Welche GOÄ-Ziffern sind für „Prostata – Elektro- oder Kryo-Teilresektion“ berechnungsfähig?
Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Fachgruppe Urologie für das Thema „Prostata – Elektro- oder Kryo-Teilresektion“.

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „Prostata – Elektro- oder Kryo-Teilresektion“ in Betracht?
Für „Prostata – Elektro- oder Kryo-Teilresektion“ führt die Kette GOÄ-Nr. 1777 als Kernposition. GOÄ-Nr. 250 und GOÄ-Nr. 3511 kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.
Bei der Abrechnung von „Prostata – Elektro- oder Kryo-Teilresektion“ stehen Prostata, Kryoresektion, Elektroresektion. Für die Abrechnungsentscheidung sind insbesondere betroffenes Organ und Seite, diagnostischer oder operativer Zugangsweg, Endoskopie, Funktionsmessung, Probengewinnung und selbständige Behandlungsschritte maßgeblich. Der Titel der Behandlung ersetzt keinen dieser Leistungsnachweise.
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 1777 | Kernposition | Elektro- oder Kryo-(Teil-)resektion der Prostata |
| GOÄ-Nr. 250 | Bedingt / alternativ | Nur bei tatsächlich durchgeführter venöser Blutentnahme in einer eigenständigen diagnostischen Behandlungsphase. |
| GOÄ-Nr. 3511 | Bedingt / alternativ | Untersuchung eines Körpermaterials mit vorgefertigtem Reagenzträger, z. B. Urinteststreifen |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Wann sind die einzelnen Positionen für „Prostata – Elektro- oder Kryo-Teilresektion“ berechnungsfähig?
Jede Position ist anhand ihres vollständigen Leistungsinhalts und der konkret hinterlegten Abhängigkeiten zu beurteilen.
Kernposition der Kombination
Elektro- oder Kryo-(Teil-)resektion der Prostata
Bedingte oder alternative Position
Nur bei tatsächlich durchgeführter venöser Blutentnahme in einer eigenständigen diagnostischen Behandlungsphase.
Bedingte oder alternative Position
Untersuchung eines Körpermaterials mit vorgefertigtem Reagenzträger, z. B. Urinteststreifen
Welche Abrechnungspfade und Sonderregeln gelten für „Prostata – Elektro- oder Kryo-Teilresektion“?
Besondere Dokumentationsvorgaben
Wie grenzt sich „Prostata – Elektro- oder Kryo-Teilresektion“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?
Dieser Artikel behandelt gezielt „Prostata – Elektro- oder Kryo-Teilresektion“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Prostata-Stanzbiopsie/Punktion – systematische Gewebeentnahme“ sowie „Erhöhtes PSA – differenzierte urologische Abklärung“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.
Was sollte für die Abrechnung von „Prostata – Elektro- oder Kryo-Teilresektion“ dokumentiert werden?
Behandlungsanlass und konkrete fachliche Fragestellung: Prostata, Kryoresektion, Elektroresektion
Organ, Seite, Indikation, Zugangsweg, Untersuchungs- oder Operationstechnik, Befund und Proben beziehungsweise Implantate
GOÄ-Nr. 1777: Elektro- oder Kryo-(Teil-)resektion der Prostata
Indikation
Verfahren und Umfang
Harnableitung
Behandlungstag, eigenständige Leistungsschritte und die Zuordnung jeder Position zur tatsächlichen Dokumentation
Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „Prostata – Elektro- oder Kryo-Teilresektion“ aussehen?
Dokumentierter Beispielfall
Der Beispielfall dokumentiert „Prostata – Elektro- oder Kryo-Teilresektion“. Vollständig erbracht und getrennt dokumentiert werden GOÄ-Nr. 1777 (Elektro- oder Kryo-(Teil-)resektion der Prostata). Für die bedingte Position GOÄ-Nr. 250 gilt zusätzlich: Nur bei tatsächlich durchgeführter venöser Blutentnahme in einer eigenständigen diagnostischen Behandlungsphase.
Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.
Welche Abrechnungsfehler sollten für „Prostata – Elektro- oder Kryo-Teilresektion“ vermieden werden?
1.
Prüfpunkt 1
Diagnostische und operative Endoskopie, Zugangsleistungen, Probenentnahme und Nachbehandlung sind nur bei jeweils selbständig erfülltem Leistungsinhalt kombinierbar.
2.
Prüfpunkt 2
GOÄ-Nr. 250 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei tatsächlich durchgeführter venöser Blutentnahme in einer eigenständigen diagnostischen Behandlungsphase.
3.
Prüfpunkt 3
Bei „Prostata – Elektro- oder Kryo-Teilresektion“ werden Kern-, Zusatz- und Alternativpositionen nicht getrennt beurteilt.
4.
Prüfpunkt 4
Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.
Welche Urologie-Abrechnungskombinationen sind fachlich verwandt?
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Prostata-Stanzbiopsie/Punktion – systematische Gewebeentnahme
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Erhöhtes PSA – differenzierte urologische Abklärung
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Männliche LUTS/BPH – urologische Erstdiagnostik
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. 1777. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.
Dieser Artikel behandelt gezielt „Prostata – Elektro- oder Kryo-Teilresektion“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Prostata-Stanzbiopsie/Punktion – systematische Gewebeentnahme“ sowie „Erhöhtes PSA – differenzierte urologische Abklärung“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
