Enuresis oder rezidivierende Harnwegsinfekte

Kinder- und Jugendmedizin · Nephrologie und Urologie

AbrechnungsfallEnuresis oder rezidivierende Harnwegsinfekte – Harntraktstatus, Urinmikroskopie und Sonographie
FachgruppeKinder- und Jugendmedizin
ThemenbereichNephrologie und Urologie
GOÄ-Abrechnung für Enuresis oder rezidivierende Harnwegsinfekte – Harntraktstatus, Urinmikroskopie und Sonographie

Zweck und Anwendbarkeit

Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?

Sichert beziehungsweise differenziert eine Infektion der Harnwege und liefert bei Bedarf Erreger- und Resistenzinformation für die gezielte Behandlung. Die Bildgebung umfasst urin-Teststreifen.

Wann ist sie anwendbar?

Bei typischen Beschwerden, Fieber/Flankenschmerz, komplizierender Konstellation, Rezidiv oder unklarem beziehungsweise therapieresistentem Verlauf. Erforderliche Kernleistung: Urin-Teststreifen; sie muss tatsächlich erbracht und dokumentiert sein.

GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 1KernpositionBeratung. Behandlungsfallbegrenzung beachten.
GOÄ-Nr. 5KernpositionSymptombezogene Untersuchung. Nur bei tatsächlich durchgeführter symptombezogener Untersuchung; nicht neben Nr. 6, 7 oder 8. Nr. 6 nur verwenden, wenn deren vollständige Organsystem-Legende erfüllt ist.
GOÄ-Nr. 3511KernpositionUrin-Teststreifen. Parameter angeben. Nur bei Erfüllung der Vorhalteleistungsregeln des Abschnitts M I: Untersuchung direkt beim Patienten oder in eigenen Praxisräumen innerhalb von vier Stunden; nicht bei Erbringung im Krankenhaus, in einer Laborgemeinschaft oder laborärztlichen Praxis.
GOÄ-Nr. 3532Bedingt / alternativPhasenkontrastmikroskopische Untersuchung des Harnsediments. Nur bei tatsächlicher eigener Durchführung. Nur bei Erfüllung der Vorhalteleistungsregeln des Abschnitts M I: Untersuchung direkt beim Patienten oder in eigenen Praxisräumen innerhalb von vier Stunden; nicht bei Erbringung im Krankenhaus, in einer Laborgemeinschaft oder laborärztlichen Praxis.
GOÄ-Nr. 410Bedingt / alternativUltraschalluntersuchung eines Organs. Leitorgan angeben. Untersuchtes Organ beziehungsweise die als Organ geltende Körperregion angeben.
GOÄ-Nr. 420Bedingt / alternativUltraschalluntersuchung eines weiteren Organs. Je weiteres Organ, höchstens dreimal; Organe angeben.
GOÄ-Nr. 75Bedingt / alternativAusführlicher Bericht. Nur bei eigenständigem ausführlichem Bericht, z. B. für Mitbehandler.

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Weitere Angaben zu den Positionen

GOÄ 420

Bedingte oder alternative Position

Erforderlicher Zusammenhang: 410
GOÄ 75

Bedingte oder alternative Position

Document type: detailed_report
Bei gleichem Leistungsinhalt ausgeschlossen mit:
70

Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen

Davon abzugrenzen sind „Fieberhafter Harnwegsinfekt – vollständiger Harntraktstatus, Urinmikroskopie, CRP und Sonographie“ sowie „Hämaturie oder Proteinurie – Harntraktstatus, Urinmikroskopie, Blutbild, Kreatinin und Nierensonographie“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Dokumentation für diesen Abrechnungsfall

Alter, Entwicklungsstand, Anlass, vollständiger Untersuchungs- oder Beratungsumfang und relevante Fremdanamnese

GOÄ-Nr. 1: Behandlungsfallbegrenzung beachten.

GOÄ-Nr. 5: Nur bei tatsächlich durchgeführter symptombezogener Untersuchung; nicht neben Nr. 6, 7 oder 8. Nr. 6 nur verwenden, wenn deren vollständige Organsystem-Legende erfüllt ist.

GOÄ-Nr. 3511: Parameter angeben. Nur bei Erfüllung der Vorhalteleistungsregeln des Abschnitts M I: Untersuchung direkt beim Patienten oder in eigenen Praxisräumen innerhalb von vier Stunden; nicht bei Erbringung im Krankenhaus, in einer Laborgemeinschaft oder laborärztlichen Praxis.

Miktions- und Stuhlanamnese

Trink-/Miktionsprotokoll

vollständiger Harntraktstatus

Urinbefund

Sonobefund

Therapieplan

Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall

1.

GOÄ-Nr. 3532 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei tatsächlicher eigener Durchführung. Nur bei Erfüllung der Vorhalteleistungsregeln des Abschnitts M I: Untersuchung direkt beim Patienten oder in…

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Autor des Artikels

Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.