Welche GOÄ-Ziffern sind für „Adnexitis/Pelvic Inflammatory Disease mit Sonographie, Mehrfachabstrichen, Labor und gegebenenfalls intravenöser Therapie“ berechnungsfähig?
Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Fachgruppe Gynäkologie und Geburtshilfe für das Thema „Adnexitis/Pelvic Inflammatory Disease mit Sonographie, Mehrfachabstrichen, Labor und gegebenenfalls intravenöser Therapie“.

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „Adnexitis/Pelvic Inflammatory Disease mit Sonographie, Mehrfachabstrichen, Labor und gegebenenfalls intravenöser Therapie“ in Betracht?
Für „Adnexitis/Pelvic Inflammatory Disease mit Sonographie, Mehrfachabstrichen, Labor und gegebenenfalls intravenöser Therapie“ führt die Kette GOÄ-Nr. 1, GOÄ-Nr. 7, GOÄ-Nr. 410, GOÄ-Nr. 403, GOÄ-Nr. 250, GOÄ-Nr. 3550, GOÄ-Nr. 298 und GOÄ-Nr. 420 als Kernpositionen. GOÄ-Nr. 401, GOÄ-Nr. 3551, GOÄ-Nr. 3511, GOÄ-Nr. 3531 und GOÄ-Nr. 253 sowie weitere Positionen kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht. Zusätzlich ist eine Auslagen- oder Sachkostenposition getrennt nach § 10 GOÄ zu prüfen.
Bei der Abrechnung von „Adnexitis/Pelvic Inflammatory Disease mit Sonographie, Mehrfachabstrichen, Labor und gegebenenfalls intravenöser Therapie“ stehen Adnexitis, PID, Pelvic Inflammatory Disease, Unterbauchschmerz, Salpingitis, Endometritis. Für die Abrechnungsentscheidung sind insbesondere gynäkologischer oder geburtshilflicher Anlass, Schwangerschaftsphase, Organbezug, Untersuchungsweg und eigenständige operative beziehungsweise diagnostische Schritte maßgeblich. Der Titel der Behandlung ersetzt keinen dieser Leistungsnachweise.
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 1 | Kernposition | Beratung – auch mittels Fernsprecher |
| GOÄ-Nr. 7 | Kernposition | Vollständige körperliche Untersuchung mindestens eines der folgenden Organsysteme |
| GOÄ-Nr. 410 | Kernposition | Sonographie eines betroffenen Beckenorgans; Organ benennen. |
| GOÄ-Nr. 403 | Kernposition | Zuschlag bei tatsächlich transkavitär durchgeführter Sonographie; setzt eine passende Sonographie-Grundleistung voraus. |
| GOÄ-Nr. 401 | Bedingt / alternativ | Duplex-Zuschlag nur bei eigenständiger zusätzlicher Duplexuntersuchung, einmal je Sitzung; Gefäßgebiet/Organ benennen. |
| GOÄ-Nr. 250 | Kernposition | Blutentnahme mittels Spritze, Kanüle oder Katheter aus der Vene |
| GOÄ-Nr. 3550 | Kernposition | Blutbild und Blutbildbestandteile |
| GOÄ-Nr. 3551 | Bedingt / alternativ | Nur zus ätzlich zu Nr. 3550. |
| GOÄ-Nr. 298 | Kernposition | Mikrobiologische Abstriche je Material/Entnahmeort. |
| GOÄ-Nr. 3511 | Bedingt / alternativ | Untersuchung von Körpermaterial (z.B. Urin) mit vorgefertigten Reagenzien und visueller Auswertung, qualitativ/semiquantitativ, je Untersuchung. |
| GOÄ-Nr. 3531 | Bedingt / alternativ | Urinsediment |
| GOÄ-Nr. 253 | Bedingt / alternativ | Intravenöse Injektion; nicht zusätzlich zu Nr. 271–274 in derselben Sitzung. |
| GOÄ-Nr. 271 | Bedingt / alternativ | Intravenöse Infusion bis 30 Minuten; Dauer dokumentieren. |
| GOÄ-Nr. 272 | Bedingt / alternativ | Intravenöse Infusion über 30 Minuten; Dauer dokumentieren. |
| GOÄ-Nr. 60 | Bedingt / alternativ | Konsiliarische Erörterung zwischen zwei oder mehr liquidationsberechtigten Ärzten, für jeden Arzt |
| GOÄ-Nr. 75 | Bedingt / alternativ | Umfassender Bericht mit Anamnese, Befunden, Beurteilung und ggf. Therapie. |
| SACHKOSTEN | Auslage / Sachkosten | Zulässige Arzneimittel-/Infusionsauslagen. |
| GOÄ-Nr. 420 | Kernposition | Je weiteres tatsächlich untersuchtes Organ/Region im Anschluss an genau eine Grundleistung nach Nr. 410–418; insgesamt höchstens dreimal je Sitzung; jedes Organ/Region benennen. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Wann sind die einzelnen Positionen für „Adnexitis/Pelvic Inflammatory Disease mit Sonographie, Mehrfachabstrichen, Labor und gegebenenfalls intravenöser Therapie“ berechnungsfähig?
Jede Position ist anhand ihres vollständigen Leistungsinhalts und der konkret hinterlegten Abhängigkeiten zu beurteilen.
Kernposition der Kombination
Beratung – auch mittels Fernsprecher
Kernposition der Kombination
Vollständige körperliche Untersuchung mindestens eines der folgenden Organsysteme
Kernposition der Kombination
Sonographie eines betroffenen Beckenorgans; Organ benennen.
Kernposition der Kombination
Zuschlag bei tatsächlich transkavitär durchgeführter Sonographie; setzt eine passende Sonographie-Grundleistung voraus.
Bedingte oder alternative Position
Duplex-Zuschlag nur bei eigenständiger zusätzlicher Duplexuntersuchung, einmal je Sitzung; Gefäßgebiet/Organ benennen.
Kernposition der Kombination
Blutentnahme mittels Spritze, Kanüle oder Katheter aus der Vene
Kernposition der Kombination
Blutbild und Blutbildbestandteile
Kernposition der Kombination
Mikrobiologische Abstriche je Material/Entnahmeort.
Bedingte oder alternative Position
Untersuchung von Körpermaterial (z.B. Urin) mit vorgefertigten Reagenzien und visueller Auswertung, qualitativ/semiquantitativ, je Untersuchung.
Bedingte oder alternative Position
Urinsediment
Bedingte oder alternative Position
Intravenöse Injektion; nicht zusätzlich zu Nr. 271–274 in derselben Sitzung.
Bedingte oder alternative Position
Intravenöse Infusion bis 30 Minuten; Dauer dokumentieren.
Bedingte oder alternative Position
Intravenöse Infusion über 30 Minuten; Dauer dokumentieren.
Bedingte oder alternative Position
Konsiliarische Erörterung zwischen zwei oder mehr liquidationsberechtigten Ärzten, für jeden Arzt
Bedingte oder alternative Position
Umfassender Bericht mit Anamnese, Befunden, Beurteilung und ggf. Therapie.
Bedingte oder alternative Position
Zulässige Arzneimittel-/Infusionsauslagen.
Kernposition der Kombination
Je weiteres tatsächlich untersuchtes Organ/Region im Anschluss an genau eine Grundleistung nach Nr. 410–418; insgesamt höchstens dreimal je Sitzung; jedes Organ/Region benennen.
Welche Abrechnungspfade und Sonderregeln gelten für „Adnexitis/Pelvic Inflammatory Disease mit Sonographie, Mehrfachabstrichen, Labor und gegebenenfalls intravenöser Therapie“?
Hinweise zur Kombination
Besondere Dokumentationsvorgaben
Wie grenzt sich „Adnexitis/Pelvic Inflammatory Disease mit Sonographie, Mehrfachabstrichen, Labor und gegebenenfalls intravenöser Therapie“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?
Dieser Artikel behandelt gezielt „Adnexitis/Pelvic Inflammatory Disease mit Sonographie, Mehrfachabstrichen, Labor und gegebenenfalls intravenöser Therapie“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Akuter Unterbauchschmerz mit Ausschluss ektoper Schwangerschaft, Infektion und Adnextorsion“ sowie „Endometrioseverdacht mit Schmerz-/Fertilitätsanamnese, Sonographie und möglicher operativer Pelviskopie“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.
Was sollte für die Abrechnung von „Adnexitis/Pelvic Inflammatory Disease mit Sonographie, Mehrfachabstrichen, Labor und gegebenenfalls intravenöser Therapie“ dokumentiert werden?
Behandlungsanlass und konkrete fachliche Fragestellung: Adnexitis, PID, Pelvic Inflammatory Disease, Unterbauchschmerz
Anlass, Schwangerschafts- oder Zyklusbezug, untersuchte Organe, Zugangsweg, Befunde und selbständige Behandlungsschritte
GOÄ-Nr. 1: vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 1
GOÄ-Nr. 7: vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 7
GOÄ-Nr. 410: Sonographie eines betroffenen Beckenorgans; Organ benennen.
Schmerz, Fieber und Sexualanamnese
Portio-/Adnexbefund und Druckschmerz
Tatsächlich verwendete Materialien oder Arzneimittel mit Menge, Kosten und prüffähiger Zuordnung als Auslage
Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „Adnexitis/Pelvic Inflammatory Disease mit Sonographie, Mehrfachabstrichen, Labor und gegebenenfalls intravenöser Therapie“ aussehen?
Dokumentierter Beispielfall
Der Beispielfall dokumentiert „Adnexitis/Pelvic Inflammatory Disease mit Sonographie, Mehrfachabstrichen, Labor und gegebenenfalls intravenöser Therapie“. Vollständig erbracht und getrennt dokumentiert werden GOÄ-Nr. 1 (vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 1); GOÄ-Nr. 7 (vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 7); GOÄ-Nr. 410 (Sonographie eines betroffenen Beckenorgans; Organ benennen); GOÄ-Nr. 403 (Zuschlag bei tatsächlich transkavitär durchgeführter Sonographie; setzt eine passende Sonographie-Grundleistung…); GOÄ-Nr. 250 (vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 250). Für die bedingte Position GOÄ-Nr. 401 gilt zusätzlich: Duplex-Zuschlag nur bei eigenständiger zusätzlicher Duplexuntersuchung, einmal je Sitzung; Gefäßgebiet/Organ benennen. Die verwendete Auslage Sachkosten / Auslage wird separat und nur in tatsächlich zulässiger Höhe geprüft.
Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.
Welche Auslagen oder Sachkosten sind für „Adnexitis/Pelvic Inflammatory Disease mit Sonographie, Mehrfachabstrichen, Labor und gegebenenfalls intravenöser Therapie“ gesondert zu prüfen?
Auslagen sind keine GOÄ-Leistungsziffern. Sie werden getrennt auf ihre tatsächliche Verwendung, Berechnungsfähigkeit und erforderlichen Rechnungsangaben geprüft.
SACHKOSTEN
Zulässige Arzneimittel-/Infusionsauslagen.
Welche Abrechnungsfehler sollten für „Adnexitis/Pelvic Inflammatory Disease mit Sonographie, Mehrfachabstrichen, Labor und gegebenenfalls intravenöser Therapie“ vermieden werden?
1.
Prüfpunkt 1
Vorsorge, kurative Diagnostik, Schwangerschaftsbetreuung und operative Leistungen dürfen nicht allein aufgrund desselben Termins zu einem Paket zusammengezogen werden.
2.
Prüfpunkt 2
GOÄ-Nr. 401 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Duplex-Zuschlag nur bei eigenständiger zusätzlicher Duplexuntersuchung, einmal je Sitzung; Gefäßgebiet/Organ benennen.
3.
Prüfpunkt 3
Bei „Adnexitis/Pelvic Inflammatory Disease mit Sonographie, Mehrfachabstrichen, Labor und gegebenenfalls intravenöser Therapie“ werden Kern-, Zusatz- und Alternativpositionen nicht getrennt beurteilt.
4.
Prüfpunkt 4
Die ausdrücklich vorgesehene manuelle fachliche Prüfung wird durch eine automatische Übernahme der Kette ersetzt.
5.
Prüfpunkt 5
Sachkosten oder Auslagen werden wie eine GOÄ-Ziffer behandelt oder ohne tatsächliche Verwendung und prüffähigen Kostennachweis übernommen.
6.
Prüfpunkt 6
Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.
Welche Gynäkologie und Geburtshilfe-Abrechnungskombinationen sind fachlich verwandt?
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Akuter Unterbauchschmerz mit Ausschluss ektoper Schwangerschaft, Infektion und Adnextorsion
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Endometrioseverdacht mit Schmerz-/Fertilitätsanamnese, Sonographie und möglicher operativer Pelviskopie
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Ovarialzyste/Adnexraumforderung mit transvaginaler Sonographie, Duplex und möglicher Pelviskopie
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
Passende GOÄ-Ziffern direkt aus Ihrer Dokumentation finden
Testen Sie die kostenlose GOÄ-KI und erhalten Sie einen nachvollziehbaren Rechnungsvorschlag.
Gynäkologie und Geburtshilfe: GOÄ-Leistungen nachvollziehbar dokumentieren und abrechnen
oder
Kostenlos testenFür „Adnexitis/Pelvic Inflammatory Disease mit Sonographie, Mehrfachabstrichen, Labor und gegebenenfalls intravenöser Therapie“ führt die Kette GOÄ-Nr. 1, GOÄ-Nr. 7, GOÄ-Nr. 410, GOÄ-Nr. 403, GOÄ-Nr. 250, GOÄ-Nr. 3550, GOÄ-Nr. 298 und GOÄ-Nr. 420 als Kernpositionen. GOÄ-Nr. 401, GOÄ-Nr. 3551, GOÄ-Nr. 3511, GOÄ-Nr. 3531 und GOÄ-Nr. 253 sowie weitere Positionen kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht. Zusätzlich ist eine Auslagen- oder Sachkostenposition getrennt nach § 10 GOÄ zu prüfen.
Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. 1, GOÄ-Nr. 7, GOÄ-Nr. 410, GOÄ-Nr. 403, GOÄ-Nr. 250, GOÄ-Nr. 3550, GOÄ-Nr. 298 und GOÄ-Nr. 420. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.
Dieser Artikel behandelt gezielt „Adnexitis/Pelvic Inflammatory Disease mit Sonographie, Mehrfachabstrichen, Labor und gegebenenfalls intravenöser Therapie“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Akuter Unterbauchschmerz mit Ausschluss ektoper Schwangerschaft, Infektion und Adnextorsion“ sowie „Endometrioseverdacht mit Schmerz-/Fertilitätsanamnese, Sonographie und möglicher operativer Pelviskopie“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
