Welche GOÄ-Ziffern sind für „BPH – Verlaufskontrolle mit Uroflowmetrie und Restharn“ berechnungsfähig?

Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Fachgruppe Urologie für das Thema „BPH – Verlaufskontrolle mit Uroflowmetrie und Restharn“.

FachgruppeUrologie
ThemenbereichProstata und untere Harnwege
KernpositionenGOÄ-Nr. 1792 und GOÄ-Nr. 410
Nur bei ZusatzleistungGOÄ-Nr. 1, GOÄ-Nr. 3511 und GOÄ-Nr. 3585
PrüfmaßstabLeistungsinhalt, Ausschlüsse und Dokumentation einzeln prüfen
GOÄ-Abrechnung für BPH – Verlaufskontrolle mit Uroflowmetrie und Restharn

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „BPH – Verlaufskontrolle mit Uroflowmetrie und Restharn“ in Betracht?

Für „BPH – Verlaufskontrolle mit Uroflowmetrie und Restharn“ führt die Kette GOÄ-Nr. 1792 und GOÄ-Nr. 410 als Kernpositionen. GOÄ-Nr. 1, GOÄ-Nr. 3511 und GOÄ-Nr. 3585 kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.

Bei der Abrechnung von „BPH – Verlaufskontrolle mit Uroflowmetrie und Restharn“ stehen BPH, Verlauf, Uroflow, Restharn. Für die Abrechnungsentscheidung sind insbesondere betroffenes Organ und Seite, diagnostischer oder operativer Zugangsweg, Endoskopie, Funktionsmessung, Probengewinnung und selbständige Behandlungsschritte maßgeblich. Der Titel der Behandlung ersetzt keinen dieser Leistungsnachweise.

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 1Bedingt / alternativBeratung – auch mittels Fernsprecher
GOÄ-Nr. 1792KernpositionUroflowmetrie einschließlich Registrierung
GOÄ-Nr. 410KernpositionSonographische Restharnbestimmung; Harnblase als Organ angeben.
GOÄ-Nr. 3511Bedingt / alternativUntersuchung eines Körpermaterials mit vorgefertigtem Reagenzträger, z. B. Urinteststreifen
GOÄ-Nr. 3585Bedingt / alternativNierenfunktion nur bei medizinischer Indikation und eigener zulässiger Laborleistung.

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Wann sind die einzelnen Positionen für „BPH – Verlaufskontrolle mit Uroflowmetrie und Restharn“ berechnungsfähig?

Jede Position ist anhand ihres vollständigen Leistungsinhalts und der konkret hinterlegten Abhängigkeiten zu beurteilen.

GOÄ 1

Bedingte oder alternative Position

Beratung – auch mittels Fernsprecher

GOÄ 1792

Kernposition der Kombination

Uroflowmetrie einschließlich Registrierung

GOÄ 410

Kernposition der Kombination

Sonographische Restharnbestimmung; Harnblase als Organ angeben.

GOÄ 3511

Bedingte oder alternative Position

Untersuchung eines Körpermaterials mit vorgefertigtem Reagenzträger, z. B. Urinteststreifen

GOÄ 3585

Bedingte oder alternative Position

Nierenfunktion nur bei medizinischer Indikation und eigener zulässiger Laborleistung.

Welche Abrechnungspfade und Sonderregeln gelten für „BPH – Verlaufskontrolle mit Uroflowmetrie und Restharn“?

Besondere Dokumentationsvorgaben

Medikamentenwirkung/Nebenwirkungen
Uroflowparameter
Restharnmenge
Nierenfunktion bei Indikation

Wie grenzt sich „BPH – Verlaufskontrolle mit Uroflowmetrie und Restharn“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?

Dieser Artikel behandelt gezielt „BPH – Verlaufskontrolle mit Uroflowmetrie und Restharn“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Männliche LUTS/BPH – urologische Erstdiagnostik“ sowie „Erhöhtes PSA – differenzierte urologische Abklärung“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.

Was sollte für die Abrechnung von „BPH – Verlaufskontrolle mit Uroflowmetrie und Restharn“ dokumentiert werden?

Behandlungsanlass und konkrete fachliche Fragestellung: BPH, Verlauf, Uroflow, Restharn

Organ, Seite, Indikation, Zugangsweg, Untersuchungs- oder Operationstechnik, Befund und Proben beziehungsweise Implantate

GOÄ-Nr. 1792: Uroflowmetrie einschließlich Registrierung

GOÄ-Nr. 410: Sonographische Restharnbestimmung; Harnblase als Organ angeben.

Medikamentenwirkung/Nebenwirkungen

Uroflowparameter

Restharnmenge

Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „BPH – Verlaufskontrolle mit Uroflowmetrie und Restharn“ aussehen?

Dokumentierter Beispielfall

Der Beispielfall dokumentiert „BPH – Verlaufskontrolle mit Uroflowmetrie und Restharn“. Vollständig erbracht und getrennt dokumentiert werden GOÄ-Nr. 1792 (Uroflowmetrie einschließlich Registrierung); GOÄ-Nr. 410 (Sonographische Restharnbestimmung; Harnblase als Organ angeben). Für die bedingte Position GOÄ-Nr. 1 gilt zusätzlich: Beratung – auch mittels Fernsprecher.


Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.

Welche Abrechnungsfehler sollten für „BPH – Verlaufskontrolle mit Uroflowmetrie und Restharn“ vermieden werden?

1.

Prüfpunkt 1

Diagnostische und operative Endoskopie, Zugangsleistungen, Probenentnahme und Nachbehandlung sind nur bei jeweils selbständig erfülltem Leistungsinhalt kombinierbar.


2.

Prüfpunkt 2

GOÄ-Nr. 1 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Beratung – auch mittels Fernsprecher


3.

Prüfpunkt 3

Bei „BPH – Verlaufskontrolle mit Uroflowmetrie und Restharn“ werden Kern-, Zusatz- und Alternativpositionen nicht getrennt beurteilt.


4.

Prüfpunkt 4

Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.

Welche Urologie-Abrechnungskombinationen sind fachlich verwandt?

Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.

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Für „BPH – Verlaufskontrolle mit Uroflowmetrie und Restharn“ führt die Kette GOÄ-Nr. 1792 und GOÄ-Nr. 410 als Kernpositionen. GOÄ-Nr. 1, GOÄ-Nr. 3511 und GOÄ-Nr. 3585 kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.

Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. 1792 und GOÄ-Nr. 410. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.

Dieser Artikel behandelt gezielt „BPH – Verlaufskontrolle mit Uroflowmetrie und Restharn“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Männliche LUTS/BPH – urologische Erstdiagnostik“ sowie „Erhöhtes PSA – differenzierte urologische Abklärung“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

Autor des Artikels

Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.



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