Tracheostoma – Wechsel, Einbringen oder Entfernen einer Trachealkanüle
HNO-Heilkunde · Kehlkopf und Tracheostoma

Zweck und Anwendbarkeit
Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?
Sichert beim Wechsel einer Trachealkanüle den Atemweg, erhält die Stomafunktion und prüft Kanülenlage, Sekret und lokale Komplikationen. Die Behandlung umfasst wechsel, Einbringen oder Entfernen einer Trachealkanüle.
Wann ist sie anwendbar?
Bei vorhandenem Tracheostoma und fälligem beziehungsweise medizinisch notwendigem Wechsel oder Entfernen; Atemwegsrisiko, Kanülentyp und Notfallbereitschaft müssen berücksichtigt werden. Bei Varianten gilt: Nur tatsächlich erbrachte und dokumentierte Kernleistungen ansetzen: Wechsel, Einbringen oder Entfernen einer Trachealkanüle.
GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 1 | Bedingt / alternativ | Beratung. Nur bei eigenständigem Beratungsinhalt. |
| GOÄ-Nr. 5 | Bedingt / alternativ | Symptombezogene Untersuchung. Nur bei eigenständiger Untersuchung. |
| GOÄ-Nr. A1529-TRACHEALKANUELE | Kernposition | Wechsel, Einbringen oder Entfernen einer Trachealkanüle – analog Nr. 1529 |
| GOÄ-Nr. 2006 | Bedingt / alternativ | Behandlung einer infizierten oder nicht primär heilenden Wunde. Nur bei eigenständigem pathologischem Wundbefund, nicht bei routinemäßiger Stomapflege. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Weitere Angaben zu den Positionen
Kernposition der Kombination
Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen
Davon abzugrenzen sind „Beidseitige Tonsillektomie – operative Zielleistung“ sowie „Wechsel eines Paukenröhrchens – mikroskopisch kontrolliert“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Dokumentation für diesen Abrechnungsfall
Seite und Organregion, vollständiger Untersuchungsumfang, Messparameter, Befund und gegebenenfalls Operationstechnik
GOÄ-Nr. A1529-TRACHEALKANUELE: Wechsel, Einbringen oder Entfernen einer Trachealkanüle – analog Nr. 1529
Art und Größe der Kanüle
Indikation
Stomabefund
Komplikationen
Atemwegssicherung
Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall
1.
GOÄ-Nr. 1 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei eigenständigem Beratungsinhalt.
Ähnliche Abrechnungsfälle
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
