Mastodynie oder dichte Brust mit bilateraler Sonographie und ergänzender Mammographie

Gynäkologie und Geburtshilfe · Mammadiagnostik und Senologie

FachgruppeGynäkologie und Geburtshilfe
ThemenbereichMammadiagnostik und Senologie
PrüfungManuelle fachliche Prüfung erforderlich
GOÄ-Abrechnung für Mastodynie oder dichte Brust mit bilateraler Sonographie und ergänzender Mammographie

Zweck und Anwendbarkeit

Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?

Ordnet Beschwerden beziehungsweise Nachsorgebefunde der Brust klinisch und bildgebend ein, um harmlose Veränderungen von abklärungsbedürftigen Läsionen zu trennen und unnötige Zusatzdiagnostik zu vermeiden. Die Bildgebung umfasst mastodynie oder dichte Brust mit bilateraler Sonographie und ergänzender Mammographie.

Wann ist sie anwendbar?

Bei fokalen oder anhaltenden Beschwerden, auffälligem Tastbefund beziehungsweise definierter Nachsorgefrage; Methode und Kontrollintervall richten sich nach Alter, Dichte, Vorbefund und individuellem Risiko. Bei Varianten gilt: Nur tatsächlich erbrachte und dokumentierte Kernleistungen ansetzen: Mastodynie oder dichte Brust mit bilateraler Sonographie und ergänzender Mammographie.

GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 1KernpositionBeratung – auch mittels Fernsprecher
GOÄ-Nr. 7KernpositionVollständige körperliche Untersuchung mindestens eines der folgenden Organsysteme
GOÄ-Nr. 418KernpositionUltraschalluntersuchung einer Brustdrüse – gegebenenfalls einschließlich der regionalen Lymphknoten
GOÄ-Nr. 5266Bedingt / alternativMammographie einer Seite, in zwei Ebenen. Mammographie einer Brust in zwei Ebenen; je Seite gesondert, Seite dokumentieren.
GOÄ-Nr. 5267Bedingt / alternativErgänzende Ebene(n) oder Spezialprojektion(en) im Anschluß an die Leistung nach Nummer 5266. Nur für tatsächlich zusätzlich erstellte Spezial-/Zusatzaufnahme(n) im Anschluss an Nr. 5266; Projektion und Seite dokumentieren.
GOÄ-Nr. 250Bedingt / alternativBlutentnahme mittels Spritze, Kanüle oder Katheter aus der Vene
GOÄ-Nr. 4021Bedingt / alternativHormonbestimmung mittels Ligandenassay – gegebenenfalls einschließlich Doppelbestimmung und aktueller Bezugskurve. FSH bei hormoneller Fragestellung.
GOÄ-Nr. 4039Bedingt / alternativHormonbestimmung mittels Ligandenassay – einschließlich Doppelbestimmung und aktueller Bezugskurve. Estradiol bei hormoneller Fragestellung.
GOÄ-Nr. 4041Bedingt / alternativHormonbestimmung mittels Ligandenassay – einschließlich Doppelbestimmung und aktueller Bezugskurve. Prolaktin bei Galaktorrhoe/entsprechender Indikation.
GOÄ-Nr. 75Bedingt / alternativUmfassender Bericht mit Anamnese, Befunden, Beurteilung und ggf. Therapie.
GOÄ-Nr. 420KernpositionUltraschalluntersuchung von bis zu drei weiteren Organen im Anschluß an eine der Leistungen nach den Nummern 410 bis 418, je Organ. Je weiteres tatsächlich untersuchtes Organ/Region im Anschluss an genau eine Grundleistung nach Nr. 410–418; insgesamt höchstens dreimal je Sitzung; jedes Organ/Region benennen.

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Weitere Angaben zu den Positionen

GOÄ 5266

Bedingte oder alternative Position

Wiederholung:
Max: 2
GOÄ 5267

Bedingte oder alternative Position

Wiederholung:
Max: 2
Abhängig von:
5266
GOÄ 420

Kernposition der Kombination

Wiederholung:
Max: 3
Abhängig von mindestens einer Position:
410
417
418

Kombinationsregeln und Alternativen

Hinweise zur Kombination

Hormonlabor nicht routinemäßig bei jeder Mastodynie, sondern nur bei dokumentierter Fragestellung.

Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen

Davon abzugrenzen sind „Tastbarer Mammabefund mit bilateraler Sonographie, Mammographie und Punktion“ sowie „Brustzyste mit bilateraler Sonographie, Punktion und zytologischer Weiterleitung“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Dokumentation für diesen Abrechnungsfall

Anlass, Schwangerschafts- oder Zyklusbezug, untersuchte Organe, Zugangsweg, Befunde und selbständige Behandlungsschritte

GOÄ-Nr. 1: vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 1

GOÄ-Nr. 7: vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 7

GOÄ-Nr. 418: vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 418

Seite, Zyklusbezug und Tastbefund

Sonographie Brust/Axilla beidseits

Mammographieprojektionen

hormonelle Indikation und Werte

Beurteilung und Verlauf

Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall

1.

GOÄ-Nr. 5266 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Mammographie einer Brust in zwei Ebenen; je Seite gesondert, Seite dokumentieren.

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Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.