Fußabdruck/Modellherstellung für orthopädische Versorgung
Orthopädie · Fuß und Sprunggelenk

Zweck und Anwendbarkeit
Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?
Überträgt Achse, Druckverteilung und funktionellen Korrekturbedarf in ein individuell angepasstes orthopädisches Hilfsmittel beziehungsweise Modell. Die Versorgung umfasst fußabdruck/Modellherstellung für orthopädische Versorgung.
Wann ist sie anwendbar?
Bei funktionell relevantem Defizit mit erwartbarem Nutzen der Versorgung; Passform, Korrekturziel, Haut- und Druckstellen sowie Gebrauchsfunktion sind zu prüfen. Erforderliche Kernleistung: Fußabdruck/Modellherstellung für orthopädische Versorgung; sie muss tatsächlich erbracht und dokumentiert sein. Grenze: Abdruck oder Modellherstellung für einen Fuß tatsächlich durchgeführt.
GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 1 | Kernposition | Beratung – auch mittels Fernsprecher |
| GOÄ-Nr. 5 | Bedingt / alternativ | Symptombezogene Untersuchung. Nur bei symptombezogener Untersuchung. |
| GOÄ-Nr. 7 | Bedingt / alternativ | Vollständige körperliche Untersuchung mindestens eines der folgenden Organsysteme. Nur bei vollständiger Untersuchung der Stütz- und Bewegungsorgane. |
| GOÄ-Nr. A652 | Bedingt / alternativ | EKG-Untersuchung in Ruhe und unter Belastung (Ergometrie) mit mindestens neun Ableitungen, ggf. mit Belastungsänderung. Pedographische Messung tatsächlich durchgeführt. |
| GOÄ-Nr. 3310 | Kernposition | Abdrücke oder Modellherstellung durch Gips oder andere Werkstoffe für eine Hand oder für einen Fuß mit oder ohne Positiv. Abdruck oder Modellherstellung für einen Fuß tatsächlich durchgeführt. |
| GOÄ-Nr. 3321 | Bedingt / alternativ | Erstellen eines Konstruktionsplanes für ein großes orthopädisches Hilfsmittel (z.B. Kunstglied). Konstruktionsplan für ein großes orthopädisches Hilfsmittel tatsächlich erstellt. |
| GOÄ-Nr. 75 | Bedingt / alternativ | Umfassender Bericht mit Anamnese, Befunden, Beurteilung und ggf. Therapie. Eigenständiger ausführlicher Versorgungsbericht. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Weitere Angaben zu den Positionen
Kombinationsregeln und Alternativen
Auswahlregeln
Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen
Davon abzugrenzen sind „Hallux valgus/rigidus oder Fußfehlstellung – Röntgen, Pedographie und Einlagenplanung“ sowie „Morton-Neuralgie/Metatarsalgie – Sonographie, Röntgen, Pedographie und Infiltration“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Dokumentation für diesen Abrechnungsfall
Körperregion, Seite, Funktionsbefund, bildgebendes oder therapeutisches Verfahren und selbständige Behandlungsschritte
GOÄ-Nr. 1: vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 1
GOÄ-Nr. 3310: Abdruck oder Modellherstellung für einen Fuß tatsächlich durchgeführt.
Befund und Versorgungsziel
Pedographie
Werkstoff und Modellherstellung
gegebenenfalls Konstruktionsplan
Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall
1.
GOÄ-Nr. 5 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei symptombezogener Untersuchung.
2.
Die für „Fußabdruck/Modellherstellung für orthopädische Versorgung“ hinterlegte Auswahl-, Alternativ- oder Begrenzungsregel wird nicht beachtet.
Ähnliche Abrechnungsfälle
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
