Funktionell oder medizinisch indizierte Narbenkorrektur
Dermatologie · Dermatochirurgie und Wundversorgung

Zweck und Anwendbarkeit
Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?
Verbessert Stabilität, Beweglichkeit oder Erscheinungsbild problematischer Narben beziehungsweise behandelt eine gestörte Heilung ursachenbezogen. Der Eingriff umfasst exzision einer in oder unter der Haut oder Schleimhaut liegenden kleinen Geschwulst und Exzision einer größeren Geschwulst.
Wann ist sie anwendbar?
Bei schmerzhafter, kontrakter, instabiler oder entstellender Narbe beziehungsweise verzögerter Heilung nach Prüfung von Infektion, Durchblutung, Spannung und Fremdmaterial. Bei Varianten gilt: Nur tatsächlich erbrachte und dokumentierte Kernleistungen ansetzen: Funktionell oder medizinisch indizierte Narbenkorrektur mit Exzision und Hautlappenplastik.
GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 1 | Kernposition | Beratung – auch mittels Fernsprecher |
| GOÄ-Nr. 5 | Bedingt / alternativ | Symptombezogene Untersuchung. Bei ausschließlich symptombezogener Untersuchung der betroffenen Hautregion. |
| GOÄ-Nr. 7 | Bedingt / alternativ | Vollständige körperliche Untersuchung mindestens eines der folgenden Organsysteme. Nur bei vollständiger Untersuchung des gesamten Hautorgans einschließlich Hautanhangsgebilden und sichtbaren Schleimhäuten. |
| GOÄ-Nr. 490 | Bedingt / alternativ | Infiltrationsanästhesie kleiner Bezirke. Kleiner Anästhesiebezirk. |
| GOÄ-Nr. 491 | Bedingt / alternativ | Infiltrationsanästhesie großer Bezirke – auch Parazervikalanästhesie. Großer Anästhesiebezirk. |
| GOÄ-Nr. 2403 | Bedingt / alternativ | Exzision einer in oder unter der Haut oder Schleimhaut liegenden kleinen Geschwulst. Kleine zu exzidierende Veränderung. |
| GOÄ-Nr. 2404 | Bedingt / alternativ | Exzision einer größeren Geschwulst (z.B. Ganglion, Fasziengeschwulst, Fettgeschwulst, Lymphdrüse, Neurom). Größere zu exzidierende Veränderung. |
| GOÄ-Nr. 2381 | Bedingt / alternativ | Einfache Hautlappenplastik. Einfache Hautlappenplastik. |
| GOÄ-Nr. 2382 | Bedingt / alternativ | Schwierige Hautlappenplastik oder Spalthauttransplantation. Schwierige Hautlappenplastik/Spalthaut. |
| GOÄ-Nr. 755 | Bedingt / alternativ | Hochtouriges Schleifen von Bezirken der Haut bei schweren Entstellungen durch Naevi, narbigen Restzuständen nach Akne vulgaris und ähnlichen Indikationen, je Sitzung. Nur bei hochtourigem Schleifen eines schweren entstellenden narbigen Restzustands oder einer der Leistungslegende vergleichbaren medizinischen Indikation; nicht pauschal bei jeder Narbe beziehungsweise jedem Keloid. |
| GOÄ-Nr. 75 | Bedingt / alternativ | Umfassender Bericht mit Anamnese, Befunden, Beurteilung und ggf. Therapie. Eigenständiger ausführlicher Bericht. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Weitere Angaben zu den Positionen
Bedingte oder alternative Position
Bedingte oder alternative Position
Bedingte oder alternative Position
Bedingte oder alternative Position
Bedingte oder alternative Position
Bedingte oder alternative Position
Bedingte oder alternative Position
Bedingte oder alternative Position
Bedingte oder alternative Position
Kombinationsregeln und Alternativen
Hinweise zur Kombination
Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen
Davon abzugrenzen sind „Benigne Hautgeschwulst/Zyste/Lipom mit Sonographie, Exzision und plastischem Verschluss“ sowie „Chronische oder sekundär heilende Wunde mit Nekrosebehandlung, Externa und Verband“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Dokumentation für diesen Abrechnungsfall
Lokalisation, Anzahl oder Fläche, klinischer Befund, Methode und gegebenenfalls Proben- oder Testumfang
GOÄ-Nr. 1: vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 1
medizinische/funktionelle Indikation
Narbenlokalisation und Fläche
Anästhesie
Exzision
plastischer Verschluss
fotografischer Befund
Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall
1.
GOÄ-Nr. 5 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Bei ausschließlich symptombezogener Untersuchung der betroffenen Hautregion.
Ähnliche Abrechnungsfälle
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
