; echtes Fremdlabor rechnet selbst.
Bedingte oder alternative Position
Nur bei medizinischer Indikation und zulässiger eigener Laborleistung; echtes Fremdlabor rechnet selbst.
Bedingte oder alternative Position
Semiquantitative Keimzahlbestimmung im Urin mittels Eintauchobjektträgerkultur
Welche Abrechnungspfade und Sonderregeln gelten für „Prostataabszess – operative Eröffnung und Infektionsdiagnostik“?
Besondere Dokumentationsvorgaben
Wie grenzt sich „Prostataabszess – operative Eröffnung und Infektionsdiagnostik“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?
Dieser Artikel behandelt gezielt „Prostataabszess – operative Eröffnung und Infektionsdiagnostik“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Akute bakterielle Prostatitis – Diagnostik und Verlauf“ sowie „Akute Pyelonephritis – urologische Akutdiagnostik“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.
Was sollte für die Abrechnung von „Prostataabszess – operative Eröffnung und Infektionsdiagnostik“ dokumentiert werden?
Behandlungsanlass und konkrete fachliche Fragestellung: Prostataabszess, Fieber, Drainage
Organ, Seite, Indikation, Zugangsweg, Untersuchungs- oder Operationstechnik, Befund und Proben beziehungsweise Implantate
GOÄ-Nr. 1776: Eröffnung eines Prostataabszesses vom Damm aus
GOÄ-Nr. 410: Ultraschalluntersuchung eines Organs
Bildgebung und Abszesslokalisation
Sepsiszeichen
Operationsbericht
Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „Prostataabszess – operative Eröffnung und Infektionsdiagnostik“ aussehen?
Dokumentierter Beispielfall
Der Beispielfall dokumentiert „Prostataabszess – operative Eröffnung und Infektionsdiagnostik“. Vollständig erbracht und getrennt dokumentiert werden GOÄ-Nr. 1776 (Eröffnung eines Prostataabszesses vom Damm aus); GOÄ-Nr. 410 (Ultraschalluntersuchung eines Organs). Für die bedingte Position GOÄ-Nr. 403 gilt zusätzlich: Zuschlag zu sonographischen Leistungen bei transkavitärer Untersuchung.
Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.
Welche Abrechnungsfehler sollten für „Prostataabszess – operative Eröffnung und Infektionsdiagnostik“ vermieden werden?
1.
Prüfpunkt 1
Diagnostische und operative Endoskopie, Zugangsleistungen, Probenentnahme und Nachbehandlung sind nur bei jeweils selbständig erfülltem Leistungsinhalt kombinierbar.
2.
Prüfpunkt 2
GOÄ-Nr. 403 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Zuschlag zu sonographischen Leistungen bei transkavitärer Untersuchung
3.
Prüfpunkt 3
Bei „Prostataabszess – operative Eröffnung und Infektionsdiagnostik“ werden Kern-, Zusatz- und Alternativpositionen nicht getrennt beurteilt.
4.
Prüfpunkt 4
Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.
Welche Urologie-Abrechnungskombinationen sind fachlich verwandt?
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Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. 1776 und GOÄ-Nr. 410. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.
Dieser Artikel behandelt gezielt „Prostataabszess – operative Eröffnung und Infektionsdiagnostik“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Akute bakterielle Prostatitis – Diagnostik und Verlauf“ sowie „Akute Pyelonephritis – urologische Akutdiagnostik“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
