Welche GOÄ-Ziffern sind für „Endonasale Operation an Siebbein- oder Keilbeinhöhle – FESS-Konstellation“ berechnungsfähig?
Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Fachgruppe HNO-Heilkunde für das Thema „Endonasale Operation an Siebbein- oder Keilbeinhöhle – FESS-Konstellation“.

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „Endonasale Operation an Siebbein- oder Keilbeinhöhle – FESS-Konstellation“ in Betracht?
Für „Endonasale Operation an Siebbein- oder Keilbeinhöhle – FESS-Konstellation“ führt die Kette GOÄ-Nr. 6 als Kernposition. GOÄ-Nr. 1, GOÄ-Nr. 1418, GOÄ-Nr. 1469, GOÄ-Nr. 1470 und GOÄ-Nr. 483 kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.
Bei der Abrechnung von „Endonasale Operation an Siebbein- oder Keilbeinhöhle – FESS-Konstellation“ stehen FESS, Ethmoidektomie, Siebbeinzellen, Keilbeinhöhle, endonasale Operation. Für die Abrechnungsentscheidung sind insbesondere betroffene HNO-Region, Seitenbezug, vollständiger Funktions- oder Organstatus, eingesetztes Messverfahren und operative Teilschritte maßgeblich. Der Titel der Behandlung ersetzt keinen dieser Leistungsnachweise.
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 1 | Bedingt / alternativ | Nur bei eigenständigem Beratungsinhalt; im Behandlungsfall neben Leistungen der Abschnitte C bis O nur einmal berechnungsfähig. |
| GOÄ-Nr. 6 | Kernposition | Nur bei vollständiger HNO-Untersuchung einschließlich Inspektion von Nase/Nasenhöhle, Rachen, beider Ohren/Gehörgänge/Trommelfelle und indirekter Kehlkopfspiegelung; nicht für einen bloßen Teilbefund. |
| GOÄ-Nr. 1418 | Bedingt / alternativ | Rigid oder flexibel; Untersuchung kann die Stimmlippen mit umfassen. Nicht neben Nr. 1466. |
| GOÄ-Nr. 1469 | Bedingt / alternativ | Nach BÄK entsprechend Indikation und Zugang je Seite, höchstens zweimal; konkrete Legende prüfen. |
| GOÄ-Nr. 1470 | Bedingt / alternativ | Alternative entsprechend tatsächlichem Umfang; je Seite nach BÄK höchstens zweimal. |
| GOÄ-Nr. 483 | Bedingt / alternativ | Nur bei tatsächlicher, eigenständiger Oberflächen-/Lokalanästhesie entsprechend der Leistungslegende. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Wann sind die einzelnen Positionen für „Endonasale Operation an Siebbein- oder Keilbeinhöhle – FESS-Konstellation“ berechnungsfähig?
Jede Position ist anhand ihres vollständigen Leistungsinhalts und der konkret hinterlegten Abhängigkeiten zu beurteilen.
Bedingte oder alternative Position
Nur bei eigenständigem Beratungsinhalt; im Behandlungsfall neben Leistungen der Abschnitte C bis O nur einmal berechnungsfähig.
Kernposition der Kombination
Nur bei vollständiger HNO-Untersuchung einschließlich Inspektion von Nase/Nasenhöhle, Rachen, beider Ohren/Gehörgänge/Trommelfelle und indirekter Kehlkopfspiegelung; nicht für einen bloßen Teilbefund.
Bedingte oder alternative Position
Rigid oder flexibel; Untersuchung kann die Stimmlippen mit umfassen. Nicht neben Nr. 1466.
Bedingte oder alternative Position
Nach BÄK entsprechend Indikation und Zugang je Seite, höchstens zweimal; konkrete Legende prüfen.
Bedingte oder alternative Position
Alternative entsprechend tatsächlichem Umfang; je Seite nach BÄK höchstens zweimal.
Bedingte oder alternative Position
Nur bei tatsächlicher, eigenständiger Oberflächen-/Lokalanästhesie entsprechend der Leistungslegende.
Welche Abrechnungspfade und Sonderregeln gelten für „Endonasale Operation an Siebbein- oder Keilbeinhöhle – FESS-Konstellation“?
Besondere Dokumentationsvorgaben
Erforderliche Auswahlpositionen
Wie grenzt sich „Endonasale Operation an Siebbein- oder Keilbeinhöhle – FESS-Konstellation“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?
Dieser Artikel behandelt gezielt „Endonasale Operation an Siebbein- oder Keilbeinhöhle – FESS-Konstellation“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Moderne endonasale Kieferhöhlenoperation – Analogbewertung nach BÄK“ sowie „Postoperative Nachbehandlung nach Nasen-/Nebenhöhlenoperation – Endoskopie, Absaugung, Tamponaden-/Splintentfernung und Wundbehandlung“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.
Was sollte für die Abrechnung von „Endonasale Operation an Siebbein- oder Keilbeinhöhle – FESS-Konstellation“ dokumentiert werden?
Behandlungsanlass und konkrete fachliche Fragestellung: FESS, Ethmoidektomie, Siebbeinzellen, Keilbeinhöhle
Seite und Organregion, vollständiger Untersuchungsumfang, Messparameter, Befund und gegebenenfalls Operationstechnik
GOÄ-Nr. 6: Nur bei vollständiger HNO-Untersuchung einschließlich Inspektion von Nase/Nasenhöhle, Rachen, beider Ohren/Gehörgänge/Trommelfelle und indirekter Kehlkopfspiegelung; nicht für einen bloßen Teilbefund.
Indikation
Seite und operierte Höhle
Zugang/Umfang
Behandlungstag, eigenständige Leistungsschritte und die Zuordnung jeder Position zur tatsächlichen Dokumentation
Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „Endonasale Operation an Siebbein- oder Keilbeinhöhle – FESS-Konstellation“ aussehen?
Dokumentierter Beispielfall
Der Beispielfall dokumentiert „Endonasale Operation an Siebbein- oder Keilbeinhöhle – FESS-Konstellation“. Vollständig erbracht und getrennt dokumentiert werden GOÄ-Nr. 6 (Nur bei vollständiger HNO-Untersuchung einschließlich Inspektion von Nase/Nasenhöhle, Rachen, beider…). Für die bedingte Position GOÄ-Nr. 1 gilt zusätzlich: Nur bei eigenständigem Beratungsinhalt; im Behandlungsfall neben Leistungen der Abschnitte C bis O nur einmal berechnungsfähig.
Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.
Welche Abrechnungsfehler sollten für „Endonasale Operation an Siebbein- oder Keilbeinhöhle – FESS-Konstellation“ vermieden werden?
1.
Prüfpunkt 1
Orientierende Einzelprüfungen erfüllen nicht automatisch den Umfang einer vollständigen HNO-Funktions- oder Organuntersuchung.
2.
Prüfpunkt 2
GOÄ-Nr. 1 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei eigenständigem Beratungsinhalt; im Behandlungsfall neben Leistungen der Abschnitte C bis O nur einmal berechnungsfähig.
3.
Prüfpunkt 3
Bei „Endonasale Operation an Siebbein- oder Keilbeinhöhle – FESS-Konstellation“ werden Kern-, Zusatz- und Alternativpositionen nicht getrennt beurteilt.
4.
Prüfpunkt 4
Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.
Welche HNO-Heilkunde-Abrechnungskombinationen sind fachlich verwandt?
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Moderne endonasale Kieferhöhlenoperation – Analogbewertung nach BÄK
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Postoperative Nachbehandlung nach Nasen-/Nebenhöhlenoperation – Endoskopie, Absaugung, Tamponaden-/Splintentfernung und Wundbehandlung
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Akute Epistaxis – Blutstillung durch Ätzung und/oder Tamponade
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
Passende GOÄ-Ziffern direkt aus Ihrer Dokumentation finden
Testen Sie die kostenlose GOÄ-KI und erhalten Sie einen nachvollziehbaren Rechnungsvorschlag.
HNO-Heilkunde: GOÄ-Leistungen nachvollziehbar dokumentieren und abrechnen
oder
Kostenlos testenFür „Endonasale Operation an Siebbein- oder Keilbeinhöhle – FESS-Konstellation“ führt die Kette GOÄ-Nr. 6 als Kernposition. GOÄ-Nr. 1, GOÄ-Nr. 1418, GOÄ-Nr. 1469, GOÄ-Nr. 1470 und GOÄ-Nr. 483 kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.
Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. 6. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.
Dieser Artikel behandelt gezielt „Endonasale Operation an Siebbein- oder Keilbeinhöhle – FESS-Konstellation“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Moderne endonasale Kieferhöhlenoperation – Analogbewertung nach BÄK“ sowie „Postoperative Nachbehandlung nach Nasen-/Nebenhöhlenoperation – Endoskopie, Absaugung, Tamponaden-/Splintentfernung und Wundbehandlung“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
