Allergisches Kontaktekzem mit Epikutantestserie und gegebenenfalls Photopatch-Test

Dermatologie · Entzündliche Dermatosen und Phototherapie

FachgruppeDermatologie
ThemenbereichEntzündliche Dermatosen und Phototherapie
KernpositionenGOÄ-Nr. 1 und GOÄ-Nr. 380
PrüfungManuelle fachliche Prüfung erforderlich
GOÄ-Abrechnung für Allergisches Kontaktekzem mit Epikutantestserie und gegebenenfalls Photopatch-Test

Zweck und Anwendbarkeit

Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?

Erfasst Ausdehnung, Aktivität und mögliche Trigger einer entzündlichen Hauterkrankung, um Expositionsvermeidung und stufengerechte Therapie auszurichten. Die Abklärung umfasst allergisches Kontaktekzem mit Epikutantestserie und gegebenenfalls Photopatch-Test.

Wann ist sie anwendbar?

Bei persistierendem oder rezidivierendem Ekzem, relevantem Juckreiz, beruflichem Bezug, Therapieversagen oder Verdacht auf kontaktallergische Mitursache. Bei Varianten gilt: Nur tatsächlich erbrachte und dokumentierte Kernleistungen ansetzen: Allergisches Kontaktekzem mit Epikutantestserie und gegebenenfalls Photopatch-Test. Grenze: 1. bis 30. Epikutantest je Behandlungsfall.

GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 1KernpositionBeratung – auch mittels Fernsprecher
GOÄ-Nr. 5Bedingt / alternativSymptombezogene Untersuchung. Bei ausschließlich symptombezogener Untersuchung der betroffenen Hautregion.
GOÄ-Nr. 7Bedingt / alternativVollständige körperliche Untersuchung mindestens eines der folgenden Organsysteme. Nur bei vollständiger Untersuchung des gesamten Hautorgans einschließlich Hautanhangsgebilden und sichtbaren Schleimhäuten.
GOÄ-Nr. 380KernpositionEpikutantest, je Test (1. bis 30. Test je Behandlungsfall). 1. bis 30. Epikutantest je Behandlungsfall.
GOÄ-Nr. 381Bedingt / alternativEpikutantest, je Test (31. bis 50. Test je Behandlungsfall). 31. bis 50. Epikutantest.
GOÄ-Nr. 382Bedingt / alternativEpikutantest, je Text (51. bis 100. Test je Behandlungsfall). 51. bis 100. Epikutantest.
GOÄ-Nr. 569Bedingt / alternativPhoto-Patch-Test (belichteter Läppchentest), bis zu drei Tests je Sitzung, je Test. Belichteter Läppchentest, bis zu drei Tests je Sitzung.
GOÄ-Nr. 209Bedingt / alternativGroßflächiges Auftragen von Externa (Salben, Cremes etc.) zur Hautbehandlung, mindestens eine Körperregion pro Sitzung. Großflächiges Auftragen eines Externums.
GOÄ-Nr. 75Bedingt / alternativUmfassender Bericht mit Anamnese, Befunden, Beurteilung und ggf. Therapie. Eigenständiger ausführlicher Allergiebericht.

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Weitere Angaben zu den Positionen

GOÄ 5

Bedingte oder alternative Position

Abrechnungsalternative: clinical_exam
GOÄ 7

Bedingte oder alternative Position

Abrechnungsalternative: clinical_exam
GOÄ 380

Kernposition der Kombination

Wiederholung:
Max: 30
GOÄ 381

Bedingte oder alternative Position

Wiederholung:
Max: 20
Erfordert Position: 380
GOÄ 382

Bedingte oder alternative Position

Wiederholung:
Max: 50
Erfordert Position: 381
GOÄ 569

Bedingte oder alternative Position

Wiederholung:
Max: 3

Kombinationsregeln und Alternativen

Hinweise zur Kombination

Mehr als 100 Epikutantests je Behandlungsfall nicht berechnungsfähig.
Kosten der Testmittel sind mit Nr. 380–382 abgegolten.

Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen

Davon abzugrenzen sind „Psoriasis mit Phototherapie und vollständiger Kontrolle einer systemischen Therapie“ sowie „Vitiligo mit vollständiger Hautuntersuchung, UV-Schwellenwertbestimmung und selektiver Phototherapie“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Dokumentation für diesen Abrechnungsfall

Lokalisation, Anzahl oder Fläche, klinischer Befund, Methode und gegebenenfalls Proben- oder Testumfang

GOÄ-Nr. 1: vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 1

GOÄ-Nr. 380: 1. bis 30. Epikutantest je Behandlungsfall.

Verdachtsallergene und Exposition

Anzahl und Bezeichnung der Tests

Ablesezeitpunkte und Reaktionen

bei Photopatch Belichtung

Konsequenzen/Karenzberatung

Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall

1.

GOÄ-Nr. 5 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Bei ausschließlich symptombezogener Untersuchung der betroffenen Hautregion.

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Autor des Artikels

Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.