Welche GOÄ-Ziffern sind für „Finger oder Zehen – Röntgen in zwei Ebenen“ berechnungsfähig?
Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Fachgruppe Radiologie für das Thema „Finger oder Zehen – Röntgen in zwei Ebenen“.

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „Finger oder Zehen – Röntgen in zwei Ebenen“ in Betracht?
Für „Finger oder Zehen – Röntgen in zwei Ebenen“ führt die Kette GOÄ-Nr. 5010 als Kernposition. GOÄ-Nr. 5011 und GOÄ-Nr. 5298 kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.
Bei der Abrechnung von „Finger oder Zehen – Röntgen in zwei Ebenen“ stehen Finger, Zehen, Fraktur, Röntgen. Für die Abrechnungsentscheidung sind insbesondere Modalität, Körperregion, Zahl der Ebenen oder Serien, Kontrastmittelphase, interventionelle Zusatzleistung und modalitätsspezifische Höchstwerte maßgeblich. Der Titel der Behandlung ersetzt keinen dieser Leistungsnachweise.
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 5010 | Kernposition | Röntgenuntersuchung von Teilen eines Fingers oder einer Zehe beziehungsweise mehrerer Finger oder Zehen in zwei Ebenen |
| GOÄ-Nr. 5011 | Bedingt / alternativ | Nur bei medizinisch notwendiger zusätzlicher Projektion. |
| GOÄ-Nr. 5298 | Bedingt / alternativ | Nur bei digitaler Radiographie und nur zu einer zuschlagsfähigen Röntgenleistung; einmal je zuschlagsfähiger Leistung entsprechend den GOÄ-Bestimmungen. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Wann sind die einzelnen Positionen für „Finger oder Zehen – Röntgen in zwei Ebenen“ berechnungsfähig?
Jede Position ist anhand ihres vollständigen Leistungsinhalts und der konkret hinterlegten Abhängigkeiten zu beurteilen.
Kernposition der Kombination
Röntgenuntersuchung von Teilen eines Fingers oder einer Zehe beziehungsweise mehrerer Finger oder Zehen in zwei Ebenen
Bedingte oder alternative Position
Nur bei medizinisch notwendiger zusätzlicher Projektion.
Bedingte oder alternative Position
Nur bei digitaler Radiographie und nur zu einer zuschlagsfähigen Röntgenleistung; einmal je zuschlagsfähiger Leistung entsprechend den GOÄ-Bestimmungen.
Welche Abrechnungspfade und Sonderregeln gelten für „Finger oder Zehen – Röntgen in zwei Ebenen“?
Besondere Dokumentationsvorgaben
Wie grenzt sich „Finger oder Zehen – Röntgen in zwei Ebenen“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?
Dieser Artikel behandelt gezielt „Finger oder Zehen – Röntgen in zwei Ebenen“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Handgelenk, Hand, Fuß oder Sprunggelenk – Röntgen in zwei Ebenen“ sowie „Größerer Skelettabschnitt oder großes Gelenk – Röntgen in zwei Ebenen“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.
Was sollte für die Abrechnung von „Finger oder Zehen – Röntgen in zwei Ebenen“ dokumentiert werden?
Behandlungsanlass und konkrete fachliche Fragestellung: Finger, Zehen, Fraktur, Röntgen
rechtfertigende Indikation, Modalität, Region und Seite, Ebenen beziehungsweise Sequenzen, Kontrastmittel und eigenständige Interventionen
GOÄ-Nr. 5010: Röntgenuntersuchung von Teilen eines Fingers oder einer Zehe beziehungsweise mehrerer Finger oder Zehen in zwei Ebenen
untersuchte Seite und Region
Anzahl und Art der Projektionen
klinische Fragestellung
Behandlungstag, eigenständige Leistungsschritte und die Zuordnung jeder Position zur tatsächlichen Dokumentation
Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „Finger oder Zehen – Röntgen in zwei Ebenen“ aussehen?
Dokumentierter Beispielfall
Der Beispielfall dokumentiert „Finger oder Zehen – Röntgen in zwei Ebenen“. Vollständig erbracht und getrennt dokumentiert werden GOÄ-Nr. 5010 (Röntgenuntersuchung von Teilen eines Fingers oder einer Zehe beziehungsweise mehrerer Finger oder Zehen in zwei…). Für die bedingte Position GOÄ-Nr. 5011 gilt zusätzlich: Nur bei medizinisch notwendiger zusätzlicher Projektion.
Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.
Welche Abrechnungsfehler sollten für „Finger oder Zehen – Röntgen in zwei Ebenen“ vermieden werden?
1.
Prüfpunkt 1
Weitere Ebenen, Regionen, Kontrastmittel- oder Interventionspositionen dürfen nicht aus der Untersuchungsbezeichnung, sondern nur aus dem dokumentierten Protokoll folgen.
2.
Prüfpunkt 2
GOÄ-Nr. 5011 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei medizinisch notwendiger zusätzlicher Projektion.
3.
Prüfpunkt 3
Bei „Finger oder Zehen – Röntgen in zwei Ebenen“ werden Kern-, Zusatz- und Alternativpositionen nicht getrennt beurteilt.
4.
Prüfpunkt 4
Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.
Welche Radiologie-Abrechnungskombinationen sind fachlich verwandt?
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Handgelenk, Hand, Fuß oder Sprunggelenk – Röntgen in zwei Ebenen
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Größerer Skelettabschnitt oder großes Gelenk – Röntgen in zwei Ebenen
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Skelettabschnitt – Röntgen in einer Ebene
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Beckenübersicht – Erwachsene
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. 5010. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.
Dieser Artikel behandelt gezielt „Finger oder Zehen – Röntgen in zwei Ebenen“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Handgelenk, Hand, Fuß oder Sprunggelenk – Röntgen in zwei Ebenen“ sowie „Größerer Skelettabschnitt oder großes Gelenk – Röntgen in zwei Ebenen“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
