Repetitive transkranielle Magnetstimulation bei depressiver Störung
Psychiatrie und Psychotherapie · Krisen und Spezialverfahren

Zweck und Anwendbarkeit
Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?
Moduliert kortikale Netzwerke durch wiederholte Magnetimpulse und soll depressive Symptome bei geeigneter Indikation ohne systemische Arzneimittelexposition vermindern. Die Abklärung umfasst repetitive transkranielle Magnetstimulation bei depressiver Störung.
Wann ist sie anwendbar?
Bei diagnostisch gesicherter depressiver Störung nach Prüfung etablierter Behandlungsoptionen; Stimulationsprotokoll, Kontraindikationen, Krampfrisiko und standardisierte Verlaufsmessung sind festzulegen. Erforderliche Kernleistung: Repetitive transkranielle Magnetstimulation bei depressiver Störung; sie muss tatsächlich erbracht und dokumentiert sein.
GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 801 | Bedingt / alternativ | Eingehende psychiatrische Untersuchung – gegebenenfalls unter Einschaltung der Bezugs- und/oder Kontaktperson. Nur bei vollständig erbrachter eingehender psychiatrischer Untersuchung mit eigenständiger medizinischer Notwendigkeit; nicht automatisch bei jeder Behandlungssitzung. |
| GOÄ-Nr. A828 | Kernposition | Messung visuell, akustisch oder somatosensorisch evozierter Hirnpotentiale (VEP, AEP, SSP). rTMS-Sitzung nach BÄK-Ratgeber analog Nr. 828; medizinische Notwendigkeit und Erstattungsrisiko vorab prüfen. |
| GOÄ-Nr. 857 | Bedingt / alternativ | Orientierende Testauswertung (z.B. Eysenck, MPQ, MPI, Raven, Sceno, Wartegg, Haus-Baum-Mensch), insgesamt. Lüscher-Test ausgeschlossen. |
| GOÄ-Nr. 5 | Bedingt / alternativ | Symptombezogene Untersuchung |
| GOÄ-Nr. 651 | Bedingt / alternativ | Elektrokardiographische Untersuchung in Ruhe – auch gegebenenfalls nach Belastung – mit Extremitäten- und Brustwandableitungen (mindestens neun Ableitungen) |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Weitere Angaben zu den Positionen
Kombinationsregeln und Alternativen
Hinweise zur Kombination
Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen
Davon abzugrenzen sind „Elektrokonvulsionstherapie – psychiatrische Indikations-, Sicherheits- und Verlaufsleistungen“ sowie „Akute psychische Dekompensation oder Suizidkrise – sofortige psychiatrische Notfallbehandlung“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Dokumentation für diesen Abrechnungsfall
Indikation, Setting, Beginn und Ende beziehungsweise Dauer, Teilnehmer, Verfahren, Inhalt und therapeutisches Ergebnis
GOÄ-Nr. A828: rTMS-Sitzung nach BÄK-Ratgeber analog Nr. 828; medizinische Notwendigkeit und Erstattungsrisiko vorab prüfen.
Indikation und Vorbehandlungen
Aufklärung zur möglichen Nichterstattung
Gerät, Zielregion und Stimulationsparameter
Sitzungsnummer und Verträglichkeit
standardisierte Verlaufsbeurteilung
Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall
1.
GOÄ-Nr. 801 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei vollständig erbrachter eingehender psychiatrischer Untersuchung mit eigenständiger medizinischer Notwendigkeit; nicht automatisch bei jeder…
Ähnliche Abrechnungsfälle
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
Passende GOÄ-Ziffern direkt aus Ihrer Dokumentation finden
Testen Sie die kostenlose GOÄ-KI und erhalten Sie einen nachvollziehbaren Rechnungsvorschlag.
Psychiatrie und Psychotherapie: GOÄ-Leistungen nachvollziehbar dokumentieren und abrechnen
oder
Kostenlos testen
Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
