Welche GOÄ-Ziffern sind für „Akute Gastroenteritis mit Dehydratation – Untersuchung, Elektrolyt-/Glukosekontrolle und gegebenenfalls Infusion“ berechnungsfähig?

Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Fachgruppe Kinder- und Jugendmedizin für das Thema „Akute Gastroenteritis mit Dehydratation – Untersuchung, Elektrolyt-/Glukosekontrolle und gegebenenfalls Infusion“.

FachgruppeKinder- und Jugendmedizin
ThemenbereichGastroenterologie und Ernährung
KernpositionenGOÄ-Nr. 5
PrüfmaßstabLeistungsinhalt, Ausschlüsse und Dokumentation einzeln prüfen
GOÄ-Abrechnung für Akute Gastroenteritis mit Dehydratation – Untersuchung, Elektrolyt-/Glukosekontrolle und gegebenenfalls Infusion

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „Akute Gastroenteritis mit Dehydratation – Untersuchung, Elektrolyt-/Glukosekontrolle und gegebenenfalls Infusion“ in Betracht?

Für „Akute Gastroenteritis mit Dehydratation – Untersuchung, Elektrolyt-/Glukosekontrolle und gegebenenfalls Infusion“ führt die Kette GOÄ-Nr. 5 als Kernposition. GOÄ-Nr. 1, GOÄ-Nr. K1, GOÄ-Nr. 250a, GOÄ-Nr. 3514 und GOÄ-Nr. 3524 sowie weitere Positionen kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.

Bei der Abrechnung von „Akute Gastroenteritis mit Dehydratation – Untersuchung, Elektrolyt-/Glukosekontrolle und gegebenenfalls Infusion“ stehen Gastroenteritis, Erbrechen, Durchfall, Dehydratation, Infusion. Für die Abrechnungsentscheidung sind insbesondere Alter und Entwicklungsstand, Vorsorge- oder Krankheitsanlass, Untersuchungsumfang, Zeitvorgaben und gegebenenfalls Einbeziehung der Bezugspersonen maßgeblich. Der Titel der Behandlung ersetzt keinen dieser Leistungsnachweise.

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 1Bedingt / alternativBehandlungsfallbegrenzung beachten.
GOÄ-Nr. 5KernpositionHydratationsstatus und Warnzeichen gezielt untersuchen.
GOÄ-Nr. K1Bedingt / alternativNur bis zum vollendeten 4. Lebensjahr, unmittelbar zu Nr. 5 und einfacher Satz.
GOÄ-Nr. 250aBedingt / alternativNur bei tatsächlicher Entnahme bis zum vollendeten 8. Lebensjahr.
GOÄ-Nr. 3514Bedingt / alternativNur bei Erfüllung der Vorhalteleistungsregeln des Abschnitts M I: Untersuchung direkt beim Patienten oder in eigenen Praxisräumen innerhalb von vier Stunden; nicht bei Erbringung im Krankenhaus, in einer Laborgemeinschaft oder laborärztlichen Praxis.
GOÄ-Nr. 3524Bedingt / alternativNur bei infektiologischer Differenzialdiagnostik. Nur bei Erfüllung der Vorhalteleistungsregeln des Abschnitts M I: Untersuchung direkt beim Patienten oder in eigenen Praxisräumen innerhalb von vier Stunden; nicht bei Erbringung im Krankenhaus, in einer Laborgemeinschaft oder laborärztlichen Praxis.
GOÄ-Nr. 3557Bedingt / alternativNur abrechnen, wenn die konkrete Laborleistung nach Abschnitt M GOÄ vom abrechnenden Arzt persönlich bzw. unter fachlicher Weisung und Aufsicht in zulässiger Weise erbracht wurde. Echtes Fremdlabor rechnet selbst ab; Parameter, Methode, Höchstwerte und Ausschlüsse separat prüfen.
GOÄ-Nr. 3558Bedingt / alternativNur abrechnen, wenn die konkrete Laborleistung nach Abschnitt M GOÄ vom abrechnenden Arzt persönlich bzw. unter fachlicher Weisung und Aufsicht in zulässiger Weise erbracht wurde. Echtes Fremdlabor rechnet selbst ab; Parameter, Methode, Höchstwerte und Ausschlüsse separat prüfen.
GOÄ-Nr. 271Bedingt / alternativNur bei tatsächlich durchgeführter Infusion; nicht neben Nr. 272 bis 276.
GOÄ-Nr. 272Bedingt / alternativNur bei tatsächlicher Infusionsdauer von mehr als 30 Minuten; nicht neben Nr. 271 oder 273 bis 276.
GOÄ-Nr. 273Bedingt / alternativNur bei tatsächlicher Infusion in dieser Altersgruppe; nicht neben Nr. 271, 272 oder 274 bis 276.

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Wann sind die einzelnen Positionen für „Akute Gastroenteritis mit Dehydratation – Untersuchung, Elektrolyt-/Glukosekontrolle und gegebenenfalls Infusion“ berechnungsfähig?

Jede Position ist anhand ihres vollständigen Leistungsinhalts und der konkret hinterlegten Abhängigkeiten zu beurteilen.

GOÄ 1

Bedingte oder alternative Position

Behandlungsfallbegrenzung beachten.

GOÄ 5

Kernposition der Kombination

Hydratationsstatus und Warnzeichen gezielt untersuchen.

GOÄ K1

Bedingte oder alternative Position

Nur bis zum vollendeten 4. Lebensjahr, unmittelbar zu Nr. 5 und einfacher Satz.

Erforderlicher Zusammenhang: 5
GOÄ 250a

Bedingte oder alternative Position

Nur bei tatsächlicher Entnahme bis zum vollendeten 8. Lebensjahr.

GOÄ 3514

Bedingte oder alternative Position

Nur bei Erfüllung der Vorhalteleistungsregeln des Abschnitts M I: Untersuchung direkt beim Patienten oder in eigenen Praxisräumen innerhalb von vier Stunden; nicht bei Erbringung im Krankenhaus, in einer Laborgemeinschaft oder laborärztlichen Praxis.

GOÄ 3524

Bedingte oder alternative Position

Nur bei infektiologischer Differenzialdiagnostik. Nur bei Erfüllung der Vorhalteleistungsregeln des Abschnitts M I: Untersuchung direkt beim Patienten oder in eigenen Praxisräumen innerhalb von vier Stunden; nicht bei Erbringung im Krankenhaus, in einer Laborgemeinschaft oder laborärztlichen Praxis.

GOÄ 3557

Bedingte oder alternative Position

Nur abrechnen, wenn die konkrete Laborleistung nach Abschnitt M GOÄ vom abrechnenden Arzt persönlich bzw. unter fachlicher Weisung und Aufsicht in zulässiger Weise erbracht wurde. Echtes Fremdlabor rechnet selbst ab; Parameter, Methode, Höchstwerte und Ausschlüsse separat prüfen.

GOÄ 3558

Bedingte oder alternative Position

Nur abrechnen, wenn die konkrete Laborleistung nach Abschnitt M GOÄ vom abrechnenden Arzt persönlich bzw. unter fachlicher Weisung und Aufsicht in zulässiger Weise erbracht wurde. Echtes Fremdlabor rechnet selbst ab; Parameter, Methode, Höchstwerte und Ausschlüsse separat prüfen.

GOÄ 271

Bedingte oder alternative Position

Nur bei tatsächlich durchgeführter Infusion; nicht neben Nr. 272 bis 276.

Abrechnungsalternative: infusion_path
GOÄ 272

Bedingte oder alternative Position

Nur bei tatsächlicher Infusionsdauer von mehr als 30 Minuten; nicht neben Nr. 271 oder 273 bis 276.

Abrechnungsalternative: infusion_path
GOÄ 273

Bedingte oder alternative Position

Nur bei tatsächlicher Infusion in dieser Altersgruppe; nicht neben Nr. 271, 272 oder 274 bis 276.

Abrechnungsalternative: infusion_path

Welche Abrechnungspfade und Sonderregeln gelten für „Akute Gastroenteritis mit Dehydratation – Untersuchung, Elektrolyt-/Glukosekontrolle und gegebenenfalls Infusion“?

Besondere Dokumentationsvorgaben

Gewichtsverlust und Flüssigkeitsbilanz
Hydratationsstatus
Laborwerte
Infusionslösung, Menge und Dauer
Verlauf
Einweisungsentscheidung

Wie grenzt sich „Akute Gastroenteritis mit Dehydratation – Untersuchung, Elektrolyt-/Glukosekontrolle und gegebenenfalls Infusion“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?

Dieser Artikel behandelt gezielt „Akute Gastroenteritis mit Dehydratation – Untersuchung, Elektrolyt-/Glukosekontrolle und gegebenenfalls Infusion“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Zöliakieverdacht – Abdomenstatus, venöse Blutentnahme und laborchemische Basisdiagnostik“ sowie „Akute oder rezidivierende Bauchschmerzen – vollständiger Abdomenstatus, Urin-/CRP-Diagnostik und Abdomensonographie“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.

Was sollte für die Abrechnung von „Akute Gastroenteritis mit Dehydratation – Untersuchung, Elektrolyt-/Glukosekontrolle und gegebenenfalls Infusion“ dokumentiert werden?

Behandlungsanlass und konkrete fachliche Fragestellung: Gastroenteritis, Erbrechen, Durchfall, Dehydratation

Alter, Entwicklungsstand, Anlass, vollständiger Untersuchungs- oder Beratungsumfang und relevante Fremdanamnese

GOÄ-Nr. 5: Hydratationsstatus und Warnzeichen gezielt untersuchen.

Gewichtsverlust und Flüssigkeitsbilanz

Hydratationsstatus

Laborwerte

Behandlungstag, eigenständige Leistungsschritte und die Zuordnung jeder Position zur tatsächlichen Dokumentation

Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „Akute Gastroenteritis mit Dehydratation – Untersuchung, Elektrolyt-/Glukosekontrolle und gegebenenfalls Infusion“ aussehen?

Dokumentierter Beispielfall

Der Beispielfall dokumentiert „Akute Gastroenteritis mit Dehydratation – Untersuchung, Elektrolyt-/Glukosekontrolle und gegebenenfalls Infusion“. Vollständig erbracht und getrennt dokumentiert werden GOÄ-Nr. 5 (Hydratationsstatus und Warnzeichen gezielt untersuchen). Für die bedingte Position GOÄ-Nr. 1 gilt zusätzlich: Behandlungsfallbegrenzung beachten.


Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.

Welche Abrechnungsfehler sollten für „Akute Gastroenteritis mit Dehydratation – Untersuchung, Elektrolyt-/Glukosekontrolle und gegebenenfalls Infusion“ vermieden werden?

1.

Prüfpunkt 1

Altersgebundene Vorsorge-, Entwicklungs- und Beratungsleistungen dürfen nicht ohne Einhaltung ihrer Zeit-, Alters- und Inhaltsvorgaben angesetzt werden.


2.

Prüfpunkt 2

GOÄ-Nr. 1 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Behandlungsfallbegrenzung beachten.


3.

Prüfpunkt 3

Bei „Akute Gastroenteritis mit Dehydratation – Untersuchung, Elektrolyt-/Glukosekontrolle und gegebenenfalls Infusion“ werden Kern-, Zusatz- und Alternativpositionen nicht getrennt beurteilt.


4.

Prüfpunkt 4

Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.

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Für „Akute Gastroenteritis mit Dehydratation – Untersuchung, Elektrolyt-/Glukosekontrolle und gegebenenfalls Infusion“ führt die Kette GOÄ-Nr. 5 als Kernposition. GOÄ-Nr. 1, GOÄ-Nr. K1, GOÄ-Nr. 250a, GOÄ-Nr. 3514 und GOÄ-Nr. 3524 sowie weitere Positionen kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.

Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. 5. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.

Dieser Artikel behandelt gezielt „Akute Gastroenteritis mit Dehydratation – Untersuchung, Elektrolyt-/Glukosekontrolle und gegebenenfalls Infusion“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Zöliakieverdacht – Abdomenstatus, venöse Blutentnahme und laborchemische Basisdiagnostik“ sowie „Akute oder rezidivierende Bauchschmerzen – vollständiger Abdomenstatus, Urin-/CRP-Diagnostik und Abdomensonographie“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

Autor des Artikels

Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.



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