Kontaktdermatitis – vollständiger Hautstatus und Epikutantest
Kinder- und Jugendmedizin · Allergologie und Dermatologie

Zweck und Anwendbarkeit
Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?
Identifiziert eine verzögerte Kontaktallergie durch standardisierte Epikutantestung und verbindet positive Reaktionen mit tatsächlicher Exposition und Relevanz. Die Abklärung umfasst epikutantest, je Test (1. bis 30. Test je Behandlungsfall) und Epikutantest, je Test (31. bis 50. Test je Behandlungsfall).
Wann ist sie anwendbar?
Bei chronischem oder rezidivierendem Ekzem mit plausiblem Kontakt; Testsubstanzen, Ablesezeitpunkte und klinische Relevanz müssen dokumentiert werden. Bei Varianten gilt: Nur tatsächlich erbrachte und dokumentierte Kernleistungen ansetzen: Vollständiger Hautstatus und Epikutantest.
GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 1 | Kernposition | Beratung. Behandlungsfallbegrenzung beachten. |
| GOÄ-Nr. 7 | Kernposition | Vollständiger Hautstatus. Nicht neben Nr. 5, 6 oder 8. |
| GOÄ-Nr. 380 | Bedingt / alternativ | Epikutantest, je Test (1. bis 30. Test je Behandlungsfall). Für jeden tatsächlich durchgeführten 1. bis 30. Test; Kosten sind abgegolten. |
| GOÄ-Nr. 381 | Bedingt / alternativ | Epikutantest, je Test (31. bis 50. Test je Behandlungsfall). Zusätzlich für jeden tatsächlich durchgeführten 31. bis 50. Test; setzt die vorausgehende Stufe Nr. 380 voraus. |
| GOÄ-Nr. 382 | Bedingt / alternativ | Epikutantest, je Test (51. bis 100. Test je Behandlungsfall). Zusätzlich für jeden tatsächlich durchgeführten 51. bis 100. Test; mehr als 100 Tests je Behandlungsfall nicht berechnungsfähig. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Weitere Angaben zu den Positionen
Bedingte oder alternative Position
Bedingte oder alternative Position
Bedingte oder alternative Position
Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen
Davon abzugrenzen sind „Atopische Dermatitis – vollständiger Hautstatus und allergologische Pricktestdiagnostik“ sowie „Akute oder rezidivierende Urtikaria – Hautstatus, Pricktest, IgE und Entzündungsdiagnostik“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Dokumentation für diesen Abrechnungsfall
Alter, Entwicklungsstand, Anlass, vollständiger Untersuchungs- oder Beratungsumfang und relevante Fremdanamnese
GOÄ-Nr. 1: Behandlungsfallbegrenzung beachten.
GOÄ-Nr. 7: Nicht neben Nr. 5, 6 oder 8.
Exposition und Hautbefund
Testsubstanzen
Anlage und Ablesezeitpunkte
Reaktionen
Meidungs- und Therapieplan
Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall
1.
GOÄ-Nr. 380 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Für jeden tatsächlich durchgeführten 1. bis 30. Test; Kosten sind abgegolten.
Ähnliche Abrechnungsfälle
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
