Postoperative dermatologische Wundkontrolle mit Faden-/Klammerentfernung und Verband

Dermatologie · Dermatochirurgie und Wundversorgung

FachgruppeDermatologie
ThemenbereichDermatochirurgie und Wundversorgung
KernpositionenGOÄ-Nr. 5 und GOÄ-Nr. 2007
PrüfungManuelle fachliche Prüfung erforderlich
GOÄ-Abrechnung für Postoperative dermatologische Wundkontrolle mit Faden-/Klammerentfernung und Verband

Zweck und Anwendbarkeit

Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?

Kontrolliert eine heilende Operations- oder Verletzungswunde, erkennt Dehiszenz beziehungsweise Infektion und entfernt Fäden oder Klammern erst bei ausreichender Wundstabilität. Die Verlaufskontrolle umfasst entfernung von Fäden oder Klammern und Verband.

Wann ist sie anwendbar?

Nach vorausgegangener Wundversorgung zum befundgerechten Kontroll- beziehungsweise Entfernungszeitpunkt; Wundschluss, Rötung, Sekretion, Schmerz und tatsächlich durchgeführte Verband- oder Fadenmaßnahme sind festzuhalten. Bei Varianten gilt: Nur tatsächlich erbrachte und dokumentierte Kernleistungen ansetzen: Entfernung von Fäden oder Klammern und Verband.

GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 1Bedingt / alternativBeratung – auch mittels Fernsprecher. Eigenständige Beratung.
GOÄ-Nr. 5KernpositionSymptombezogene Untersuchung
GOÄ-Nr. 2007KernpositionEntfernung von Fäden oder Klammern
GOÄ-Nr. 200Bedingt / alternativVerband – ausgenommen Schnell- und Sprühverbände, Augen-, Ohrenklappen oder Dreiecktücher. Zusätzlich eigenständiger Verband.
GOÄ-Nr. 2006Bedingt / alternativBehandlung einer Wunde, die nicht primär heilt oder Entzündungserscheinungen oder Eiterungen aufweist – auch Abtragung von Nekrosen an einer Wunde. Bei nicht primär heilender/infizierter Wunde.
GOÄ-Nr. 298Bedingt / alternativEntnahme und gegebenenfalls Aufbereitung von Abstrichmaterial zur mikrobiologischen Untersuchung – gegebenenfalls einschließlich Fixierung. Mikrobiologischer Abstrich bei Infektionsverdacht.

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Weitere Angaben zu den Positionen

GOÄ 2007

Kernposition der Kombination

Behandlungsphase: follow_up

Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen

Davon abzugrenzen sind „Chronische oder sekundär heilende Wunde mit Nekrosebehandlung, Externa und Verband“ sowie „Benigne Hautgeschwulst/Zyste/Lipom mit Sonographie, Exzision und plastischem Verschluss“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Dokumentation für diesen Abrechnungsfall

Lokalisation, Anzahl oder Fläche, klinischer Befund, Methode und gegebenenfalls Proben- oder Testumfang

GOÄ-Nr. 5: vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 5

GOÄ-Nr. 2007: vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 2007

Operationsstelle und Heilungsverlauf

Anzahl/Umfang der entfernten Fäden/Klammern

Wundkomplikationen

Verband/Externum

Abstrich

Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall

1.

GOÄ-Nr. 1 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Eigenständige Beratung.

Passende GOÄ-Ziffern direkt aus Ihrer Dokumentation finden

Testen Sie die kostenlose GOÄ-KI und erhalten Sie einen nachvollziehbaren Rechnungsvorschlag.

Dermatologie: GOÄ-Leistungen nachvollziehbar dokumentieren und abrechnen

oder

Kostenlos testen
Autor des Artikels

Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.