Welche GOÄ-Ziffern sind für „Prostataadenom – transurethrale oder offene Adenomentfernung“ berechnungsfähig?
Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Fachgruppe Urologie für das Thema „Prostataadenom – transurethrale oder offene Adenomentfernung“.

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „Prostataadenom – transurethrale oder offene Adenomentfernung“ in Betracht?
Für „Prostataadenom – transurethrale oder offene Adenomentfernung“ führt die Kette GOÄ-Nr. 1778 als Kernposition. GOÄ-Nr. 250 und GOÄ-Nr. 3550 kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.
Bei der Abrechnung von „Prostataadenom – transurethrale oder offene Adenomentfernung“ stehen TUR-P, Prostataadenom, BPH Operation. Für die Abrechnungsentscheidung sind insbesondere betroffenes Organ und Seite, diagnostischer oder operativer Zugangsweg, Endoskopie, Funktionsmessung, Probengewinnung und selbständige Behandlungsschritte maßgeblich. Der Titel der Behandlung ersetzt keinen dieser Leistungsnachweise.
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 1778 | Kernposition | Operative Entfernung eines Prostataadenoms, auch transurethral |
| GOÄ-Nr. 250 | Bedingt / alternativ | Nur bei tatsächlich durchgeführter venöser Blutentnahme in einer eigenständigen diagnostischen Behandlungsphase. |
| GOÄ-Nr. 3550 | Bedingt / alternativ | Nur bei medizinischer Indikation und zulässiger eigener Laborleistung; echtes Fremdlabor rechnet selbst. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Wann sind die einzelnen Positionen für „Prostataadenom – transurethrale oder offene Adenomentfernung“ berechnungsfähig?
Jede Position ist anhand ihres vollständigen Leistungsinhalts und der konkret hinterlegten Abhängigkeiten zu beurteilen.
Kernposition der Kombination
Operative Entfernung eines Prostataadenoms, auch transurethral
Bedingte oder alternative Position
Nur bei tatsächlich durchgeführter venöser Blutentnahme in einer eigenständigen diagnostischen Behandlungsphase.
Bedingte oder alternative Position
Nur bei medizinischer Indikation und zulässiger eigener Laborleistung; echtes Fremdlabor rechnet selbst.
Welche Abrechnungspfade und Sonderregeln gelten für „Prostataadenom – transurethrale oder offene Adenomentfernung“?
Besondere Dokumentationsvorgaben
Wie grenzt sich „Prostataadenom – transurethrale oder offene Adenomentfernung“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?
Dieser Artikel behandelt gezielt „Prostataadenom – transurethrale oder offene Adenomentfernung“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Männliche LUTS/BPH – urologische Erstdiagnostik“ sowie „BPH – Verlaufskontrolle mit Uroflowmetrie und Restharn“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.
Was sollte für die Abrechnung von „Prostataadenom – transurethrale oder offene Adenomentfernung“ dokumentiert werden?
Behandlungsanlass und konkrete fachliche Fragestellung: TUR-P, Prostataadenom, BPH Operation
Organ, Seite, Indikation, Zugangsweg, Untersuchungs- oder Operationstechnik, Befund und Proben beziehungsweise Implantate
GOÄ-Nr. 1778: Operative Entfernung eines Prostataadenoms, auch transurethral
Prostatavolumen/Obstruktion
Operationsmethode
Resektionsgewicht
Behandlungstag, eigenständige Leistungsschritte und die Zuordnung jeder Position zur tatsächlichen Dokumentation
Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „Prostataadenom – transurethrale oder offene Adenomentfernung“ aussehen?
Dokumentierter Beispielfall
Der Beispielfall dokumentiert „Prostataadenom – transurethrale oder offene Adenomentfernung“. Vollständig erbracht und getrennt dokumentiert werden GOÄ-Nr. 1778 (Operative Entfernung eines Prostataadenoms, auch transurethral). Für die bedingte Position GOÄ-Nr. 250 gilt zusätzlich: Nur bei tatsächlich durchgeführter venöser Blutentnahme in einer eigenständigen diagnostischen Behandlungsphase.
Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.
Welche Abrechnungsfehler sollten für „Prostataadenom – transurethrale oder offene Adenomentfernung“ vermieden werden?
1.
Prüfpunkt 1
Diagnostische und operative Endoskopie, Zugangsleistungen, Probenentnahme und Nachbehandlung sind nur bei jeweils selbständig erfülltem Leistungsinhalt kombinierbar.
2.
Prüfpunkt 2
GOÄ-Nr. 250 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei tatsächlich durchgeführter venöser Blutentnahme in einer eigenständigen diagnostischen Behandlungsphase.
3.
Prüfpunkt 3
Bei „Prostataadenom – transurethrale oder offene Adenomentfernung“ werden Kern-, Zusatz- und Alternativpositionen nicht getrennt beurteilt.
4.
Prüfpunkt 4
Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.
Welche Urologie-Abrechnungskombinationen sind fachlich verwandt?
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Männliche LUTS/BPH – urologische Erstdiagnostik
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
BPH – Verlaufskontrolle mit Uroflowmetrie und Restharn
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Erhöhtes PSA – differenzierte urologische Abklärung
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Krebsfrüherkennungsuntersuchung beim Mann mit optionalem PSA-Test
Dazu gehören:
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
Passende GOÄ-Ziffern direkt aus Ihrer Dokumentation finden
Testen Sie die kostenlose GOÄ-KI und erhalten Sie einen nachvollziehbaren Rechnungsvorschlag.
Urologie: GOÄ-Leistungen nachvollziehbar dokumentieren und abrechnen
oder
Kostenlos testenFür „Prostataadenom – transurethrale oder offene Adenomentfernung“ führt die Kette GOÄ-Nr. 1778 als Kernposition. GOÄ-Nr. 250 und GOÄ-Nr. 3550 kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.
Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. 1778. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.
Dieser Artikel behandelt gezielt „Prostataadenom – transurethrale oder offene Adenomentfernung“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Männliche LUTS/BPH – urologische Erstdiagnostik“ sowie „BPH – Verlaufskontrolle mit Uroflowmetrie und Restharn“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
