Sprunggelenksdistorsion – Sonographie, Röntgen und Stabilisierung
Orthopädie · Fuß und Sprunggelenk

Zweck und Anwendbarkeit
Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?
Beurteilt bei Sprunggelenksdistorsion Frakturrisiko, Bandstabilität und Weichteilschaden, damit funktionelle Behandlung und notwendige Immobilisation angemessen gewählt werden. Die Bildgebung umfasst handgelenk, Mittelhand, alle Finger einer Hand, Sprunggelenk, Fußwurzel beziehungsweise Mittelfuß, Kniescheibe.
Wann ist sie anwendbar?
Nach Umknicktrauma mit Schwellung, Druckschmerz oder Instabilität; Röntgen folgt klinischen Frakturhinweisen, Sonographie und Schiene nur einer dokumentierten Zusatzfrage beziehungsweise Stabilitätsanforderung. Bei Varianten gilt: Nur tatsächlich erbrachte und dokumentierte Kernleistungen ansetzen: Sonographie, Röntgen und Stabilisierung.
GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 1 | Kernposition | Beratung – auch mittels Fernsprecher |
| GOÄ-Nr. 5 | Bedingt / alternativ | Symptombezogene Untersuchung. Nur bei symptombezogener Untersuchung. |
| GOÄ-Nr. 7 | Bedingt / alternativ | Vollständige körperliche Untersuchung mindestens eines der folgenden Organsysteme. Nur bei vollständiger Untersuchung der Stütz- und Bewegungsorgane. |
| GOÄ-Nr. 410 | Kernposition | Ultraschalluntersuchung eines Organs |
| GOÄ-Nr. 5020 | Kernposition | Handgelenk, Mittelhand, alle Finger einer Hand, Sprunggelenk, Fußwurzel und/oder Mittelfuß, Kniescheibe |
| GOÄ-Nr. 5021 | Bedingt / alternativ | Handgelenk, Mittelhand, alle Finger einer Hand, Sprunggelenk, Fußwurzel und/oder Mittelfuß, Kniescheibe |
| GOÄ-Nr. 204 | Bedingt / alternativ | Wund- oder stabilisierender Verband Kopf/Rumpf/Gelenke (≥2 große Gelenke). Umfasst Schanz-Halskrawatten- und Kompressionsverbände. Kompressions-/Stützverband. |
| GOÄ-Nr. 207 | Bedingt / alternativ | Tape-Verband eines großen Gelenks oder Zinkleimverband. Konventioneller Tapeverband eines großen Gelenks. |
| GOÄ-Nr. 75 | Bedingt / alternativ | Umfassender Bericht mit Anamnese, Befunden, Beurteilung und ggf. Therapie. Eigenständiger ausführlicher Bericht, etwa bei Weiterbehandlung oder Versicherung. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Weitere Angaben zu den Positionen
Kombinationsregeln und Alternativen
Auswahlregeln
Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen
Davon abzugrenzen sind „Akute Knieverletzung – Sonographie, Röntgen und Stabilisierung“ sowie „Morton-Neuralgie/Metatarsalgie – Sonographie, Röntgen, Pedographie und Infiltration“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Dokumentation für diesen Abrechnungsfall
Körperregion, Seite, Funktionsbefund, bildgebendes oder therapeutisches Verfahren und selbständige Behandlungsschritte
GOÄ-Nr. 1: vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 1
GOÄ-Nr. 410: vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 410
GOÄ-Nr. 5020: vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 5020
Unfallmechanismus, Belastbarkeit und Druckpunkte
Bandstabilität und neurovaskulärer Status
Sonographie-/Röntgenbefund
Verband
bei Nr. 75 eigenständiger ausführlicher Bericht
Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall
1.
GOÄ-Nr. 5 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei symptombezogener Untersuchung.
2.
Die für „Sprunggelenksdistorsion – Sonographie, Röntgen und Stabilisierung“ hinterlegte Auswahl-, Alternativ- oder Begrenzungsregel wird nicht beachtet.
Ähnliche Abrechnungsfälle
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
