Welche GOÄ-Ziffern sind für „Tinea corporis/pedis mit klinischer Untersuchung, mykologischer Diagnostik und lokaler Behandlung“ berechnungsfähig?

Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Fachgruppe Dermatologie für das Thema „Tinea corporis/pedis mit klinischer Untersuchung, mykologischer Diagnostik und lokaler Behandlung“.

FachgruppeDermatologie
ThemenbereichInfektionen, Warzen und Abszesse
KernpositionenGOÄ-Nr. 1 und GOÄ-Nr. 5
PrüfmaßstabManuelle fachliche Prüfung erforderlich
GOÄ-Abrechnung für Tinea corporis/pedis mit klinischer Untersuchung, mykologischer Diagnostik und lokaler Behandlung

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „Tinea corporis/pedis mit klinischer Untersuchung, mykologischer Diagnostik und lokaler Behandlung“ in Betracht?

Für „Tinea corporis/pedis mit klinischer Untersuchung, mykologischer Diagnostik und lokaler Behandlung“ führt die Kette GOÄ-Nr. 1 und GOÄ-Nr. 5 als Kernpositionen. GOÄ-Nr. 7, GOÄ-Nr. 4710, GOÄ-Nr. 4711, GOÄ-Nr. 4712 und GOÄ-Nr. 4715 sowie weitere Positionen kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.

Bei der Abrechnung von „Tinea corporis/pedis mit klinischer Untersuchung, mykologischer Diagnostik und lokaler Behandlung“ stehen Tinea, Dermatophytose, Fußpilz, Hautpilz, Mykologie, Pilzkultur. Für die Abrechnungsentscheidung sind insbesondere Zahl, Fläche und Lokalisation der Hautveränderungen, diagnostische Methode, Behandlungsverfahren sowie histologische oder allergologische Zusatzleistungen maßgeblich. Der Titel der Behandlung ersetzt keinen dieser Leistungsnachweise.

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 1KernpositionBeratung – auch mittels Fernsprecher
GOÄ-Nr. 5KernpositionSymptombezogene Untersuchung der betroffenen Region.
GOÄ-Nr. 7Bedingt / alternativNur bei vollständiger Untersuchung des gesamten Hautorgans.
GOÄ-Nr. 4710Bedingt / alternativDirekter lichtmikroskopischer Pilznachweis ohne Aufbereitung/Färbung tatsächlich erbracht.
GOÄ-Nr. 4711Bedingt / alternativDirekter lichtmikroskopischer Pilznachweis nach Aufbereitung/Färbung tatsächlich erbracht.
GOÄ-Nr. 4712Bedingt / alternativDirekter lichtmikroskopisch-immunologischer Pilznachweis tatsächlich erbracht.
GOÄ-Nr. 4715Bedingt / alternativPilzkultur auf einfachen Nährmedien tatsächlich angelegt/weitergezüchtet; methodische Mengenbegrenzung beachten.
GOÄ-Nr. 209Bedingt / alternativGroßflächiges Auftragen eines Antimykotikums in der Praxis als eigenständige Leistung.
GOÄ-Nr. 75Bedingt / alternativEigenständiger ausführlicher Befundbericht.

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Wann sind die einzelnen Positionen für „Tinea corporis/pedis mit klinischer Untersuchung, mykologischer Diagnostik und lokaler Behandlung“ berechnungsfähig?

Jede Position ist anhand ihres vollständigen Leistungsinhalts und der konkret hinterlegten Abhängigkeiten zu beurteilen.

GOÄ 1

Kernposition der Kombination

Beratung – auch mittels Fernsprecher

GOÄ 5

Kernposition der Kombination

Symptombezogene Untersuchung der betroffenen Region.

Abrechnungsalternative: clinical_exam
GOÄ 7

Bedingte oder alternative Position

Nur bei vollständiger Untersuchung des gesamten Hautorgans.

Abrechnungsalternative: clinical_exam
GOÄ 4710

Bedingte oder alternative Position

Direkter lichtmikroskopischer Pilznachweis ohne Aufbereitung/Färbung tatsächlich erbracht.

Abrechnungsalternative: direct_mycology
GOÄ 4711

Bedingte oder alternative Position

Direkter lichtmikroskopischer Pilznachweis nach Aufbereitung/Färbung tatsächlich erbracht.

Abrechnungsalternative: direct_mycology
GOÄ 4712

Bedingte oder alternative Position

Direkter lichtmikroskopisch-immunologischer Pilznachweis tatsächlich erbracht.

Abrechnungsalternative: direct_mycology
GOÄ 4715

Bedingte oder alternative Position

Pilzkultur auf einfachen Nährmedien tatsächlich angelegt/weitergezüchtet; methodische Mengenbegrenzung beachten.

GOÄ 209

Bedingte oder alternative Position

Großflächiges Auftragen eines Antimykotikums in der Praxis als eigenständige Leistung.

GOÄ 75

Bedingte oder alternative Position

Eigenständiger ausführlicher Befundbericht.

Welche Abrechnungspfade und Sonderregeln gelten für „Tinea corporis/pedis mit klinischer Untersuchung, mykologischer Diagnostik und lokaler Behandlung“?

Hinweise zur Kombination

Laborpositionen nur durch den tatsächlichen Leistungserbringer abrechnen.
Hautschuppen, Nagelspäne oder -material sind kein mikrobiologischer Abstrich nach Nr. 298; Nr. 298 nur bei tatsächlich durchgeführtem Abstrich mit erfüllter Leistungslegende.
Nr. 4710, 4711 und 4712 sind methodenabhängige Alternativen; Nr. 4715 kann bei zusätzlicher Kultur hinzukommen.

Besondere Dokumentationsvorgaben

Lokalisation, Ausdehnung und klinischer Befund
Art und Entnahmestelle des Untersuchungsmaterials
Mikroskopie-/Kulturergebnis
durchgeführte lokale Behandlung

Wie grenzt sich „Tinea corporis/pedis mit klinischer Untersuchung, mykologischer Diagnostik und lokaler Behandlung“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?

Dieser Artikel behandelt gezielt „Tinea corporis/pedis mit klinischer Untersuchung, mykologischer Diagnostik und lokaler Behandlung“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Skabiesverdacht mit klinischer Untersuchung, Dermatoskopie und Milbennachweis“ sowie „Bakterielle Hautinfektion mit Abstrich, lokaler Versorgung und Entzündungsdiagnostik“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.

Was sollte für die Abrechnung von „Tinea corporis/pedis mit klinischer Untersuchung, mykologischer Diagnostik und lokaler Behandlung“ dokumentiert werden?

Behandlungsanlass und konkrete fachliche Fragestellung: Tinea, Dermatophytose, Fußpilz, Hautpilz

Lokalisation, Anzahl oder Fläche, klinischer Befund, Methode und gegebenenfalls Proben- oder Testumfang

GOÄ-Nr. 1: vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 1

GOÄ-Nr. 5: Symptombezogene Untersuchung der betroffenen Region.

Lokalisation, Ausdehnung und klinischer Befund

Art und Entnahmestelle des Untersuchungsmaterials

Mikroskopie-/Kulturergebnis

Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „Tinea corporis/pedis mit klinischer Untersuchung, mykologischer Diagnostik und lokaler Behandlung“ aussehen?

Dokumentierter Beispielfall

Der Beispielfall dokumentiert „Tinea corporis/pedis mit klinischer Untersuchung, mykologischer Diagnostik und lokaler Behandlung“. Vollständig erbracht und getrennt dokumentiert werden GOÄ-Nr. 1 (vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 1); GOÄ-Nr. 5 (Symptombezogene Untersuchung der betroffenen Region). Für die bedingte Position GOÄ-Nr. 7 gilt zusätzlich: Nur bei vollständiger Untersuchung des gesamten Hautorgans.


Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.

Welche Abrechnungsfehler sollten für „Tinea corporis/pedis mit klinischer Untersuchung, mykologischer Diagnostik und lokaler Behandlung“ vermieden werden?

1.

Prüfpunkt 1

Flächen-, Mengen- und Sitzungsgrenzen müssen aus der tatsächlich behandelten Ausdehnung folgen und dürfen nicht aus der Diagnose geschätzt werden.


2.

Prüfpunkt 2

GOÄ-Nr. 7 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei vollständiger Untersuchung des gesamten Hautorgans.


3.

Prüfpunkt 3

Bei „Tinea corporis/pedis mit klinischer Untersuchung, mykologischer Diagnostik und lokaler Behandlung“ werden Kern-, Zusatz- und Alternativpositionen nicht getrennt beurteilt.


4.

Prüfpunkt 4

Die ausdrücklich vorgesehene manuelle fachliche Prüfung wird durch eine automatische Übernahme der Kette ersetzt.


5.

Prüfpunkt 5

Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.

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Für „Tinea corporis/pedis mit klinischer Untersuchung, mykologischer Diagnostik und lokaler Behandlung“ führt die Kette GOÄ-Nr. 1 und GOÄ-Nr. 5 als Kernpositionen. GOÄ-Nr. 7, GOÄ-Nr. 4710, GOÄ-Nr. 4711, GOÄ-Nr. 4712 und GOÄ-Nr. 4715 sowie weitere Positionen kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.

Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. 1 und GOÄ-Nr. 5. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.

Dieser Artikel behandelt gezielt „Tinea corporis/pedis mit klinischer Untersuchung, mykologischer Diagnostik und lokaler Behandlung“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Skabiesverdacht mit klinischer Untersuchung, Dermatoskopie und Milbennachweis“ sowie „Bakterielle Hautinfektion mit Abstrich, lokaler Versorgung und Entzündungsdiagnostik“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

Autor des Artikels

Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.



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