Welche GOÄ-Ziffern sind für „Erhöhtes PSA – differenzierte urologische Abklärung“ berechnungsfähig?

Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Fachgruppe Urologie für das Thema „Erhöhtes PSA – differenzierte urologische Abklärung“.

FachgruppeUrologie
ThemenbereichProstata und untere Harnwege
KernpositionenGOÄ-Nr. 5 und GOÄ-Nr. 3908.H3
PrüfmaßstabLeistungsinhalt, Ausschlüsse und Dokumentation einzeln prüfen
GOÄ-Abrechnung für Erhöhtes PSA – differenzierte urologische Abklärung

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „Erhöhtes PSA – differenzierte urologische Abklärung“ in Betracht?

Für „Erhöhtes PSA – differenzierte urologische Abklärung“ führt die Kette GOÄ-Nr. 5 und GOÄ-Nr. 3908.H3 als Kernpositionen. GOÄ-Nr. 34, GOÄ-Nr. 250, GOÄ-Nr. 410, GOÄ-Nr. 403 und GOÄ-Nr. 3585 sowie weitere Positionen kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.

Bei der Abrechnung von „Erhöhtes PSA – differenzierte urologische Abklärung“ stehen PSA erhöht, Prostatakarzinomverdacht, PSA-Dichte. Für die Abrechnungsentscheidung sind insbesondere betroffenes Organ und Seite, diagnostischer oder operativer Zugangsweg, Endoskopie, Funktionsmessung, Probengewinnung und selbständige Behandlungsschritte maßgeblich. Der Titel der Behandlung ersetzt keinen dieser Leistungsnachweise.

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 5KernpositionEigenständige urologische Untersuchung.
GOÄ-Nr. 34Bedingt / alternativNur bei mindestens 20-minütiger Erörterung der Auswirkungen einer nachhaltig lebensverändernden oder lebensbedrohenden Erkrankung; ein isoliert erhöhter PSA-Wert genügt nicht automatisch.
GOÄ-Nr. 3908.H3KernpositionNur bei medizinischer Indikation und zulässiger eigener Laborleistung; echtes Fremdlabor rechnet selbst.
GOÄ-Nr. 250Bedingt / alternativNur bei tatsächlich durchgeführter venöser Blutentnahme in einer eigenständigen diagnostischen Behandlungsphase.
GOÄ-Nr. 410Bedingt / alternativNur bei gesonderter medizinischer Indikation und tatsächlicher Durchführung.
GOÄ-Nr. 403Bedingt / alternativNur bei transrektaler Untersuchung; nur zusätzlich zur Nr. 410.
GOÄ-Nr. 3585Bedingt / alternativNur bei medizinischer Indikation und zulässiger eigener Laborleistung; echtes Fremdlabor rechnet selbst.
GOÄ-Nr. 3511Bedingt / alternativUntersuchung eines Körpermaterials mit vorgefertigtem Reagenzträger, z. B. Urinteststreifen

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Wann sind die einzelnen Positionen für „Erhöhtes PSA – differenzierte urologische Abklärung“ berechnungsfähig?

Jede Position ist anhand ihres vollständigen Leistungsinhalts und der konkret hinterlegten Abhängigkeiten zu beurteilen.

GOÄ 5

Kernposition der Kombination

Eigenständige urologische Untersuchung.

GOÄ 34

Bedingte oder alternative Position

Nur bei mindestens 20-minütiger Erörterung der Auswirkungen einer nachhaltig lebensverändernden oder lebensbedrohenden Erkrankung; ein isoliert erhöhter PSA-Wert genügt nicht automatisch.

GOÄ 3908.H3

Kernposition der Kombination

Nur bei medizinischer Indikation und zulässiger eigener Laborleistung; echtes Fremdlabor rechnet selbst.

GOÄ 250

Bedingte oder alternative Position

Nur bei tatsächlich durchgeführter venöser Blutentnahme in einer eigenständigen diagnostischen Behandlungsphase.

GOÄ 410

Bedingte oder alternative Position

Nur bei gesonderter medizinischer Indikation und tatsächlicher Durchführung.

GOÄ 403

Bedingte oder alternative Position

Nur bei transrektaler Untersuchung; nur zusätzlich zur Nr. 410.

Erforderlicher Zusammenhang: 410
GOÄ 3585

Bedingte oder alternative Position

Nur bei medizinischer Indikation und zulässiger eigener Laborleistung; echtes Fremdlabor rechnet selbst.

GOÄ 3511

Bedingte oder alternative Position

Untersuchung eines Körpermaterials mit vorgefertigtem Reagenzträger, z. B. Urinteststreifen

Welche Abrechnungspfade und Sonderregeln gelten für „Erhöhtes PSA – differenzierte urologische Abklärung“?

Besondere Dokumentationsvorgaben

PSA-Verlauf und Einflussfaktoren
Prostatavolumen/PSA-Dichte
Tastbefund
gemeinsame Entscheidung über MRT/Biopsie

Wie grenzt sich „Erhöhtes PSA – differenzierte urologische Abklärung“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?

Dieser Artikel behandelt gezielt „Erhöhtes PSA – differenzierte urologische Abklärung“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Männliche LUTS/BPH – urologische Erstdiagnostik“ sowie „Krebsfrüherkennungsuntersuchung beim Mann mit optionalem PSA-Test“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.

Was sollte für die Abrechnung von „Erhöhtes PSA – differenzierte urologische Abklärung“ dokumentiert werden?

Behandlungsanlass und konkrete fachliche Fragestellung: PSA erhöht, Prostatakarzinomverdacht, PSA-Dichte

Organ, Seite, Indikation, Zugangsweg, Untersuchungs- oder Operationstechnik, Befund und Proben beziehungsweise Implantate

GOÄ-Nr. 5: Eigenständige urologische Untersuchung.

GOÄ-Nr. 3908.H3: Nur bei medizinischer Indikation und zulässiger eigener Laborleistung; echtes Fremdlabor rechnet selbst.

PSA-Verlauf und Einflussfaktoren

Prostatavolumen/PSA-Dichte

Tastbefund

Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „Erhöhtes PSA – differenzierte urologische Abklärung“ aussehen?

Dokumentierter Beispielfall

Der Beispielfall dokumentiert „Erhöhtes PSA – differenzierte urologische Abklärung“. Vollständig erbracht und getrennt dokumentiert werden GOÄ-Nr. 5 (Eigenständige urologische Untersuchung); GOÄ-Nr. 3908.H3 (Nur bei medizinischer Indikation und zulässiger eigener Laborleistung; echtes Fremdlabor rechnet selbst). Für die bedingte Position GOÄ-Nr. 34 gilt zusätzlich: Nur bei mindestens 20-minütiger Erörterung der Auswirkungen einer nachhaltig lebensverändernden oder lebensbedrohenden Erkrankung; ein isoliert….


Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.

Welche Abrechnungsfehler sollten für „Erhöhtes PSA – differenzierte urologische Abklärung“ vermieden werden?

1.

Prüfpunkt 1

Diagnostische und operative Endoskopie, Zugangsleistungen, Probenentnahme und Nachbehandlung sind nur bei jeweils selbständig erfülltem Leistungsinhalt kombinierbar.


2.

Prüfpunkt 2

GOÄ-Nr. 34 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei mindestens 20-minütiger Erörterung der Auswirkungen einer nachhaltig lebensverändernden oder lebensbedrohenden Erkrankung; ein isoliert erhöhter…


3.

Prüfpunkt 3

Bei „Erhöhtes PSA – differenzierte urologische Abklärung“ werden Kern-, Zusatz- und Alternativpositionen nicht getrennt beurteilt.


4.

Prüfpunkt 4

Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.

Welche Urologie-Abrechnungskombinationen sind fachlich verwandt?

Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.

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Für „Erhöhtes PSA – differenzierte urologische Abklärung“ führt die Kette GOÄ-Nr. 5 und GOÄ-Nr. 3908.H3 als Kernpositionen. GOÄ-Nr. 34, GOÄ-Nr. 250, GOÄ-Nr. 410, GOÄ-Nr. 403 und GOÄ-Nr. 3585 sowie weitere Positionen kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.

Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. 5 und GOÄ-Nr. 3908.H3. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.

Dieser Artikel behandelt gezielt „Erhöhtes PSA – differenzierte urologische Abklärung“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Männliche LUTS/BPH – urologische Erstdiagnostik“ sowie „Krebsfrüherkennungsuntersuchung beim Mann mit optionalem PSA-Test“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

Autor des Artikels

Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.



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