Welche GOÄ-Ziffern sind für „Skabiesverdacht mit klinischer Untersuchung, Dermatoskopie und Milbennachweis“ berechnungsfähig?
Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Fachgruppe Dermatologie für das Thema „Skabiesverdacht mit klinischer Untersuchung, Dermatoskopie und Milbennachweis“.

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „Skabiesverdacht mit klinischer Untersuchung, Dermatoskopie und Milbennachweis“ in Betracht?
Für „Skabiesverdacht mit klinischer Untersuchung, Dermatoskopie und Milbennachweis“ führt die Kette GOÄ-Nr. 1 als Kernposition. GOÄ-Nr. 5, GOÄ-Nr. 7, GOÄ-Nr. 750, GOÄ-Nr. 4742 und GOÄ-Nr. 209 sowie weitere Positionen kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.
Bei der Abrechnung von „Skabiesverdacht mit klinischer Untersuchung, Dermatoskopie und Milbennachweis“ stehen Skabies, Krätze, Milbengang, Sarcoptes scabiei, Dermatoskopie, Mikroskopie. Für die Abrechnungsentscheidung sind insbesondere Zahl, Fläche und Lokalisation der Hautveränderungen, diagnostische Methode, Behandlungsverfahren sowie histologische oder allergologische Zusatzleistungen maßgeblich. Der Titel der Behandlung ersetzt keinen dieser Leistungsnachweise.
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 1 | Kernposition | Beratung – auch mittels Fernsprecher |
| GOÄ-Nr. 5 | Bedingt / alternativ | Symptombezogene Untersuchung der betroffenen Hautareale. |
| GOÄ-Nr. 7 | Bedingt / alternativ | Vollständige Untersuchung des Hautorgans bei generalisiertem oder unklarem Befund. |
| GOÄ-Nr. 750 | Bedingt / alternativ | Auflichtmikroskopie/Dermatoskopie zur Darstellung typischer Strukturen tatsächlich durchgeführt. |
| GOÄ-Nr. 4742 | Bedingt / alternativ | Lichtmikroskopischer Nachweis von Sarcoptes scabiei tatsächlich durch den abrechnenden Laborleistungserbringer erbracht. |
| GOÄ-Nr. 209 | Bedingt / alternativ | Großflächiges Auftragen eines Skabizids in der Praxis als eigenständige Leistung. |
| GOÄ-Nr. 75 | Bedingt / alternativ | Eigenständiger ausführlicher Bericht, etwa für Gemeinschaftseinrichtung oder mitbehandelnde Stelle. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Wann sind die einzelnen Positionen für „Skabiesverdacht mit klinischer Untersuchung, Dermatoskopie und Milbennachweis“ berechnungsfähig?
Jede Position ist anhand ihres vollständigen Leistungsinhalts und der konkret hinterlegten Abhängigkeiten zu beurteilen.
Kernposition der Kombination
Beratung – auch mittels Fernsprecher
Bedingte oder alternative Position
Symptombezogene Untersuchung der betroffenen Hautareale.
Bedingte oder alternative Position
Vollständige Untersuchung des Hautorgans bei generalisiertem oder unklarem Befund.
Bedingte oder alternative Position
Auflichtmikroskopie/Dermatoskopie zur Darstellung typischer Strukturen tatsächlich durchgeführt.
Bedingte oder alternative Position
Lichtmikroskopischer Nachweis von Sarcoptes scabiei tatsächlich durch den abrechnenden Laborleistungserbringer erbracht.
Bedingte oder alternative Position
Großflächiges Auftragen eines Skabizids in der Praxis als eigenständige Leistung.
Bedingte oder alternative Position
Eigenständiger ausführlicher Bericht, etwa für Gemeinschaftseinrichtung oder mitbehandelnde Stelle.
Welche Abrechnungspfade und Sonderregeln gelten für „Skabiesverdacht mit klinischer Untersuchung, Dermatoskopie und Milbennachweis“?
Hinweise zur Kombination
Besondere Dokumentationsvorgaben
Wie grenzt sich „Skabiesverdacht mit klinischer Untersuchung, Dermatoskopie und Milbennachweis“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?
Dieser Artikel behandelt gezielt „Skabiesverdacht mit klinischer Untersuchung, Dermatoskopie und Milbennachweis“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Tinea corporis/pedis mit klinischer Untersuchung, mykologischer Diagnostik und lokaler Behandlung“ sowie „Mollusca contagiosa mit klinischer Abgrenzung und alternativer Kryo-, Kürettage- oder Kautertherapie“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.
Was sollte für die Abrechnung von „Skabiesverdacht mit klinischer Untersuchung, Dermatoskopie und Milbennachweis“ dokumentiert werden?
Behandlungsanlass und konkrete fachliche Fragestellung: Skabies, Krätze, Milbengang, Sarcoptes scabiei
Lokalisation, Anzahl oder Fläche, klinischer Befund, Methode und gegebenenfalls Proben- oder Testumfang
GOÄ-Nr. 1: vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 1
Befallsmuster, Milbengänge und Kontaktanamnese
dermatoskopischer Befund
Entnahmestelle und mikroskopischer Befund
Behandlungstag, eigenständige Leistungsschritte und die Zuordnung jeder Position zur tatsächlichen Dokumentation
Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „Skabiesverdacht mit klinischer Untersuchung, Dermatoskopie und Milbennachweis“ aussehen?
Dokumentierter Beispielfall
Der Beispielfall dokumentiert „Skabiesverdacht mit klinischer Untersuchung, Dermatoskopie und Milbennachweis“. Vollständig erbracht und getrennt dokumentiert werden GOÄ-Nr. 1 (vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 1). Für die bedingte Position GOÄ-Nr. 5 gilt zusätzlich: Symptombezogene Untersuchung der betroffenen Hautareale.
Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.
Welche Abrechnungsfehler sollten für „Skabiesverdacht mit klinischer Untersuchung, Dermatoskopie und Milbennachweis“ vermieden werden?
1.
Prüfpunkt 1
Flächen-, Mengen- und Sitzungsgrenzen müssen aus der tatsächlich behandelten Ausdehnung folgen und dürfen nicht aus der Diagnose geschätzt werden.
2.
Prüfpunkt 2
GOÄ-Nr. 5 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Symptombezogene Untersuchung der betroffenen Hautareale.
3.
Prüfpunkt 3
Bei „Skabiesverdacht mit klinischer Untersuchung, Dermatoskopie und Milbennachweis“ werden Kern-, Zusatz- und Alternativpositionen nicht getrennt beurteilt.
4.
Prüfpunkt 4
Die ausdrücklich vorgesehene manuelle fachliche Prüfung wird durch eine automatische Übernahme der Kette ersetzt.
5.
Prüfpunkt 5
Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.
Welche Dermatologie-Abrechnungskombinationen sind fachlich verwandt?
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Tinea corporis/pedis mit klinischer Untersuchung, mykologischer Diagnostik und lokaler Behandlung
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Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. 1. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.
Dieser Artikel behandelt gezielt „Skabiesverdacht mit klinischer Untersuchung, Dermatoskopie und Milbennachweis“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Tinea corporis/pedis mit klinischer Untersuchung, mykologischer Diagnostik und lokaler Behandlung“ sowie „Mollusca contagiosa mit klinischer Abgrenzung und alternativer Kryo-, Kürettage- oder Kautertherapie“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
