Eignungsbeurteilung schwerer Atemschutz – Spiroergometriepfad

Eignungsbezogener Spiroergometriepfad für schweren Atemschutz.

EinordnungEignungsbeurteilung
Nur bei ZusatzleistungGOÄ-Nr. 605A, GOÄ-Nr. 651 und GOÄ-Nr. 80
Vor AbrechnungKostenträger und Vertragsgrundlage klären
GOÄ-Abrechnung für Eignungsbeurteilung schwerer Atemschutz – Spiroergometriepfad

GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen

Ganzkörperstatus und Spiroergometrie bilden den diagnostischen Kern. Ruhespirographie wird nicht zusätzlich zur enthaltenen Voruntersuchung berechnet; Ruhe-EKG und Gutachten benötigen eigenständige Leistungen.

GOÄ-ZifferRolle in der KetteLeistung und Voraussetzung
GOÄ-Nr. 1Kernposition

Beratung – auch mittels Fernsprecher

GOÄ-Nr. 8Kernposition

Untersuchung zur Erhebung des Ganzkörperstatus, gegebenenfalls einschließlich Dokumentation

Nur bei vollständig erhobenem Ganzkörperstatus.

GOÄ-Nr. 606Kernposition

Spiroergometrische Untersuchung – einschließlich vorausgegangener Ruhespirographie und gegebenenfalls einschließlich Oxymetrie

Nur bei tatsächlich durchgeführter Spiroergometrie; Nr. 605 dafür nicht zusätzlich.

GOÄ-Nr. 605ABedingte Zusatzposition

Darstellung der Flußvolumenkurve bei spirographischen Untersuchungen – einschließlich graphischer Registrierung und Dokumentation

Nur bei zusätzlich tatsächlich dargestellter Fluss-Volumen-Kurve.

GOÄ-Nr. 651Bedingte Zusatzposition

Elektrokardiographische Untersuchung in Ruhe – auch gegebenenfalls nach Belastung – mit Extremitäten- und Brustwandableitungen (mindestens neun Ableitungen)

Nur bei eigenständig durchgeführtem Ruhe-EKG; Nrn. 650 bis 653 nicht nebeneinander.

GOÄ-Nr. 80Bedingte Zusatzposition

Schriftliche gutachtliche Äußerung

Nur bei eigenständiger schriftlicher gutachtlicher Äußerung.

Keine Pauschale: Nur vollständig erbrachte und dokumentierte Positionen ansetzen.

Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen

Die Seite behandelt die Eignungsfrage für schweren Atemschutz. Die arbeitsmedizinische Vorsorge der Atemschutzgruppe 3 ist trotz ähnlicher Diagnostik rechtlich und inhaltlich getrennt.

Arbeitsmedizinische Vorsorge und Eignungsbeurteilung verfolgen unterschiedliche Zwecke. Die aktuelle ArbMedVV sowie die Vertragsgrundlage sollten vor der Abrechnung geprüft werden.

Dokumentation für diesen Abrechnungsfall

Eignungsauftrag und Belastungsanforderung

vollständiger Ganzkörperstatus

Spiroergometrie mit Belastungs- und Messprotokoll

gesondertes Ruhe-EKG oder schriftliches Gutachten nur bei eigener Leistung

Praxisbeispiel

Dokumentierter Behandlungsablauf

Im Auftrag zur Eignungsbeurteilung werden Ganzkörperstatus und Spiroergometrie durchgeführt. Ein Gutachten wird nur bei gesondertem schriftlichem Auftrag erstellt.

Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall

1.

Vorsorge und Eignung für Atemschutz werden als dieselbe Leistungssituation dargestellt.


2.

Die in der Spiroergometrie enthaltene Ruhespirographie wird zusätzlich angesetzt.

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Autor des Artikels

Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.