Welche GOÄ-Ziffern sind für „Serienangiographie einer Extremität“ berechnungsfähig?
Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Fachgruppe Radiologie für das Thema „Serienangiographie einer Extremität“.

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „Serienangiographie einer Extremität“ in Betracht?
Für „Serienangiographie einer Extremität“ führt die Kette GOÄ-Nr. 5309 als Kernposition. GOÄ-Nr. 5310, GOÄ-Nr. 5328 und GOÄ-Nr. 5335 kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.
Bei der Abrechnung von „Serienangiographie einer Extremität“ stehen Extremitätenangiographie, Armarterien, Beinarterien. Für die Abrechnungsentscheidung sind insbesondere Modalität, Körperregion, Zahl der Ebenen oder Serien, Kontrastmittelphase, interventionelle Zusatzleistung und modalitätsspezifische Höchstwerte maßgeblich. Der Titel der Behandlung ersetzt keinen dieser Leistungsnachweise.
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 5309 | Kernposition | Serienangiographie einer Extremität, erste Serie |
| GOÄ-Nr. 5310 | Bedingt / alternativ | Weitere Serie(n) |
| GOÄ-Nr. 5328 | Bedingt / alternativ | Nur bei simultaner Zwei-Ebenen-Technik zu Nrn. 5300 bis 5327; einmal je Sitzung und nur zum einfachen Gebührensatz. |
| GOÄ-Nr. 5335 | Bedingt / alternativ | Nur bei tatsächlicher computergestützter Analyse und Abbildung zu Nrn. 5300 bis 5331; einmal je Untersuchungstag und nur zum einfachen Gebührensatz. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Wann sind die einzelnen Positionen für „Serienangiographie einer Extremität“ berechnungsfähig?
Jede Position ist anhand ihres vollständigen Leistungsinhalts und der konkret hinterlegten Abhängigkeiten zu beurteilen.
Kernposition der Kombination
Serienangiographie einer Extremität, erste Serie
Bedingte oder alternative Position
Weitere Serie(n)
Bedingte oder alternative Position
Nur bei simultaner Zwei-Ebenen-Technik zu Nrn. 5300 bis 5327; einmal je Sitzung und nur zum einfachen Gebührensatz.
Bedingte oder alternative Position
Nur bei tatsächlicher computergestützter Analyse und Abbildung zu Nrn. 5300 bis 5331; einmal je Untersuchungstag und nur zum einfachen Gebührensatz.
Welche Abrechnungspfade und Sonderregeln gelten für „Serienangiographie einer Extremität“?
Besondere Dokumentationsvorgaben
Wie grenzt sich „Serienangiographie einer Extremität“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?
Dieser Artikel behandelt gezielt „Serienangiographie einer Extremität“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Serienangiographie von Becken und beiden Beinen“ sowie „Serienangiographie einer weiteren Extremität im zeitlichen Zusammenhang“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.
Was sollte für die Abrechnung von „Serienangiographie einer Extremität“ dokumentiert werden?
Behandlungsanlass und konkrete fachliche Fragestellung: Extremitätenangiographie, Armarterien, Beinarterien
rechtfertigende Indikation, Modalität, Region und Seite, Ebenen beziehungsweise Sequenzen, Kontrastmittel und eigenständige Interventionen
GOÄ-Nr. 5309: Serienangiographie einer Extremität, erste Serie
Extremität und Seite
Serienzahl
Gefäßbefund
Behandlungstag, eigenständige Leistungsschritte und die Zuordnung jeder Position zur tatsächlichen Dokumentation
Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „Serienangiographie einer Extremität“ aussehen?
Dokumentierter Beispielfall
Der Beispielfall dokumentiert „Serienangiographie einer Extremität“. Vollständig erbracht und getrennt dokumentiert werden GOÄ-Nr. 5309 (Serienangiographie einer Extremität, erste Serie). Für die bedingte Position GOÄ-Nr. 5310 gilt zusätzlich: Weitere Serie(n).
Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.
Welche Abrechnungsfehler sollten für „Serienangiographie einer Extremität“ vermieden werden?
1.
Prüfpunkt 1
Weitere Ebenen, Regionen, Kontrastmittel- oder Interventionspositionen dürfen nicht aus der Untersuchungsbezeichnung, sondern nur aus dem dokumentierten Protokoll folgen.
2.
Prüfpunkt 2
GOÄ-Nr. 5310 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Weitere Serie(n)
3.
Prüfpunkt 3
Bei „Serienangiographie einer Extremität“ werden Kern-, Zusatz- und Alternativpositionen nicht getrennt beurteilt.
4.
Prüfpunkt 4
Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.
Welche Radiologie-Abrechnungskombinationen sind fachlich verwandt?
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Serienangiographie von Becken und beiden Beinen
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Serienangiographie einer weiteren Extremität im zeitlichen Zusammenhang
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Zentrale Serienangiographie von Kopf, Thorax oder Abdomen
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Phlebographie einer Extremität
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. 5309. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.
Dieser Artikel behandelt gezielt „Serienangiographie einer Extremität“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Serienangiographie von Becken und beiden Beinen“ sowie „Serienangiographie einer weiteren Extremität im zeitlichen Zusammenhang“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
